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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1932-01-01 · Heft 6 · p. Seite 609

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
76 (1932)
Issue
Heft 6
Article
Erwiderung [Nachricht] / Tykocinski, Chaim
Date
1932-01-01
Page
Seite 609 (sequence 2)
Language
German
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IRI
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H. Tykocinski: Erwiderung 609 Namen Natronais angeführt wird, welcher Quelle auch Isaak Gaiat und andere Autoren folgen. Eine Verwechslung ist bei Seder Rab Amram ausgeschlossen, da dieses Werk in dem Natronai gegen dreißigmal zitiert wird, nur die Schulhäupter bis auf Saadja bringt. Die einzige Stelle, die die Ausg. Frumkin I S. 35a von Hai zitiert, ist, wie die Einleitung des Zitats zeigt, ein späterer Zusatz. H. Tykocinski. B espr ech ungen H. Broäy: Diwan des Abu־l־Hasän Jehuda ha־Levi. Nach Handschriften und Druckwerken bearbeitet und mit erklärenden Anmerkungen versehen. Vierter Band; Gottesdienstliche Poesie (1. Teil: Texte). Verein Mekize Nirdamim. Berlin 1930. 295 und XIII Seiten-. ״Dem berühmten Dichter ist das, auf hebr. Gebiete seltene Glück zu Teil geworden, den angemessensten Herausgeber zu finden.“ Diese von Steinschneider bei seiner Besprechung (״Hebr. Bibi.“ 1865, S. 50) der von S. D. Luzzatto bewerkstelligten Ausgabe der Gedichte unseres Dichters (bloß ein einziges lieft erschienen, Lyck 1864) ausgesprochenen Worte lassen sich mit vollem Recht auf diese Ausgabe, deren 4. Band vor uns vorliegt, anwenden1. Der Name des Herausgebers bürgt dafür, daß auch dieser Band mit derselben Sorgfalt und Umsicht wie die vorhergehenden und seine sonstigen Ausgaben der mittelalterlichen Dichter bearbeitet worden ist. Allein eine vollständige Würdigung wird erst nach dem Erscheinen des erklärenden Teiles, wo der Herausgeber auch über den Text der Gedickte Auskunft zu erteilen pflegt, möglich sein. Hier wollen wir hauptsächlich Fragen der Anordnung, der Autorschaft usw. ins Auge fassen. Dieser aus 162 Nummern (Gedichte und Reimprosa, darunter zwei aramäische) bestehende Band und der vorhergehende (154 Nummern), von denen einstweilen nur Texte vorliegen, enthalten die g 0 11 e s d i e n s tliehe Poesie des Dichters, während in den ersten zwei seine profane Poesie gesammelt ist2. Teils aus System zwang, teils zufällig gerieten eine Anzahl religiöser Gedichte in den 2. Band. So sind dort mehrere synagogale Stücke, unter ihnen seine am meisten bekannte Kina, die Zionide, unter der Rubrik משא נפש ציונה vereinigt; auch das Gedicht Nr. 2 (S. 3) daselbst zählt nach Ansicht des Herausgebers zu den religiösen. Andererseits bezweifle ich 1 Übrigens diente die früher in Luzzattos Besitz gewesene, jetzt in der Bodleyana befindliche Hs. als eine der Hauptquellen der gegenwärtigen Ausgabe. 2 Die Bezeichnung ,,religi öse Poesie“ wäre vielleicht passender, da unter den betreffenden Stücken sich auch solche finden, die nicht zum Vortrag in der Synagoge bestimmt sind, zum . Beispiel die Sabbatlieder, die ersten Gedichte des vorliegenden Bandes; auch würde diese Bezeichnung der hebräischen, שירי קדש, mehr entsprechen. Monatsschrift, 76. Jahrgang 39

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