Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 76 (1932)
- Issue
- Heft 6
- Article
- Nochmals: Mystik und Agada im Urteil der Gaonen [Nachricht]
- Date
- 1932-01-01
- Page
- Seite 608 (sequence 2)
- Language
- German
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608 E.E. Hildesheimer: Nochmals Mysiik und Agada im Urteil der Gaonen Trinken) zu bezeichnen. — Zu S. 22: Die Autorschaft R. Hais wurde auf Grund eines entsprechenden Vermerks in dem korrekten ג״ל Nr. 8 ange- .nommen. Gegen Natronai als Verfasser spricht ferner, daß Ms. Almansi (vgl. hierüber meine ,,Komposition der Sammlungen von Responsen der Gaonen“ S. 37 und 42) das Resp. jedenfalls R. Scherira zuschreibt, weil er als letzter vor mehreren anonymen Responsen mit Namen genannt wird; offenbar hatten es Vater und Sohn gemeinsam erstattet, woraus sich die Abweichungen in der Autorenangabe der beiden Rezensionen erklärt (vgl. hierfür z. B. Sch. Z. III, 1, 17 und III, 6, 15 und hierzu Tykocinski in דביר, I, S. 148). Zu Gunsten der Autorschaft R. Hais kann das Zitat in Bet Josef deshalb herangezogen werden, weil es doch diesen Namen, wenn auch nur für einen Teil des im Resp. Enthaltenen, nennt. Nützlicher aber war es, dieses Zitat und nicht dessen Quelle aiizugeben, weil sich die rabbinische Literatur mit ihm häufig beschäftigt. — Scherira anstatt Schechna ist natürlich ein (erst in der Revision entstandener!) Druckfehler. Als Autor aber muß, wie mir scheint, R. Kohen Zedek angesehen werden. In zwei Rezensionen liegt das Gutachten vor: in ש״ת Nr. 299 namens Schechna und in dem zuverlässigeren Ms. Halberstam (siehe hierüber Komp. S. 11 fg.) ohne Autorenangabe. Das diesem Resp. in ש״ת und Ms. Halberstam vorangehende Resp. stammt von K. Z., wie wir zwar nicht aus diesen Sammlungen, die es anonym aufführen, wohl aber aus seiner Mitteilung in ה״פ erfahren. Unser Resp. aber steht in Ms. Halberstam wohl deshalb anonym, weil ein Autorenvermerk vor einem Resp. unterbleibt, wenn der des vorhergehenden der gleiche ist. Demnach rührt auch dieses Resp. von K. Z. her, und die Angabe Schechna ist, was übrigens schon Zunz, Ritus S. 193 erkannte, fehlerhaft. E. E. Hildesheimer. Erwiderung. Zu S. 8: Wenn 11־. das Ansehen der Nägel nicht als mystischen Akt anführen will, dann ist die Ausdrucksweise etwas unklar. — Zu S. 22: Bet Josef hat für unseren Fall aus dem S. 494 bereits angegebenen Grunde kaum Bedeutung. — Es ist nicht sicher, ,,daß Ms. Almansi . . . das Resp. jedenfalls Scherira zuschreibt“. In ,,Komposition der Sammlungen . . . “ von H. S. 42 ist das in Frage kommende GA. bei Almansi Nr. 114 (= ג״ל Nr. 8) anonym. Auch die dort vorausgehenden 5 GA. Nr. 109—113 sind anonym. Aus GA. Nr. 106, das Almansi Scherira zuschreibc, auf Nr. 114 zu schließen, ist sehr bedenklich. Solche Schlüsse führen oft zu Irrtümern. Somit spricht nur Sammlung Musafia ed. Lyck Nr. 8 mit Sicherheit für die Autorschaft Hais. Dagegen bezeichnen andere neun Quellen Natronai als Urheber unseres GA.: Außer den Sammlungen Chemda Genusa (Nr. 93 in Verbindung mit der Überschrift vor 79), Hai. Pesukot (Nr. 93), Horowitz (I S. 50 Nr. 16) die alten Quellen Schibbole ha־Leket (S. 104 Nr. 130), Pardes (Konst, fcl. 6d), Machsor Vitry (S. 117), Siddur Raschi (Nr. 525), Isaak Gaiat aus dem 11. Jahrhundert (S. 15) und Seder Rab Amrarxi (Frumkin II S. 117 Nr. 39, Koronell I S. 31b unt. f.). Ganz besonders ins Gewicht fällt dieses zuletzt genannte Werk, unsere älteste Quelle, wo die Antwort wegen Habdala im