Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 76 (1932)
- Issue
- Heft 5
- Article
- Zur Amsterdamer Haggada [Nachricht]
- Date
- 1932-01-01
- Page
- Seite 542 (sequence 2)
- Language
- German
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542 Besprechungen Einordnung eine andere, so daß in diesem Umfang von neuen Erfindungen die Rede sein konnte. Erich Toeplitz. Noch einmal Alhecks Einleitung zu Bereschit Rabba (zu MGWJ 1932, 199—206). Herr Dr. Albeck hatte die Freund’ichkeit, mich über Einzelnes in meiner Besprechung seines Werkes eines Besseren zu belehren. — S. 200 und 204 habe ich Zunzens handschriftliche Ergänzung (GV.2185b) hervor״ gehoben, daß zahlreiche Auszüge aus dem pal. Talmud im Ber. Rabba ,,zuweilen eine jüngere Hand verraten“. Albeck weist auf seine Einleitung S. 95 Anm. 1 hin, wonach Zunzens Ergänzung auf Frankels מברא zurückzuführen ist. — Zu S. 200, Z. 10 v. u. Nicht mit Parascha 95, sondern mit Par. 96 beginnt nach Zunz der veränderte (tanchumaartige) Charakter in den bisherigen Ber. Rabba-Ausgaben. — Zu S. 202. Rapoport begründet die Vorliebe der Prooemien für die Hagiographen damit, daß man vor dem Minchagebet die Hagiographen nicht lesen durfte, deshalb hätte man sie nach Mincha für die Prooemien verwertet. — Zu S. 205. Die von mir zusammengestellten Fehler fallen, wie mich Herr Albeck aufmerksam macht, nicht seiner Ausgabe zur Last, sondern sind den Manuskripten und alten Ausgaben nachgedruckt, mit Ausnahme einiger weniger, darunter בימינו für בייזיט (Sultan Bajazid). Bernhard Heller. Zu יחס (S. 290). Bei Ibn äanäh in seinem Wörterbuche unter יחש heißt es יחסין; er liest יהסין (das יוחסין״“ im arab. Originale ist offenbar Schreibfehler, wie die sich darauf beziehenden Worte עלי זנה יערים zeigen), im Singular also ידום^ Auch Lowe in der Ausgabe der Mischna Kidd. 4, 1 hat יחסין, aber Jeb. 4, 13 (gerade die Stelle, die I. ö. zitiert)יוחסים. M. Wilensky. Bücherschau (vom Herausgeber) Stanley A. Cook: Ethical Monotheism in the Light of Comparative Religion. — London, West London Synagogue Association 1932. 23 S. 2sh. Michael Fraenkel: Jacob Bernays, ein Lebensbild in Briefen. Breslau,. M. & H. Marcus, 1932. 112 S. Einer etwa 2 Bogen starken Lebens beschrei״ büng folgen Briefe von und an Bernays. Besonders wichtig sind die 14 Briefe von Bernays an Bunsen,den Herausgeber des Bibelwerks, 36 Briefe an Heyse, 20 Briefe von Mommsen an Bernays. In knappen Fußnoten und in Anmer״ kungen sucht der Herausgeber das Verständnis zu erleichtern. Es hat zweifellos große Mühe gekostet, diese Briefe zu sammeln; aber die Wissen״ schaft und das Judentum werden dem Herausgeber vollen Dank wissen. Es spricht aus den Briefen das Bild eines Mannes, der nicht nur als Fachgelehrter bei* den besten Mitforschern höchstes Ansehen genoß, sondern auch in seltenem Maße den gesamten Bildungsstoff seiner Zeit beherrschte und auch künstlerischen Fragen Verständnis.', :und: .'.Interesse entgegenbrachte.