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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1932-01-01 · Heft 5 · p. Seite 519

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
76 (1932)
Issue
Heft 5
Article
Die Verbindung der Prager Familien Oettingen-Spira (Wedeles) -Bondi
Date
1932-01-01
Page
Seite 519 (sequence 9)
Language
German
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Die Verbindung der Prager Familien Oettingen-Spira( Wedeies )־Bondi 519 Dieser Verzicht der Bele Bondi auf die Erbschaft ihrer Mutter dürfte folgenden Grund haben. Samuel Levi hatte seine Cousine Rifke, Tochter des Lippmann Tornau zur Frau1, die jedoch am 17. April 1735 starb. . Er heiratete als 40jähriger am 28. Mai 1736 seine 15jährige Nichte Chayle, Tochter des Isak Bondi, die jung starb. Bele überließ daher nicht nur ihrem Bruder, sondern auch ihrem Schwiegersöhne die Erbschaft. Samuel Levi, der Ältester und Interims-Vorsteher der Prager Judenschaft war, heiratete im Jahre 1749 Freudei, die Witwe nach dem Primator Simon Wolf Frankl-Spira2. Er starb am 4. Februar 17523. , . ' Die Familie Bondi kehrte nach der Vertreibung der Prager Juden im Jahre 1748 wieder nach Prag zurück. Nach dem Tode Isak Bondis am 5. Januar 1749 wanderte zuerst Simon4 mit der Familie nach Dresden aus. Ihm folgte seine Mutter Bele, die im Jahre 1766 noch lebte und vermutlich dort ihre Tage beschloß. Zur Frage der Zusammensetzung der Vierländersynode in Polen. Von Israel H a 1 p er i n (übersetzt von B► W.). Herr Dr. Weinryb erwähnt in seiner Besprechung der ,,Neuen jiddischen Literatur“ 5 die Arbeit I. Schippers über die Zusammen- 1 In der Gonsignation 1729 werden 5 Kinder angegeben: Lippmann Wolf, Simon, Abraham und Malka. Simon heiratete am 7. Juli 1744 Schändei, Tochter des Abraham Jomtov Bondi; Malka am gleichen Tage den nachmaligen Rabbiner in Jung Bunzlau Bezalel Moses Brandeis. 2 Sie starb 1767. Vgl. Brann a. a. O. S. 556 f. 3 Vgl. Gal Ed Nr. 86. Die Prager Nachkommen des Abraham Aron Lichtenstadt haben niemals den Namen Oettingen geführt, sie haben auch den Namen Lichtenstadt bald abgelegt und nannten sich ,,Levi“. Die Prager jüdische Gemeindebibliothek besitzt ein Manuskript (es enthält Trauerreden und Elegien auf Prager jüdische Persönlichkeiten, Epigramme und Gedichte patriotischen Inhalts), das Simon Hirz Levi (starb 1830) zum Verfasser hat. Er erwähnt darin, daß sein Vater Juda Gabriel Sohn des Simon und Enkel des Samuel Levi Lasch war; er weiß von der Ab- .־stammung von Abraham Jomtov Bondi und R. Wolf und Simon Spira, jedoch nicht von der Abstammung aus 71er berühmten Familie Oettingen. 4 Im Familienbuch 1748 Nr. 89 ist Simon Isak Bondi, seine Frau Gnändl und seine ledigen Kinder Jonas, Salomon, Wolf und Sari verzeichnet 5 MGWJ 1931, S. 165.

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