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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1932-01-01 · Heft 4 · p. Seite 464

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
76 (1932)
Issue
Heft 4
Article
[Rezension] / Löw, Immanuel
Date
1932-01-01
Page
Seite 464 (sequence 1)
Language
German
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464 Besprechungen •הספרות החקלאית בעברית.. בתחברה מטעם בית-הספרים הלאומי והאזניברסיטאי עיי אברהם יערי 44 .תל-אביב תרצ״א S. 8°. Auf Veranlassung der Nationalbibliothek und der Universität Jerusalem erhalten wir von Abraham Jaari eine erschöpfende und sorgfältige Bibliographie der neueren hebräischen Literatur über Botanik und alle Zweige der Landwirtschaft. Die Zusammenstellung ist ursprünglich in der wertvollen Monatsschrift Hasade erschienen, der Sonderdruck war aber sehr erwünscht. Die neue palästinische Fachliteratur läßt sich außer Landes sehr schwer verfolgen, man muß sich darum freuen, wenn man hier eine sachlich geordnete Zusammenfassung des bezüglichen Materials erhält. Aus der ausgezeichneten Zeitschrift Kirjat Sefer ließe sich das hier schön geordnete Material nur mit großer Mühe sammeln. Besonderen Dank verdient die Verzeichnung der Flugblätter! Immanuel Löw. דן יהודה אברבנאל ופילוסופית האהבה שלו מאת יוסף קלאוזנר " ירושלים תרצ״ב• Wie Klausner Jesus und Spinoza für die jüdische Geistesgeschichte in Anspruch nimmt, sucht er Juda Abarbanel (Leone Ebreo) in die Geschichte der jüdischen Philosophie einzureihen. Den Grund der bisherigen Vernachlässigung der Dialoghi d’Amore sieht er vor allem in dem Pantheismus, zu ־dem der Neuplatonismus überhaupt von Philon und Gabirol bis zu Juda Abarbanel, Spinoza und Bergson hinneigt. Jetzt aber, wo der Pantheismus dem Judentum nicht mehr gefährlich werden könne, sei es an der Zeit, einen Denker, der, von Gabirol stark beeinflußt, auf Spinoza nachhaltig gewirkt habe, der sich selbst als jüdischer Denker gefühlt habe, der Geistesgeschichte des Judentums einzugliedern. (S. 97.) In sorgfältiger Berücksichtigung der neueren Arbeiten über Juda Abarbanel zeichnet K. Leone Ebreo als zwischen den Zeiten stehend, auf dem Übergang vom Mittelälter zur Renaissance, und folgt dem Gang der Dialoghi in der Charakteristik der psychologischen, kosmischen, ästhetischen und religiösen Bedeutung der Liebe. Wir können K. nicht darin beistimmen, daß der Pantheismus Leone Ebreos die Ursache dafür sei, daß er in der jüdischen Religionsphilosophie nicht die ihm gebührende Beachtung gefunden habe. Liegt es nicht näher, die Ursache darin zu sehen, daß mit dem 15. Jahrhundert infolge des Druckes der Verfolgungen die Philosophie ihren Einfluß auf das jüdische Geistesleben überhaupt verliert und von der Kabbala — trotz ihres Neuplatonismus! — und von den talmudisch-halachischen Studien abgelöst wird? Erst mit der Emanzipation stellt sich das Judentum wieder die Aufgabe, seine Stellungnahme zur europäischen Kultur philosophisch zu begründen. Zur Zeit der Renaissance aber sah das Judentum nicht wie Leone Ebreo die Welt im Strahlenglanz der Schönheit und Liebe, sondern erwartete voll Sehnsucht die Hilfe Gottes zur Rettung Israels. K.s Absicht, L. E. in neuzeitliches Hebräisch zu übertragen, begrüßen wir aufs wärmste. Albert Lewkowitz Unberechtigter Nachdruck aus dem Inhalt dieser Zeitschrift ist untersagt Für die Schriftleitung verantwortlich: Prof. Dr. I. Heinemann in Bresfau« Druck von Th. Schatzky Breslau 5.

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