Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 76 (1932)
- Issue
- Heft 3
- Article
- ... und ein Wort zum Abschluß [Nachricht] / Kirschner, Bruno
- Date
- 1932-01-01
- Page
- Seite 263 (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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Besprechungen 263 .... und ein Wort zum Abschluß. Von Bruno Kir sehne r. Mit der — trotz der Anführungszeichen leider gar nicht korrekten — Zitierung der mir als ihrem Verfasser freilich wohlbekannten vorstehenden Sätze aus der Einleitung zum JL verkennt mein Freund Dr. Herlitz den einfachen, klaren Kern meines ,,Nachwortes“ (dessen kritischer Inhalt übrigens dem aus der Einleitung dankenswert zitierten Postulat restlos entspricht!): die von mir vorgelegten Materialien, wie die tausend anderen nicht aufgeführten, sind mir nicht heut und gestern, nicht vom Himmel und nicht von jenseits des Meeres angeflogen, sondern ganz nahe wraren sie von jeher dem JL und standen dem Werke fast hundertp.ro z e n t i g vorbereitet bereits während seiner Entstehung bei mir zur Verfügung. Und es war nicht meine Schuld, wenn man aus Gründen, die hier nicht zur Erörterung stehen, eines Tages glaubte, darauf verzichten zu können. . . . Helieiiistica Philo with an English translation by F. H. Colson and G. H. Whitacker. London, W. Heinemann; New York, Putnam’s Sons. 1. (1929), 484 S.; 2. (1929) 504 S.; 3. (1930) 512 S. Preis je 12 sh., 6 d. Gemäß dem Plane der Loeb Library, in der das Werk erschienen ist, geben die Herausgeber sowohl den Text wie die Übersetzung, ersteren allerdings nur mit ganz knappen Hinweisen auf Abweichungen von der Überlieferung, ohne kritischen Apparat. In der Anordnung der Schriften folgen sie den Textausgaben; die vorliegenden 3 Bände entsprechen dem ersten Bande der kritischen Ausgabe sowie dem zweiten bis De sobr. einschließlich. Die Überschriften sind in den Kolumnentiteln nur englisch angegeben: dadurch dürfte das Nachschlagen erschwert werden. Das Gesamtwerk ist auf 10 Bände berechnet. Zwei glückliche Umstände sind dem schnellen Fortschreiten des Werkes zustatten gekommen: erstlich, daß sein Erscheinen im Rahmen der Loeb Library die wirtschaftlichen Schwierigkeiten löste, und zweitens, daß zwei gründliche Kenner Phiions ihre Arbeitskraft eine Zeitlang auf es konzentrierten. Leider hat allerdings Whitacker die Herausgabe des 3. Bandes nicht mehr erlebt. Im Gegensatz zur deutschen Philon-Übersetzung bringen die Bearbeiter zum quellenkritischen und kulturgeschichtlichen Verständnis Phiions nur das Notwendigste bei; auch die Einleitungen zum Gesamtwerk und zu den einzelnen Schriften beschränken sich auf Übersichten zur Einführung des Laien; das Augenmerk ist fast nur auf die Herstellung einer lesbaren Übertragung gerichtet. Die Schwierigkeit dieser Aufgabe und die Gewissenhaftigkeit, mit welcher sich die Bearbeiter ihr gewidmet haben, geht am besten daraus hervor, daß nicht selten dem Leser die Wahl zwischen mehreren Auffassungen gelassen und in den Nachträgen häufig