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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1932-01-01 · Heft 3 · p. Seite 194

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
76 (1932)
Issue
Heft 3
Article
Aus ostjüdischer Geschichte [Rezension]
Date
1932-01-01
Page
Seite 194 (sequence 2)
Language
German
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194 Louis Lewin der Handschriftensammlung Lewin-Breslau und der ,,Jüdischen Familienforschung“ VI 232.;, 262. In diesen Zusammenhang gehören die bereits im 5. Jahrgang erscheinenden Posen er Heimatblätter, Organ des Verbandes Posener Heimat vereine. Neben den sozialen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Interessen sowie der Heimatkunde pflegt die Zeitschrift Geschichte und Literatur des Posener Landes, überwiegend die jüdischen Belange. Bedeutsames Material ist hier niedergelegt. Das Interesse für landeskundliehe Forschung wird in weite Kreise getragen. Lebendigkeit der Darstellung, Fülle des Materials und Aktualität der Ereignisse halten den Interessenten in Bann. Isaak Gur Arje Gonscherowski, הרב צבי הירש קלישר, Jerusalem 1928, Ausgabe des ,,Hathor“. R. H. Kalischer war ein Kind des Lissaer Ghettos und lebte in Thorn. Als Zionsfreund übte er die nachhaltigste Wirkung aus. S. 22: L. lag damals in Südpreußen. Der dem "Verf. unklare Zusammenhang mit Kalisch als Heimatsort, welcher der Familie den Namen gab, ist ersichtlich aus אורח מישור, Berlin 1723, Anf., und Lewin, Geschichte der Juden in Lissa, S. 277. K. war nicht beamteter Rabbiner in Thorn, sondern zeitweiliger Rabbinatsverweser (Lewin S. 284). Aus West- und Ostpreußen liegen zwei Monographien vor. Jakob Kirschbaum, Geschichte der Juden in Danzig, Danzig 1927, G. Kahan & Co., Danzig, ist jiddisch geschrieben. Gegenüber dem ersten Versuche, ,,Die Geschichte der Juden zu Danzig von Dr. A. Stein“, D. 1860, bedeutet K. einen Fortschritt. Er konnte aus neuerschlossenen Quellen schöpfen. Es ist möglich, daß der jüdische Reisende Ibrahim ibn Jakob bereits 974 Danzig besucht hat. Der erste mit Namen genannte Jude taucht erst 1423 auf. Die Judengasse wird 1440 erwähnt. Dankenswert ist die Literaturangabe am Ende; sie zeigt aber, daß zahlreiche Quellen und Darstellungen unbenutzt geblieben sind. Felix Halpern, Geschichte der jüdischen Gemeinde zu Guttstadt (Ostp r.). Ein Beitrag zur Geschichte der Juden in Ermland. Guttstadt 1927. Im Selbstverlag des Verfassers. Im Ermlande sind feste Judenniederlassungen erst seit etwa anfangs des 18. Jahrhunderts nachweisbar. Verfasser geht der Entwicklung der Gemeinde liebevoll nach, schöpft aus

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