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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1931-01-01 · Heft 6 · p. Seite 478

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
75 (1931)
Issue
Heft 6
Article
[Rezension] / Pinczower, A.
Date
1931-01-01
Page
Seite 478 (sequence 1)
Language
German
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478 Loewenstein, Herbert: ״Eine pentatonische Bibelweise in der deutschen Synagoge (um 1518)“, Zeitschrift für Musikwissenschaft 1930, 12. Jahrg., Heft 9/10. Der Abhandlung Herbert Loewensteins liegen zugrunde die Aufzeichnungen der deutschen Humanisten Reuchlin, Münster und Böschenstein, die N'ginoth, auch die heute nicht mehr bekannten, in Noten niedergelegt haben. Es läßt sich bei diesen Weisen ein pentatonisches System feststellen, doch zeigt der Verfasser, wie man schon damals — beeinflußt durch die Christliehe Umwelt — sich nicht mehr mit der reinen Pentatonik begnügte, sondern mehr dem modernen Dur zuwandte. Auch sonst deckt er Beziehungen zu kirchlichen und weltlichen Weisen des vorangegangenen Mittelalters auf. Im ganzen eine Arbeit, die wichtig für die gesamte Forschung der Bibelweisen (N*ginoth) ist. _ Dr. A. Pinczower. Shomer-Rothenberg, Anna: Songs heard in Palestine. New-York, Publishing Go. 1928. Diese Liedersammlung zerfällt in zwei Teile — einen hebräischen und einen jiddischen — und greift aus der Fülle der palästinensichen Lieder die bekanntesten heraus. Die Sammlung wird ihren Zweck erreichen, die in Palästina gesungenen Melodien auch im amerikanischen Judentum heimisch zu machen, und dadurch eine Beziehung zum palästinensischen Leben herzustellen. Die Klavierbegleitung von Meyer Posner paßt sich dem jüdischen Volkston an; sie ist harmonisch und kontrapunktisch sehr gesucht und scheut bisweilen vor Effekthascherei nicht zurück. Er geht in Zugeständnissen an den amerikanischen Geschmack zu weit. Man soll den Unterschied zwischen dem Emek und dem Broadway nicht verwischen. Dr. A. Pinczower. Nochmals: Kult- und Kunstdenkmäler des Rheinischen Judentums (s. S. 234 ff.). Dem Heft, das der Rheinische Verein für Denkmalpflege und Heimatschütz der Geschichte, den Kult- und Kunstdenkmälern des rheinischen Judentums widmet, ist eine Karte beigegeben, in der die jüdischen Siedlungen bis zum Jahre 1349 eingezeichnet sind. Diese Karte enthält aber noch lange nicht alle Siedlungen aus der Zeit bis 1349. Im Folgenden soll eine Ergänzung gegeben werden. Daun (in der Eifel) 1339, Lamprecht, Deutsches Wirtschaftsleben im Mittelalter III. S. 172. Lehmen a. d. Mosel, a. a. O. 1339. Kesten a. d. Mosel, ibid. S. 184, 1342. Böckelheim (Wald) a. d. Nahe, 1300, Viggener, Reg. der Erzbisch, v. Mainz, S. 115. Merxheim a. d. Nahe, 1301, Lehmann, die Grafschaft und die Grafen von Spanheim I. S. 127. Münster a. Stein, 1307, Monatsschr. 1909, S. 701. Windesheim bei Kreuznach. 1215, Trierer Archiv, Ergänzungsh. 12, S. 12. Rockenhausen, Rheinhessen, 1283, Salfeld, Mart. S. 146. Imsweiler bei Rockenhausen, 1336, Lehmann I. 145. Baumburg, 1276, Fabricius, Erläuter. zum geschichtlichen Atlas der Rheinprovinz, B. VI. S. 515 und Anm. 2. Lambsheim (Pfalz), 1343, Salfeld, Mart. S. 218. Geisenheim a. Rhein, 1347, Schmitz-Kallenberg, Westfälische Inventare S. 235. Katzenellenbogen, 1312, Wiener, Reg. S. 23. Hornbach, Germ. Judaica S. 132. Königstein hei Frankfurt, Kracauer UB. 1328 S. 312. Kronherg bei Frankfurt, 1342, Kracauer UB. S. 314. Ortenberg, Kreis Büdingen, 1322, Kracauer UB. 312. Windecken, Kr. Hanau, 1312, Kracauer UB. S. 312.

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