Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 75 (1931)
- Issue
- Heft 5
- Article
- Nachträge zu Lewys "Beiträgen zu Bibel und Volkskunde" [Nachricht]
- Date
- 1931-01-01
- Page
- Seite 381 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 91% known words query
- IRI
…/2829132-2829975-2829981-2837064--50741-2837165- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
381 sehene Ruhestätte haben sollen. Vgl. Midrasch Petirat Aharon (Jellniek I, S. 94): Aharon und Mose seien in die Höhle (in der Aharon sterben sollte) eingetreten; dort sahen sie ein bereitetes Bett, einen gedeckten Tisch, ein brennendes Licht und Dienstengel. Vgl. Midrasch Mischle (Version das. in Anm.): Als R. Akiba auf das Totenbett gelegt wurde, da zündete sich der Leuchter von selber an, der Tisch deckte sich. Elia sprach: Heil dir R. Akiba, daß dir eine gute Wohnstätte in der Todesstunde zuteil wurde. Deswegen heißt es: Sie hat ihren Tisch gedeckt (Spr 92). Zum Jahrzeitlicht und zum Seelenlicht am Versöhnungstag vgl. Leket Joscher von Josef ben Moses aus Höchstädt ed. Freimann, S. 32: Wenn jemand ein brennendes Licht hat am Todestag seines Vaters, so soll er das Licht, falls es bis zum Abend brennt, auslöschen, um es ein anderes Mal beim Gebet zu verwenden ... In Marburg war es Brauch, am Ve r - söhnungstag Oellichter für verstorbene Verwandte anzuzünden. Vgl. auch das. II, S. 96. Zu Aba Kolon und der Beziehung Rom-Babylon wäre Aptowitzers Aufsatz WZKM XXIII, S. 391 f. zu vergleichen. Herr Oberrabbiner Dr. Löw macht uns auf drei Druckfehler im Beitrag des Herrn Dr. Wilhelm aufmerksam. S. 138, 14 lies תרח 9 ,139 — ,נתפסין, — 140, 2מתוקן ל. Besprechungen Paul Humbert: Recherches sur les sources 6gyptiennes de la litterature sapientiale d’Israel. Mdmoires de l5Universitz de Neuchatel, Tome septiöme. Neuchatel secrdtariat de l’Universitö 1929. Auf etwaige Berührungspunkte zwischen der Literatur der altorientalischen Völker und jener der alten Israeliten ist-bereits in mannigfacher Weise hingewiesen worden. Seitdem es dem menschlichen Spürgeist gelungen ist, in die Geheimnisse der Bilderschrift einzudringen, welche die Wände der Tempelruinen und Grabkammern der alten Aegypter schmücken, und seitdem es ermöglicht ist, jene Keilschrifttexte zu enträtseln, welche die auf dem Boden des alten Mesopotamien zutage geförderten Denkmäler bedecken, und insbesondere, seitdem wir in den Besitz von jenen Papyrusurkunden gelangt sind, die uns nicht nur über den Seelen- und Totenkult der alten Aegypter Aufschluß geben, sondern auch das gesamte geistige und wirtschaftliche Leben dieses Volkes uns vor Augen führen, sind auch solche literarische Produkte ans Tageslicht gefördert worden, die uns über das ganze Geistesleben und seelische Empfinden der altorientalischen Völker in nie geahnter Weise unterrichten. Und dabei zeigt es sich, wie innig ,sich das psychische Denken und Leben der einzelnen Völker berührt, gleichviel, ob diese an den Ufern des Nil oder an jenen des Jordan oder im Zweistromlande des Tigris und Eufrats lebten. Besonderes Interesse erregten jene Schriftdenkmäler, die innere Berührungs punkte zwischen den geistigen Produkten der alten Aegypter und jenen, die uns im biblischen Schrifttum der Israeliten überliefert sind, an den Tag brachten. Ich denke da nicht an das ägyptische Märchen von den Brüdern Anepu und Bata, in dem man Berührungspunkte mit der biblischen Josefssage zu finden meinte, wohl aber an die Mahnworte, die König Amenemhat I. an seinen Sohn und späteren Nachfolger Usertesen I. gerichtet hat, an die ermahnenden Lehren des Schreibers Ani, an die Weisheitslehren des