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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1931-01-01 · Heft 4 · p. Seite 308

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
75 (1931)
Issue
Heft 4
Article
[Rezension]
Date
1931-01-01
Page
Seite 308 (sequence 2)
Language
German
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308 lauter Tosefta- und Ge mar asteilen, keine aus der Mischnal). Bei בעלם ist interessant, daß, das Wort in der modernen Literatur gebraucht wird für einen, der sich dem Militärdienste entzieht (ich ergänze: wahrsch. im zarist. Rußland); aber warum steht diese Notiz in eckigen Klammern, u. z. ungewohnt im Texte? Uebrigens wäre hier ״Midrasch Ne’elam“ zu erwähnen gewesen. Was s. v. נפה zu LAA in M. Ma’aserot IV, 7 erwähnt wird, steht alles schon bei K 0 h u t V, 361. Wo die gewöhnlichen Agg. im Babli Ber. 9b u. Pes. 119a מצולה שאין בה דגן haben, haben bekanntlich die besseren Zeugen נצולה BJ 3759. Da wäre zu verweisen auf 3772 ניצל und umgekehrt. Aehnlich ist II Sam 1943 נשאת משאת ־=; vgl. Num. R. 3 נשוא. Bei BJ ähnlich noch!סלק סכל M. Tamid II, 1. Ich glaube, daß auf den Wechsel von מ und נ gerade in archaistischen Sätzen und Worten besser zu achten sei; also erklärt sich ohne weiteres מדבך נדבך s. bei K 0 h u t V, 85, aber auch ערי נברבתא in Megillat Ta’anit c. 8 (S. 13 ed, Neubauer), scheinbar gleich נברכת Waschteich, in Wirklichkeit aber gleich מברכחא, was ein bekannter Stadtname ist. In נצחון wäre auf das ״Nizachon“ genannte Buch zu verweisen. Das Wort נקיש Sp. 3797 verdient kaum einen besonderen Artikel, s. Segals Anm., aber auch da fehlt die bh. Wurzel קטט. Bei סב Kleie Sp. 3900 kann man doch nicht gut sagen, das Etymon sei nicht sicher, denn Wurzel סבב erklärt ja alles: Kleie entsteht aus der das Korn umgebenden Schale; Plural subbin führt ohnedies auf diese Wurzel; vgl. דק Jes 4022, nhb. duqqin im Auge. Sehr gut ist erklärt סבל הירושה nach arabischem Sprachgebrauche; wie stellt sich aber dazu sebel im Sinne von Augenkrankheit? ib. nicht erklärt. Auch das bekannte סברי מרנן ist nicht genügend erklärt worden. Das Zitat in סגב ,,Rabbi Jechiel, Vater des AruchVerfassers“ ist ungenügend und für mich nicht zu verifizieren. מגרון habe ich in Lehnw. II, 380 als sacrum erklärt. Das andere סנרון, ein Engelname, dürfte gleichfalls griechisch sein, wie das danebenbefindliche ,,Metatron“; s. in האת ליהודה (Blau-Festschrift) S. 313. ,,Sedarim“ als masoretische Perikopen werden Sp. 3971a nicht richtig definiert. Bei 3975 סדרהa befindet sich dieselbe Belegsteile wie bei 3970 סדרb. סילון ist griechisch, obzwar Vokale verändert; vgl. קינוף ,נימוס usw. Bei aller Sorgfalt finden sich in dem Buche viele, wenn auch leichtere Druckfehler, in diesem Bande meines Erachtens mehr als in den vorangehenden Bänden; das wird am Wohnorte des ,,Ordners“ (Jerusalem) liegen. In Anm. 4064b z. B. findet sich allein ה und ח etwa ein dutzendmal verwechselt; so geht es auch mit den anderen leicht verwechselbaren Buchstaben: בב ,וי ,רד ,סם. Wir scheiden von dem Buche mit dem lebhaften Wunsche, daß es dem vereinten Bemühen der Hinterbliebenen des Verfassers, des Ordners und der Gönner alsbald gelingen möge, das großartige Werk ganz herauszubringen. Samuel Krauß. Du Mesnil du Baissens Les ruines d’ el Mishrifd, Paris 1927, Geuthner, 75 Frs. L’ancienne Katna, Paris 1928, Geuthner, 125 Frs. Seit 1924 arbeitet eine französische Ausgrabungsexpedition unter der Leitung von du Mesnil du Buisson mit großem Erfolge bei dem 27 km s. Ö. von Hamat gelegenen kleinen syrischen Orte el־mishrife. Schon ein viereckiger Wall, 16—17 m hoch, dessen Seiten je 1 km lang sind, verrät, daß hier einmal eine wichtige altorientalische Burg gelegen haben muß; die hier durchgeführten Grabungen haben dies durchaus bestätigt. Die beiden oben genannten Schriften sind noch nicht die endgültige Ausgrabungspublikation, sondern nur eine Wiedergabe der in der Zeitschrift Syria in Bd. VII—IX erschienenen Berichte, die inzwischen durch weitere vermehrt worden sind. Neben den vielen keramischen Funden, die eine Geschichte dieser Siedlung von 2500—1200 v. Chr. widerspiegeln, sind besonders zu erwähnen eine Reihe von Keilschrifttafeln, die uns von einer Göttin ,,N1N.E.GAL, der Herrin von ICatna“ berichten. Ob man deshalb bei dem heutigen el־roishrife gleich die bekannte altorientalische Burg Katna suchen darf, wie es du Mesnil u. a. tun, scheint wahrscheinlich zu sein; denn in dem altorientalischen Orte, der an der Stelle des heutigen mishrife lag, kann ebenso gut die Göttin eines Nachbarortes verehrt worden sein; man kann daher immer noch das alte Katna bei dem 15 km s. ö. von homs gelegenen teil kaftine suchen. * Breslau. A. Jirku.

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