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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1931-01-01 · Heft 2 · p. Seite 158

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
75 (1931)
Issue
Heft 2
Article
Geschäftsbericht [der Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaft des Judentums] über das jahr 1930
Date
1931-01-01
Page
Seite 158 (sequence 3)
Language
German
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158 einen sehr wertvollen Dienst geleistet und ihre finanzielle Grundlage für die nächste Zukunft sichergestellt zu haben. Das ist im Interesse der Gesellschaft um so dringlicher, als der Absatz der Bücher leider wiederum zurückgegangen ist. Es ist besonders bedauerlich, daß öffentliche Stellen oder beamtete Persönlichkeiten so wenig Interesse für das gute jüdische Buch zeigen und selbst so preiswerte Angebote wie die der Gesellschaft so wenig benutzen. Der Erlös aus den Schriften der Gesellschaft im Jahre 1930 betrug nur Mk. 3216.79 gegenüber etwa Mk. 2000.— im Jahre 1929. Der Betrag ist nur scheinbar höher, er bleibt in Wirklichkeit hinter dem Vorjahr zurück, weil inzwischen die Zahl der Veröffentlichungen gestiegen ist. — Wir haben uns genötigt gesehen, den Preis für das Werk von M. Philippson: Neueste Geschichte des jüdischen Volkes, Band 1—3, bis auf weiteres auf Mk. 8.— für das broschierte und auf Mk. 12.— für das gebundene Exemplar bei Entnahme des Gesamtwerkes herabzusetzen. Lebhaften Interesses erfreut sich nach wie vor unsere ,,Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums“, sie wird den Mitgliedern unentgeltlich zugeschickt und hat außerdem 64 Abonnenten, die nicht Mitglieder sind. Auf die Zusendung der Monatsschrift verzichteten 16 Mitglieder; sie erhielten dafür das Buch von Bertha Badt - Strauß: Moses Mendelssohn, Zeugnisse, Briefe, Gespräche. Von den sonstigen Veröffentlichungen ist die Mechilta nunmehr endgültig fertiggestellt und als Gesamtwerk zu beziehen. Leider verzögerte sich, nachdem wir bereits im vorigen Bericht mitteilen konnten, daß der Text fertig ausgedruckt war, die Herstellung der letzten Lieferung fast um ein volles Jahr. — Auch das Manuskript des S i f r e Deut., das uns zum Teil für 1930 zugesagt war, gelangt erst jetzt in unsere Hände und kann erst jetzt in den Druck gegeben werden. Für die Druckkosten steht uns, wie wir im vorigen Bericht mitteilen konnten, dank der gütigen Verwendung des Herrn Rabbiner Dr. Enelow in New York und der Opferwilligkeit der Central Couference of American Rabbis der Betrag von Mk. 5300.— zur Verfügung. Auch die Arbeiten an der Germania Judaica haben, durch längere Erkrankung eines Hauptmitarbeiters, eine bedauerliche Verzögerung erlitten. Jetzt ist der Umbruch im vollen Gange. Mehrere Bogen sind bereits ausgedruckt. Erfreuliche Fortschritte macht das Gesamtregister für die Monatsschrift, dessen Drucklegung mit dem 75. Jahrgang der Monatsschrift zugleich erfolgen können wird. Unter den Schriften der Gesellschaft erschien im Berichtsjahre das Buch von Schirmann: Die hebräische Uebersetzung der Maqamen von Hariri. Wir haben ferner beschlossen, von dem Grundrißwerk von E 1 b 0 ge n: Der jüdische Gottesdienst in seiner geschichtlichen Entwicklung eine dritte Auflage herzustellen, die bereits fertiggestellt ist. Auch die von uns in Gemeinschaft mit der Akademie für die Wissenschaft des Judentums unternommene Herausgabe der Gesammelten Schriften von Moses Mendelssohn geht vorwärts. 1930 ist Band 7 erschienen, gegenwärtig steht je ein Band der Philosophischen Schriften und der Briefe vor dem Abschluß. Unsere Mitglieder erhielten außer der unentgeltlich zugesandten Monatsschrift und der Ermäßigung von 25% auf alle unsere Veröffentlichungen auch noch die folgenden Werke zu ermäßigtem Preise: Gedenkbuch für Moses Mendelssohn. 1729—1929. Herausgegeben vom Verbände der Vereine für jüdische Geschichte und Literaturin Deutschland. Felix Perles: Jüdische Skizzen. R. Travers Herford: Die Pharisäer. Die Lehren des Judentums, herausgegeben vom Verband der Deutschen Juden, Teil 1—5. Mischna-Codex Kaufmann A 50, Faksimile-Ausgabe mit Genehmigung der Ungarischen Akademie der Wissenschaften in Budapest besorgt von Prof. Dr. G. Beer (Heidelberg). H. Emmrich: Das Judentum bei Voltaire. Eine in Kupfer gestochene Estherrolle aus der Univer־ sitätsbibliothek zu Rostock. Originalgröße Wiedergabe in Lichtdruck. Herausgegeben und eingeleitet von Landesrabbiner Dr. Silberstein, Rostock.

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