Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 74 (1930)
- Issue
- Heft 3
- Article
- [Rezension]
- Date
- 1930-01-01
- Page
- Seite 233 (sequence 2)
- Language
- German
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233 Salzberger, Salomos Tempelbau und Thron in der semitischen Sagenliteratur S. 37, 2 sei hingewiesen. S. 204, 1: über diesen Widerspruch handelt R. Facrber, König Salomon in der Tradition (Straßburger diss. 1902, 42). Zu S. 318, 3 vgl. Hermann-Baumgärtel, Beiträge zur Entstehungsgeschichte der LXX S. 2, die zwei verschiedene Uebersetzer des Ezechieltextes bei den LXX postulieren und von da die J.-Annahme, es gäbe zwei Bücher des Ezechiel, herleiten; S. 345, 2 ist ivot5ccü<; gut in T0ü<5«t7aT<; geändert (vgl. G. Cichorius, Römische Studien (1922) S. 317. Allgemein wünschte ich eine Erweiterung der Anmerkungen, was Personen und Ortsnamen angeht. Eine baldige Vollendung dieser französischen Uebersetzung — auch nach dem Tode Reinachs — liegt im Interesse der Wissenschaft. Kiel. A. Pos ner. Flavins Josephe, Oeuvres completes, traduites en franpais sous la direction des Theodore Reinach, tome quatrieme antiquitöes judaiques, livres 16—20, traduction des G. Mathieu et L. Herrmann, avec le concours des S. Reinach et J. Weill. Paris 1929. In der äußeren Anlage und der Art der Uebersetzung unterscheidet sich dieser Band nicht von seinen Vorgängern, den Kapiteln werden nützliche kurze Bemerkungen vorangeschickt; die Uebersetzung selbst liest sich sehr gut und wird an den gehobenen Stellen des Textes — dort bei Reden habe ich hauptsächlich geprüft — der Sprache und dem Gedanken des Originals vollkommen gerecht. Einen Nachteil in der Aufmachung glaube ich darin sehen zu müssen, daß bei jedem Kapitel eine neue Seite beginnt und dieser Seite nicht die Seitennummer zugedruckt wird, so daß, will man sich nach den Seiten des französischen Textes Notizen machen, man die Seitenziffer immer von der folgenden Seite erst ablesen oder abrechnen muß. Die Ueber- Setzung gewinnt an wissenschaftlichem Werte durch die Heranziehung anderer Lesarten, so daß die Uebersetzer bisweilen von dem Nieseschen Text auch abweichen. Diese letzten Bücher der Altertümer haben ja ihre große Bedeutung dadurch, daß wir die Quellen, die Josephus hier benutzt hat, sehr wenig kennen. Die Bibel und die Apokryphen können ihm nicht mehr Quellen sein, auch die große Quelle, die er für die Herodesgeschichte benutzt hat, versagt hier bald. Wir sind daher bei einer wissenschaftlichen Uebersetzung begierig, welche Stellungnahme hierzu erfolgen wird. Hierbei werden unsere Wünsche nicht befriedigt. Zunächst auf weite Strecken Mn wird auf die Parallelen zum bellum gut hingewiesen, dabei auch — dies geht nach S. 1, 1 auf Theodore Reinach zurück — auf Unterschiede der Berichterstattung aufmerksam gemacht (das bellum ist dem Herodes unfreundlicher als die antiquitates); aber die Voraussetzung, daß Nicolaus von Damascus Quelle ist, hat wenig Wahrscheinlichkeit. Dann kommen die großen Stücke fast rein römischer Geschichte, für die einmal Cluvius Rufus als Quelle genannt wird (S. 209, 2), die vielen Szenen der chronique scandaleuse — z. B. Paulina, die Kaisergeschichten, die antisemitischen Strömungen in Rom, Alexandria usw., die oft gerichtsmäßigen Berichte, die kaum einer historischen Quelle zu verdanken sind, die Bekanntschaft mit inneren Motiven und kleinen Affären, die in ihrem Guß verschiedenartig gelungen und geschrieben sind. Hier könnten die Uebersetzer an sehr vielen Stellen die mannigfache Herkunft der Berichte erhärten, könnten sie zeigen, bis zu welchem Grade es im Rom jener Zeit eine Kleinliteratur gab, für die J. sich interessierte, die er in Rom sammelte, verarbeitete und nebeneinander überlieferte, er hatte es in solchen Fällen viel leichter als an anderen Stellen seiner Werke, wenn ihm mehrere Zeugnisse zur Verfügung standen und er sie ineinander zusammenschweißen wollte. (Dies ist noch wenig nachgeprüft und erkannt. Einiges darüber bei Reitzenstein, die hellenistischen Mysterienreligionen 3 S. 99 ff., bei Weber im Hermes 50 (1915) S. 47 und für die Ghaereagescbichte bei Otto Henning, römische Stücke bei Josephus, diss. Tübingen 1922.) Das ist um so mehr zu bedauern, als die Uebersetzer in den Anmerkungen die römischen Personennamen sehr gut erklären und hier dem Leser die wünschenswerte genügende Auskunft geben. Vollständigkeit ist auch hier nicht erreicht, so kennen wir den 16, 332 genannten Olympus, den Leibarzt der Kleopatra, auch aus Plutarch, Antonius 82 (vgl. Cichorius, römische Studien 317). Auch über Kypros (18, 148) wissen wir mehr; Agrippa, der Enkel des Herodes, hatte seine Cousine Kypros, Enkelin des Herodes,