Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 74 (1930)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Erwiderung [Nachricht] / Press, Yeshayahu
- Date
- 1930-01-01
- Page
- Seite 137 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
- correspondence
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- Hebron 1× ep/1047559
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137 עבר הירדן מערבה, מניעים במקום הזה שבע מחכות קמח ♦ .%׳. in der deutschen Ausgabe des Buches heißt es dementsprechend auf S. 236 wörtlich: ״...Jenseits derselben zweigt nach Nörden der Weg zum Jarkon (Nähr el-tAudscha) ab, wo ein Wasserfall dieses wasserre i c 11s t e n Flusses des Westjordanlandes sieben Mühlen treibt . . .“ Der £Audsche־Fluß ist kurz vor seiner Mündung nördlich von Tel Aviv breiter als der Jordan bei der sog. Taufsteile in der Breite von Jericho, während der Jarmuk vor seiner Einmündung in den Jordan, dort, wo Rutenberg die Wasserwerke zur Elektrisierung des Landes anlegt, etwa anderthalbmal so breit ist1 *. Der Belus aber,, der im Altertum wohl wegen der Purpurschnecke, die an seinen Ufern aufgelesen wurde, bekannt war, ist tatsächlich ein mäßiger Bach. Wegen der Wanderdünen haben sich an den Ufern sämtlicher Gewässer der Küstenebene zwischen Jaffa und Akko Sümpfe gebildet. Uebrigens macht mich Herr Professor Dalman in einer persönlichen Zuschrift vom 31. 4. 1929 darauf aufmerksam, daß er in seinem Buche : Orte und Wege3 S. 238 f. über Pega Aehnliches wie ich genannt habe. In der Tat deutet er an dieser Stelle vorsichtig an, daß die ,,Wasser von Pega“ mit der ‘Audsche identisch sind. Denn .פיגד war ein Ort mit Getreidebau (Tos. Teruma I 15), dem wohl das heutige arabische Dorf Fedscha entspricht (vgl. meinen Artikel S. 55), und nach Alt, ZDPV 1922, S. 220 ff. soll ein älterer griechischer Name für Antipatres Pegai-Quellen gewesen sein. Herr Mieses weist ferner die Identifizierung von בוטנה mit el-Batänije in der Küstenebene zurück. Er beruft sich auf das Zeugnis der Kirchenväter, das mir doch wohl auch nicht entgangen ist, da ich ja in meinem Artikel ausdrücklich auf Hieronymus hin weise. Wenn ich es aber nichtsdestoweniger gewagt habe, entgegen der alten Quellen anderer Meinung zu sein, so habe ich doch meine Gründe hierfür angeführt, die ich hier nicht zu wiederholen brauche. Daß bei der heiligen Terebinthe bei Hebron, wie die Kirchenväter bezeugen, Jahrmärkte abgehalten wurden, hindert doch keinesfalls, daß der berühmte Marktplatz Botna, der im Talmud mit Akko und Gaza zusammen genannt wird, ebenso wie diese beiden Städte an der verkehrsreichen Küstenstraße lag. Die Terebinthe, arab. el־Butm, ein langlebiger, weitverzweigter und viel Schatten bietender Baum, bildet in so manchem Dorfe Palästinas einen beliebten Sammelpunkt der Dorfbewohner, wo in früheren Zeiten wohl auch der Dorfälteste zu Gericht saß und wo wahrscheinlich auch verschiedene Geschäfte abgeschlossen wurden. Ich sehe nicht ein, warum man nicht einen alten bekannten Ort mit einem heute ״verschollenen Dorf“, wie sich Herr Mieses ausdrückt, identifizieren soll, wenn die übrigen Anzeichen dafür sprechen. Ein eklatantes Beispiel hierfür bietet Caesarea am Meere, die einstige glänzende Hauptstadt der römischen Prokuratoren und noch im früheren Mittelalter die bedeutendste Hafenstadt Palästinas, die dann während fast sieben Jahrhunderte versunken und vergessen war, bis seit 1878 auf deren zum Teil vom Sande verschütteten Trümmern ein armseliges Dorf von bosnischen Emigranten und Arabern entstand, ,wohin noch heute keine Straße führt. Jerusalem. J. Preß. 1 Dem Hauptbureau der Palestine Electric Corporation (Rutenberg} verdanke ich folgende schriftliche Mitteilung: Der Jordan ist bei Naharajim (der Hauptkraftstation der Elektrizitätsgesellschaft) 46 Meter, der Jarmuk vor seiner Einmündung in den Jordan 47 Meter breit. Die Tiefe dieser beiden Flüsse wechselt in den verschiedenen Jahreszeiten zwischen 2 und 6 Meter. Der Jarkon (Nähr el־‘Audscha) ist nördlich von Tel Aviv und westlich der Brücke (über die der Weg nach Dsche 111 und Herzlia führt) 27 Meter breit und 2 Meter tief, bei den sieben Mühlen (also weiter nach Osten zu) 30 Meter breit und 5 Meter tief.