Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 73 (1929)
- Issue
- Heft 7
- Article
- Nochmals zu Immanuel Romi [Nachricht] / Cassuto, Umberto
- Date
- 1929-01-01
- Page
- Seite 488 (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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488 ringsum eingegraben (ל*י1ת PL von .לרד wie ע1ל’ת ii* Ps 5$3, 647 von עולה). Mit anderen Worten: Die einzelnen von Kränzen umrahmten Figuren waren nicht etwa nur in ihren Umrissen eingeritzt, sondern vollständig herausgegraben, und zwar je nach ihrer natürlichen Beschaffenheit bald flacher, bald tiefer ausgehöhlt. . In והראיתי גרם מערך (Nahum 36) kann als Grundform von מערך sowohl מער als auch מערד angenommen werden. In beiden Fällen ist der Sinn derselbe, nur daß מעדה Blöße desselben Stammes wie ערוד״ ist, während מער Höhle eine (vielleicht euphemistische?) Umschreibung von .ערוד wäre. Nochmals Immanuel Romi. Ich antworte kurz auf die Bemerkungen des Herrn Dr. Sonne S. 303 ff. 1. Mir scheint, daß der Einwand עקר חסר מן הספר gegen meine Interpretation nicht erhoben werden kann. Das Wort ידע kann sehr wohl ״kennen lernen‘6 bedeuten. Und ich glaube nicht, daß es sich hier um das philosophische Problem der Kausalität handelt, sondern einfach um die praktische Kenntnis der Ursachen jedes einzelnen Naturphänomenes. Nach der von Dr. Sonne vorgeschlagenen Interpretation würde man nicht begreifen, warum hier Gott gerade mit der Umschreibung לכל הנמצאות סבה bezeichnet worden sei. Außerdem wäre die Konstruktion befremdend und schwerfällig, und der Ausdruck ארך, Länge, nicht passend. 2. Auch hier bestätige ich meine Interpretation, Der Begriff des Umtauschens ist wechselseitig, und wenn man sagt, daß der Gegenstand X mit dem Gegenstand Y umgetauscht wird, so könnte man auch das Umgekehrte behaupten. Gemäß meiner Interpretation würde der Text bedeuten: ״Wie kann unsere Seele ihren Liebestrieb an Stelle derjenigen Werte setzen, durch die wir erhaben sind?“ Denke man nur an Texte wie Lev 2710 ולא ימיר אותו טוב ברע או רע בטוב ואם המיר ימיר בהמה כבהמה וכר. Wäre die Interpretation Dr. Sonnes richtig, so könnte man nicht begreifen, warum Immanuel hier, anstatt des einfachen נעלים des biblischen Textes, נעלינו mit dem Suffix der ersten Person Pluralis schreiben sollte. Außerdem würde das Wort בדבר, und auch das von ihm vorgeschlagene בדברי, unklar bleiben. — Die oben S. 305—308 gedruckte deutsche Uebersetzung meiner hebräisch geschriebenen Gegenbemerkungen sah ich nicht vor dem Druck; daher sind darin einige Druckfehler und Uebersetzungsungenauigkeiten stehen geblieben. Ich benutze diese Gelegenheit, um sie zu verbessern. S. 305, Z. 8 v. u.: die Fragen, 1. einige Fragen; S. 306, .Z. 12 v. o.: Beispiel für diese Bedeutung, 1. Beispiel für eine verschiedene Konstruktion in dieser Bedeutung; Z. 14 v. u.: auf die ganze Art der Gedichte, 1. auf den Charakter des ganzen Stückes; Z. 13 v. u.: in denen, 1. in dem; Z. 12 v. u.: Sie bestehen, 1. Es besteht; Z. 11 v. 11.: Vers, 1. Bibeivers; Z. 5 v. u.: eine parodistische Antwort, 1. seine schon vorbereitete parodistische Antwort; S. 307, Z. 7 v. 0.: miha, 1. mi ha; Z. 11 v. u.: Das hebräische Sprichwort selbst», 1. den hebräischen Ausdruck selbst in sprichwörtlichem Sinne; Z. 7 v. u.: zugehörige, 1. vorgefaßte; Z. 5 v. u.: dem Kommentar, 1. der Interpretation; S. 308, Z. 4 v. o.: bekannt, 1. geläufig; Z. 10 v. 0.: is sta, 1. io sto; daselbst: eni, 1. esso; Z. 12 v. 0.: seine Gedanken, 1. seinen Gedanken. U. Cassuto. Zu teräfim. Zu töräflm: Zu der S. 314 angeführten Sifrastelle ist als Parallelstelle nicht nur Abot Natan anzuführen, sondern auch Mechilta S. 101 Friedmann (vgl. Ed. Horovitz-Rabin, Frankfurt a. M. 1929, S. 332), daraus Jalk. zu Ps 92, wo die Kakophemie לשון פגימה (Jalk. לשם פגמה) heißt. Abot Natan: שמוחשלגנאי. I. Löw.