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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1929-01-01 · Heft 6 · p. Seite 356

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
73 (1929)
Issue
Heft 6
Article
Das jüdische Prag der Gegenwart in Zahlen
Date
1929-01-01
Page
Seite 356 (sequence 7)
Language
German
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356 4. Von 1000 Staatsangehörigen entfielen auf Einwohner deutscher Muttersprache oder Nationalität: 1900 1921 Israeliten Andere Zusamm. Israeliten Andere Zusamm.׳ Innere Stadt . 51,7 58,4 110,1 28,6 62,9 91,5 I. Zone . . . . 15,1 40,9 56,0 9,8 37,8 47,6 Lieben . . . . 3,1 12,6 15,7 2,0 11,3 13,3 Zusammen. . . 29,1 46,4 75,5 15,4 44,3 59,7 Vrsovice-Nusle . — — — 0,8 12,6 13,4 Andere Gern. . — — — 3,5 22,0 25,5 Groß-Prag . . — — — 11,2 34,7 . 45,9 Der Rückgang des Prager Deutschtums ist, wie aus diesen Zahlen einwandfrei hervorgeht, daraus entstanden, daß sich die Israeliten in immer stärkerem Maße zur jüdischen Nationalität bekannt haben. Der Prozentsatz nichtisraelitischer Deutscher in Prag ist von 58,4 auf 62,9 gestiegen. Trotzdem bekennen sich die Bewohner Prags, die israelitischer Konfession sind, national in weit höherem Maße zum Deutschtum als zum Judentum. 1/4 aller Prager Israeliten sind Deutsche, und ungefähr 25% aller Deutschen Prags sind israelitischer Konfession. V. Ausländer jüdischer Nationalität. In Prag wurden bei der Volkszählung 1921 insgesamt 6534 Personen jüdischer Nationalität gezählt, von denen 5959 tschechoslowakische Staatsbürger, 575 Ausländer sind. Von den Juden, die nicht tschechoslowakische Staatsbürger sind, entfallen 350 auf Männer, 225 auf Frauen. VI. Wohnverhältnisse, Kind erzähl. In Anstalten wohnten in Prag von 1000 Einwohnern 47 Juden gegen 40 Tschechoslowaken, 100 Deutsche, 344 andere, 147 Ausländer. Auf 1000 Einwohner jüdischer Nationalität entfielen bei der letzten Volkszählung 234 Wohnungsinhaber 148 Ehegatten des Inhabers 326 Kinder . 75 Verwandte 2 übrige Familienmitglieder 3 Dienstpersonal zur persönlichen Bedienung des Inhabers 1 andere Personen im Dienst- oder Lehrverhältnis zum Inhaber * 198 Untermieter oder Mitglieder Von Familien solcher 4 Bettgeher ■ 5 andere Bewohner 1000 : Aus der Statistik geht ferner hervor, daß Juden ebenso wie Deutsche meist bei Volksgenossen Wohnungen in Untermiete nehmen. Es geht aus ihr aber auch hervor, daß die Juden mehr vermieten als die Tschechoslowaken und daß sie in den einzelnen Kategorien (Zahl

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