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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1929-01-01 · Heft 5 · p. Seite 333

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
73 (1929)
Issue
Heft 5
Article
[Rezension]
Date
1929-01-01
Page
Seite 333 (sequence 2)
Language
German
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333 bische Sprache und Literatur, Arbeiterbewegung, Architektur, Archive, Assyrien, Astrologie, Astronomie, Ausgrabungen, Babylonien, Baden, Bayern. Zu rühmen ist auch, daß bei der Besprechung biblischer Gestalten wiederum deren Behandlung im Midrasch die gebührende Beachtung gefunden hat. Natürlich wird der Fachmann manchmal zu Ergänzungen und zum Einspruch Anlaß sehen. So fehlt bei der Behandlung der jüdisch-arabischen Heilkunde S. 11 ein Hinweis auf H. Kroners Behandlung der medizinischen Schriften Maimunis. S. 81 wird der Einfluß der arabischen Weltanschauungslehre auf die jüdische mit Recht hoch eingeschätzt; aber das Urteil, daß ,,alle Merkmale der islamischen ReLigionsphilosophie in das hebräische Schrifttum hinüberwandern“, entspricht doch mehr dem ersten Eindruck als tiefergehender Betrachtung; es ist sehr bezeichnend, daß die jüdischen Denker von ihren arabischen Vorbildern in dem Augenblick abweichen, da diese das ethische Wesen Gottes leugnen, den Leib zur ,,Kloake“ erniedrigen oder sich, wie manche sufistische Richtungen, gegen die Unterschiede der Religionen gleichgültig verhalten. — Der Verfasser des Beitrags Aristoteles ist leider mit der neueren Forschung über diesen Philosophen ganz und gar nicht vertraut; er kommt daher gar nicht auf den Gedanken, ob die Beliebtheit des Aristoteles etwa damit zusammenhängt, daß in den Lehrschriften, die das Mittelalter allein las, Spuren der. religiösen Auffassung zutage treten, wie sie in den frühverlorenen Jugendschriften vertreten war. Er weiß auch nichts von der Umbildung der immanenten Teleologie des Aristoteles zu einer transcendenten durch die Aristoteles-Kommentare, ein Vorgang, der dem ganzen System einen anderen Sinn gab und seine Bedeutung für das jüdische Mittelalter großenteils erklärt. — Der Beitrag Astrologie ist sehr lehrreich; er geht• aber an einem der merkwürdigsten und bekanntesten Versuche, die Lehre vom Einfluß der Sterne religiös umzudeuten, vorbei: an dem ersten Teil der ״Königskröne“ Gabirols. Auch ein näheres Eingehen auf die Motive, die einen Rationalisten und Astronomen wie Gersonides dazu brachten, Maimunis Verwerfung der Astrologie zu widersprechen, wäre erwünscht gewesen. Andererseits ist ausdrücklich anzuerkennen, daß manche Wissenschaftliehen Aufgaben in unserem Bande entweder neu gestellt oder in einer die bisherigen Darstellungen überholenden Weise gelöst sind. So ist der aramäischen Sprache des Sohar eine kleine Abhandlung gewidmet, die das Problem gewiß nicht erschöpft, aber lehrreich beleuchtet. In den Aufsätzen über Aragonien und über das Buch Bahir verwerten bekannte Fachforscher ihre nur zum Teil im Druck vorliegenden Untersuchungen. Wir wünschen dem Werke ein schnelles Fortschreiten. Breslau. Heinemann. Neue Schriften zum Pentateuch• נ. Das Land des Paradieses. Von Dr. theol. et phil. Johannes Theiss, Professor am Bischöflichen Priesterseminar zu Trier. Trier 1928, Druck und Verlag der Paulinus-Druckerei G. m. b. R. 39 S. In einer sorgfältigen Monographie, die sich weitgehend auf Friedrich Delitzschs ״Wo lag das Paradies?“ gründet, bemüht sich Theiss zu beweisen, daß das Paradies von Gen 2 ״irgendwo in der nordbabyloniscnen Tiefebene, und zwar in der Nähe des späteren Babylon“ lag. Als ganzes scheint mir die Arbeit nicht überzeugend — trotz des Wissens und des Scharfsinnes, die darauf verwendet wurden. Es gibt darin zu viele unbekannte Faktoren, und zu oft muß man zu bloßen, nicht sehr wahrscheinlichen Möglichkeiten greifen. Sie sollte von denen gelesen werden, die das Beste kennen lernen wollen, was bei dem augenblicklichen Stand unserer Wissenschaft über eine genaue Lokalisierung des Paradieses gesagt werden kann. Aber selbst, wenn wir die Ansichten des Verfassers in vielen umstrittenen Punkten, in denen andere Gelehrte von ihm abweichen, gelten lassen, muß doch das letzte Urteil dies sein, daß unsere augenblickliche Kenntnis der Dinge keinen sicheren Schluß auf den geographischen Hintergrund des Berichtes zuläßt. 2• De Palestijnsche Achtergrond van den Pentateuch. Rede uitgesproken bij de Aanvaarding van het Hoogleeraarsambt aan de Rijks-Universiteit zu Groningen op 22 September 1928 door Dr. Joh. De Groot. J. B. Wolters, Groningen, Den Haag 1928, 23 S-

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