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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1928-01-01 · Heft 6 · p. Seite 633

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
72 (1928)
Issue
Heft 6
Article
[Rezension]
Date
1928-01-01
Page
Seite 633 (sequence 3)
Language
German
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633 Unsere Bemerkungen zu Einzelnem sollen unsere Anerkennung für das Ganze nicht verdüstern. Berichtigungen gelten mehr als Lobesworte. Zu? versichtlich sehen wir dem dritten Teile dieser Mosesforschung entgegen. Für diesen Teil werden uns die noch unveröffentlichten Originaltexte zur Moseslegende verheißen. Damit fände die verdienstliche Arbeit des Verfassers den würdigen Abschluß. Budapest. _Bernhard Heller. Handbuch der Altarabisehen Altertumskunde. In Verbindung mit F. Hommel und N. Rhodokanakis herausgegeben von D. Nielsen. Mit Beiträgen von A. Grohmann und E. Littmann. I. Band: Die Altarabische Kultur. Mit 76 Abbildungen. Kopenhagen, Paris, Leipzig (Harrassowitz) 1927. VIII, 272 S. 40. Der vorliegende erste Band dieses glänzend ausgestatteten Werkes enthält die ,,allgemeine Orientierung“, welcher in den beiden folgenden Bänden die wichtigsten altarabischen Inschriften mit Uebersetzung und kurzem Kommentar, sowie Wörterverzeichnis und Grammatik folgen sollen; wie dieser Plan zeigt, sind es die inschriftlichen Denkmäler Arabiens, nicht die ja nicht weiter als ins sechste nachchristliche Jahrhundert zurückreichenden literarischen Texte, welche als Quellen dargeboten und ausgenutzt werden sollen. Die wichtigsten dieser Denkmäler entstammen dem Boden der süd^■ arabischen Reiche, aber ebenso wie die südarabischen, sollen auch die in Nordarabien gefundenen Inschriften behandelt werden, alles Wesentliche, was uns aus vorislamischer Zeit an epigraphischem Material bisher zugänglich ist. Der Band wird eingeleitet durch eine vom Herausgeber verfaßte ausgezeichnete Darstellung der Geschichte der wissenschaftlichen Erforschung des alten Arabien und eine klare Uebersicht über die bisher gemachten Funde. Es folgt ein Umriß der Geschichte Südarabiens von F. Hommel, in welcher chronologische Auseinandersetzungen und Dynastienlisten einen breiten Raum einnehmen; die in dieser Zeitschrift besprochene Abhandlung A. Mobergs hat Hommel noch nicht Vorgelegen. Im folgenden Kapitel behandelt N. Rhodo- .kanakis Staat und Gesellschaft, Verfassung, Gesetzgebung und Verwaltung sowie die wirtschaftlichen Verhältnisse der südarabischen Staaten; im vierten A. Grohmann die Baudenkmäler, die Plastik und die Kleinkunst und das letzte der altarabischen Religion gewidmete Kapitel stammt wieder vom Herausgeber. Der Band, bildet eine höchst dankenswerte Einführung in ein bisher nur Spezialisten zugängliches Gebiet, dessen Bedeutung für die orientalische Altertumskunde kaum überschätzt werden kann und das auch namentr lieh für die biblischen Studien mannigfache Ausbeute liefert. Der letzte Ab-, schnitt des Werkes bietet freilich mancherlei Zweifelhaftes; aber wenn auch Nielsens Auffassung der südarabischen Religion nicht in allen Einzelheiten auf Anerkennung rechnen kann, so behält doch auch dieser Abschnitt als die eingehendste Behandlung des Gegenstandes seinen hohen Wert. Jos. Horovitz. Darid Ferdinand Koreff: Serapionsbruder, Magnetiseur, Geheimrat und Dichter. Der Lebensroman eines Vergessenen. Aus Urkunden zusammengestellt und eingeleitet von Friedrich von Oppeln-Bronikowski. Mit 16 Bildtafeln. Lexikon-Format. 785^ Seiten. Gebrüder Päetel, Berlin-Leipzig. Geheftet 13,— Mk. In Ganzl/geb. 15,— Mk.; Der Verfasser unternimmt es, das Lebensbild eines Mannes vor uns aufzurollen, dem in der bisherigen wissenschaftlichen Literatur, besonders von Max Lenz in seiner Berliner Universitätsgeschichte bitter Unrecht getan worden ist. Die Gründe dafür liegen auf der Hand: Koreff, Jude von Geburt, hatte es unter dem Staatskanzler v. Hardenberg zu einer außerordentlich bedeutsamen Stellung gebracht und auf die Schicksale der preußischen Univerr sitäten erheblichen Einfluß geübt. Gewiß, wenn wir das Lebensbild jenes Mannes an uns vorbeigleiten lassen, es bleibt da genug, was nach unseren heutigen Begriffen etwas absurd und abenteuerlicherscheint, aber jene bunte Zeit der Romantik und des Biedermeier maß mit anderen Begriffen. Oppeln-Bronilcowski treibt seine Rettung auch durchaus nicht auf die Spitze, aber er hat recht, wenn er in einem außerordentlich umfangreichen Bande der Wissenschaft heute das urkundliche Material an die Hand gibt, sich nunmehr selbst von Koreff ein Bild zu machen.

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