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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1928-01-01 · Heft 4 · p. Seite 428

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
72 (1928)
Issue
Heft 4
Article
Eine angebliche Lücke in Levi ben Gersons Milchamot Adonai
Date
1928-01-01
Page
Seite 428 (sequence 2)
Language
German
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428 Merkwürdigerweise ist es jedoch der Aufmerksamkeit des sonst so gründlichen Gelehrten entgangen, daß das Kapitel VII unserer Texte genau das Thema behandelt, das in der Uebersicht für Kapitel XIII angegeben wird. In der Uebersicht heißt es: פרק שלשה עשר נחקור בו בהיתר ספקות מה יקרו בענק השפעת השכל הפועל לשכל ההיולאני אלו המושכלות אשר יקנם. Ganz damit übereinstimmend lauten die Anfangsworte unseres Kapitels vn: ואחר שהתבאר זה מענק השכל הפועל ראוי שנשתדל בהסרת ספקות מה יקרו בזאת ההשפעה אשר תהיה מהשכל הפועל לשכל ההיולאני. Dem entspricht auch der wirkliche Inhalt des Kapitels vollkommen. Text und Uebersicht unterscheiden sich also lediglich hinsichtlich der Stelle des Kapitels. Daß seine Stelle im Text die richtige ist, ergibt sich nicht nur daraus, daß die eben zitierten Anfangsworte von Kapitel VII an das VI. Kapitel, das vom Wesen des שכל הפועל handelt, anknüpfen. Auch sachlich hat das Kapitel hier seinen allein möglichen Platz. Es ist somit nichts weiter geschehen, als daß in der Inhaltsübersicht die Angabe über Kapitel VII an eine falsche Stelle geraten ist. Der Text ist uns lückenlos und in richtiger Anordnung erhalten1. Erwiderung. S. 88 ff. d. Jahrg. veröffentlichen Fleischer und Wilensky Bemerkungen zu meinem im Jahrg. 1927, S. 387 ff. erschienenen Aufsatze ,,Ueber eine verderbte Stelle im ,Sephat Jether‘“, auf welche ich hier in größtmöglicher Kürze erwidern möchte. Denn da ich, wie ich dies bereits in meiner Arbeit erwähnte2, demnächst über das ש״י ausführlicher zu sprechen die Absicht habe, werde ich ja Gelegenheit haben, mich dort über verschiedene das Buch betreffende Punkte erschöpfender auszusprechen. Zunächst! Wenn Fleischer meint, die Erkl. iEs schließe nicht aus, daß auch er zugebe, יד habe verschiedene Bedeutungen, so wird es gewiß keinen Menschen geben, der dies bestreiten wollte. Darum geht es auch nicht, sondern darum, daß Fleischer — und das habe ich an seinem Kommentare auszusetzen gehabt — es unterlassen hat, darauf hinzuweisen, יד habe verschiedene — etymologisch und tropisch erfaßte — Bedeutungen, in Exod 320 aber wird es nach Art der achten von den siebzehn Erkl. ibn Ganähs zu T erklärt3. — Ganz .unverständlich aber 1 Trotzdem dieses Ergebnis keiner weiteren Bestätigung bedarf, weise ich noch darauf hin, daß die Handschriften den Text ebenso geben wie unsere Ausgaben. Rosin selbst teilt bereits auf Grund einer Auskunft von J. Perles mit, daß auch in der Münchener Handschrift des Werkes das XIII. Kapitel ״fehlt“. Auch die von Kellermann in seiner Uebersetzung benutzten vier Handschriften haben aber, wie aus dem Fehlen jeder Bemerkung bei Kellermann hervorgeht, offenbar ganz den Text unserer Ausgaben. Ob sie auch den Fehler in der Inhalts- Übersicht haben, ist leider aus Kellermanns Uebersetzung nicht zu ersehen, da er die Inhaltsangabe unübersetzt läßt. In seiner eigenen Inhaltsangabe folgt er der Uebersicht in der Fassung unserer Ausgaben, ohne den Wider- Spruch zu dem wirklichen Inhalt der Kapitel zu bemerken. 2 S. 387. 3 Die 17 Erkl. ibn Ganähs zum Worte T [Usül 274 f. (דשרשים ,D 188 f.)] sind folgende: Nr. (1): Do יד Hand; (2): (O. KäjUJI) XjuLa** כריתת ברית das Schließen eines Bündnisses (der das Bündnis bekräftigende Handschlag); (3): מקום Ort; (4): .שבוער Schwur; (5): ^5!^ עצר Rat; (6): j*t\ רצו וי וד‘,נבואה Befehl [Gottes] und

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