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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1928-01-01 · Heft 3 · p. Seite 333

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
72 (1928)
Issue
Heft 3
Article
[Nachricht]
Date
1928-01-01
Page
Seite 333 (sequence 2)
Language
German
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333 Ochsenmann), einen Aufsatz: die ,,Jüdische“ höhere Schule, der im Anschluß an die Ricatlinien der Lehrpläne für die höheren Schulen Preußens die Eigenart des gesamten Unterrichts an einer jüdischen Schule festzustellen sucht, und eine Reihe wissenschaftlicher Arbeiten. E. Fink, Apologetisches, beleuchtet eine Anzahl Bibel- und Talmudstellen vom mathematischen oder naturwissenschaftlichen Standpunkt aus. Caro, Bernard Shaw, zeigt insbesondere, was Shaw uns als Juden zu sagen hat. Schüler, Beiträge zur Kenntnis dev alten jüdisch-deutschen Profanliteratur, ist uns auch als Sonderdruck zugegangen und wird an anderer Stelle besprochen werden. M. Munk, Zum Problem einer jüdischen Symbolik, sucht die symbolische Methode S. R. Hirschs weiter zu entwickeln, indem er im Jezer hara ein außer menschliches ,,Schöpfungsprinzip“ erblickt, das durch unsere Tat, insbesondere die Sabbatheiligung, aus der Welt der Wirklichkeit in die Welt des nur Möglichen zurückgewiesen werden soll. S. Adler bespricht den ersten Plan zur Gründung einer jüdischen Schule mit profanem Unterricht in der Frankfurter Judengasse von 1793. M. Lange veröffentlicht den Talmudkommentar des Meiri (בית הבחירה) zu Chagiga nach zwei Handschriften mit kurzer deutscher Einleitung und knappen Anmerkungen. Maimonidcs, Hilchoth Teschubah und Hilchoth Deoth. Ins Deutsche übertragen und mit kurzen Noten versehen von Bernhard S. Jacobson (Hermonbücherei, II. Reihe, Band 3). Frankfurt a. M. Hermon-Verlags-A.-G^. 5687 (1926) 104 S. Die Uebersetzung ist im allgemeinen einwandfrei; nur ist z. B. S. 70 die Gegenüberstellung ״gestorbener“ und geschachteter Tiere ungeschickt. Die Anmerkungen beschränken sich auf das Notwendigste; der Versuch, die Selbständigkeit Maimunis in der Verwendung der Talmudstellen aufzuweisen, der sich gerade bei den übersetzten Abschnitten gelohnt hätte, wird nicht unternommen. S. 65, 1 scheint übersehen zu sein, daß Maimuni noch zahlreiche Midraschim hatte, die heute nicht mehr vorhanden oder doch nicht herausgegeben sind (M. Guttmann, 273 ,1922 הצפה). Den pädagogischen Zwecken, die dem Verfasser und Herausgeber \׳orschweben, wird das Büchlein zweifellos dienen können. Arnold Merzbach, Zeitkultur und jüdische Erziehungsgemeinschaft, Frankfurt, I. Kauffmann, 1928, 36 S., broschiert Mk. 1.20. Die auf dem Bundestag der Agudas Jisroel Jugendorganisation gehaltene Rede erstrebt eine Synthese des traditionellen Judentums mit der Jugendbewegung. Nicht gegen die Zeitkultur als solche oder auch gegen andere Richtungen im Judentum, sondern ,,gegen das satte Judentum der Vorkriegsjahre geht unser schärfster Kampf“; aus dem religiösen Ideal des Judentums werden sehr ernste Forderungen für das wirtschaftliche Leben, für das Verhältnis der Geschlechter, für die Stellung zu Kunst und Wissenschaft abgeleitet. Die Religion in Geschickte und Gegenwart. Handwörterbuch für Theologie und Religionswissenschaft, 25.—32.. Lieferung (englische Literaturgeschichte — Gegenreformation). Tübingen, Mohr, 1928. Das rüstig fortschreitende Sammelwerk berichtet weiterhin knapp und sachkundig über alle Gegenstände religiösen Interesses. Das Bestreben der Herausgeber, auch außerprotestantische Anschauungen zu Worte kommen zu lassen, zeigt sich in der Heranziehung zahlreicher katholischer Gelehrter, in der Uebertragung des Artikels Freidenker an den Pfarrer einer freireligiösen Gemeinde und in der gelegentlichen Uebertragung von Beiträgen über Philosophiegeschichte (K. Joel), Pädagogik (E. Stern) und Religionswissenschaft (Baeck, Elbogen) an jüdische Gelehrte; seltsamerweise hat der Beitrag über das Gebet im gesamten nachbiblischen Judentum die Ueberschrift ,,Gebet und Gebetssitten im modernen (warum nicht: heutigen?) Judentum“ erhalten, wie überhaupt die jüdischen Mitarbeiter mehr zur Darstellung des gegenwärtigen Judentums als zur Ergänzung und Berichtigung der Angaben über das geschichtliche Judentum herangezogen zu sein scheinen. Nur daran kann es liegen, daß im Artikel ,,Fremde“ die Stellung des nachbiblischen. Judentums, insbesondere auch des Schulchan Aruch, zu den Andersgläubigen ganz außer Betracht bleibt. Aber auch der Artikel ״Fleisch“ läßt die Kenntnis des nachbiblischen Judentums vermissen, da er nicht scharf genug zwischen der jüdischen Auffassung des Fleisches (in nachbiblischer so gut wie in biblischer Zeit) als Prinzip der Schwache und der pythagoreisch-platonischen als des Ursprungs der Bünde unter- •scheidet; da beide Auffassungen im Frühchristentum miteinander ringen,

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