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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1927-01-01 · Heft 5 · p. Seite 311

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
71 (1927)
Issue
Heft 5
Article
Ein unveröffentlichtes Aktenstück von Josef Perl
Date
1927-01-01
Page
Seite 311 (sequence 4)
Language
German
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311 amtlichen Akten zur Zahl 5624 dde 23. July 818, wo dem gehorsamst Gefertigten die Uebersetzung der darauf Bezug habenden hebräischen Schriften anvertraut wurde — in Verdacht stehe; da derselbe Hersch Zydaczower, in: einem an seinen Kollegen Naftali Zwi gerichteten, und im Jahre 824 der hohen Regierung zur Kenntnis gelangten Schreiben, laut der, mit k. k. kreisämtL Präsidial-Zahl 51, vom gehorsamst Gefertigten abverlangten Auskunft, seine üble Gesinnungen an den Tag gelegt hat; so bittet Gefertigter gehorsamst, womit Ein WohllöbL k. k. Kreis amts-Präsidium geruhen möchte, die Ankunft des Hersch Zydaczower zu Zbaraz bey Zeiten zu verhindern, welches leicht geschehen könnte, wenn den Zbarazer Gemeindevorstehern bedeutet werden sollte, dß derley Handlungen gesetzwidrig sind, folglich auch nicht geschehen sollen. Tarnopol d. 2. Jänner 827 (gezeichnet) Joseph Perl Direktor der Is. Hauptschule. (In dorso) Eing. am 3ten Jänner 827 20 Pr.: Dem Zbarazer subst: Magistratsvorsteher Ziabel mit dem Aufträge zuzustellen, die Ankunft dieses Irrlehrers in geheim und zweckmäßig zu überwachen denselben bei seiner Ankunft mit aller Umsicht und Ver- Kleidung aller ()Öffentlichkeit sogleich zu verhalten, sich über seine Reise dahin mit einem gehörigen Paß, obrigkeitlichen Erlaubnißschein oder Geleitschein auszuweisen, und wenn Er dieses nicht leisten könnte, auf der Stelle mit Schub dahin, wo er herkam, unter Aufsicht abzuschieben. Dieses nämlich hat mit allen auswärtigen Juden, welche mit keinem Erlaubnißscheinen ihrer Grundobrigkeiten, oder mit Geleitscheinen ausweisen können, zu geschehen. Sollte der Erstere auch wirklich mit einem Paße oder Geleitscheine versehen seyn, sich aber nicht über seine notwendige Anwesenheit und Geschäfte zu Zbaraz ausweisen können, worunter aber nicht die hier angezeigte Absicht gezählt werden darf, so ist derselbe ohne weiters von Zbaraz abzuschaffen, und daselbst nicht zu dulden. Ueber das Gesehene und Veranlaßte ist unter Rückschluß des Kommunikats anher Bericht zu erstatten. Vom k. k. Kr. Amte. Tarnopol am 3. Jänner 827 (gez.) Er. Lindemann. Besprechungen Brandenburg, E.: Die Felsarchitektur bei Jerusalem. Sonderpubl.: Jewish Palestine Exploration Society, Jerusalem 1926. Druck von Max Schmersow, Kirchhain N.-L. 303 S. Großoktav. Der Verfasser hat durch seine Schriften ,,Bericht über eine Reise nach Syrien und Palästina“ (1914) und ,,Die Grotten von Jerusalem“ (1923) seine Beschäftigung mit den Felsengräbern Palästinas bei Gelegenheit einer Reise im Jahre 1913 erwiesen. Nun gab ihm erneuter Aufenthalt in Jerusalem 1923 und 1925 nochmals Gelegenheit zu eingehenden Studien, deren Resultat obige Schrift mitteilt. Die Hauptaufmerksamkeit Br.s gilt den Felsengräbern, hei denen er festgestellt zu haben meint, daß im Grunde alle bedeutenderen Anlagen dieser

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