Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 71 (1927)
- Issue
- Heft 4
- Article
- [Nachricht]
- Date
- 1927-01-01
- Page
- Seite 238 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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238 Simon Hasmonaers .Herrschaft; F. Gregorovius, die Aufsätze vor und unter Bar Kochba; die Chasarenbriefe (nach Harkavy); Graetz, Samuel Ibn Nagrela; die Märtyrer von Mainz, (nach N. Birnbaum und H. Hermann); die Vertreibung der Juden aus Spanien (gekürzte Wiedergabe der Verfügung über die Vertreibung); S. Luzzatto, die Juden in Venedig 1638; S. Dubnow, die Chmelni-zkikriege; L. Ysaye, Glückei von Hameln; S. Horodetzkv, neuer Glaube; ferner als Urkunden der Emanzipation eine Rede des Abbe Lamoürette in der französischen Nationalversammlung, Urkunden und Reden der von Napoleon einberufenen Notabeinversammlung und eine Denkschrift Wilhelm von Hum־ boldts zugunsten der völligen Gleichberechtigung; ferner Urkunden zum Damaskusprozeß und Max Nordaus Rede auf Theodor Herzl. Elbogen, der die Auswahl und gelegentlich kleine Aenderungen getroffen,, knüpft an diese Urkunden und Darstellungen einen kurzen Rückblick und Ausblick. Es soll vierteljährlich je ein Band zum Vierteljahresbeitrag von 3,75 Mk. (im Inland) erscheinen. Ein weiterer Band, der uns bereits zugegangen ist, S. Poljakoff, Sabbatai Zewi, wird in der nächsten belletristischen Sammelschau besprochen werden. Die Ausstattung beider Bände ist ausgezeichnet. Ferner verzeichnen wir das Erscheinen einer Reihe von Schriften, welche wesentlich bestimmt sind, Nichtjuden ein Bild jüdischer Frömmigkeit zu gehen. Es sind dies: Vorträge des Institutum Judaicum an der Universität Berlin. Erster Jahrgang 1925—26. Gießen, Töpelmann, 1927, 103 S., 3,20 Mk. Greß.mann, der (leider inzwischen der Wissenschaft entrissene) Nachfolger Stracks in der Leitung des Instituts, stellt einleitend den Zweck des Instituts dar und gibt einen Ueberblick über die Geschichte der jüdischen Religion bis zum , Exil. Elbogen schildert das Lebenswerk Esras nach seinen Motiven und vor allem nach seinen Nachwirkungen in der mischnisch-talmudischen Zeit. J. Bergmann stellt das Judentum der hellenistisch-römischen Zeit in der Diaspora und in Palästina dar. Michael Guttmann versucht Verständnis für die Eigenart des Talmud zu wecken, indem er auf. die ,,lebenden Talmudexemplare“, die Aufbewahrer und Vermittler mündlicher Ueberlieferungen, liinweist und einander widersprechende Aeußerungen bezüglich des Thorastudiums der Heiden zeitgeschichtlich erklärt. Julius Guttmann deckt die religiösen Motive auf, welche in Maimonides Umbildung des aristotelisch-neuplatonischen Gottesbegriffes wirksam sind. Leo.Baeck schildert die Anfänge der jüdischen Mystik, wie sie im Talmud, im Sefer Jezira und in den Hechalot-Schriften bemerkbar sind. An einen ähnlichen Leserkreis wendet sich Alfred Jeremias: Jüdische Frömmigkeit (== religionswissenschaftliche Darstellung für die Gegenwart,. Heft 2), Leipzig, Hinrichs, 62 S., 2 Mk. Der Verfasser schildert zunächst die gemeinsamen Bindungen aller jüdischen Richtungen׳? dann ,,die Frömmigkeit des orthodoxen Judentums“, endlich die des Chassidismus. Seine Anschauung hat er sich zu erheblichem Teil während des Krieges gebildet, aber auch sehr ■viel von Apostaten gelernt. Vieles ist schief und irrig; immerhin zeigt er manchmal, daß er einen Hauch vom Geist jüdischer Frömmigkeit verspürt hat. In der Reihe ,,Aus der Welt der Religion“, unter Mitwirkung von Rudolf Otto und Friedrich Niebergall, herausgegeben von Gustav Mensching^. behandelt Else Schubert-Christaller ״Den Gottesdienst der Synagoge, seinen Aufbau und seinen Sinn“, Gießen, Töpelmann, 1927, 82 S. Es ist wohl die vollständigste Auswahl von. Gebeten für Werktag, Sabbat, Wallfahrtsfeste (nach der Verf. ,,Hauptfeste‘4) und ,,die furchtbaren Tage“. Die Einleitungen bieten den Juden nichts Neues, heben aber in sehr beachtenswerter Weise das für Christen Bemerkenswerte heraus. Die Uebersetzung ist durchweg wohl erwogen, wenn man auch über . Einzelnes anderer Meinung sein kann. Endlich verzeichnen wir die Begründung einer Jüdischen Jugendbücher ei unter Mitwirkung der Jugendschriftenkommission der Großloge für Deutschland U. O. B. B. Es erscheinen zwei Reihen: die erste wird von Dr. A. Galliner in Frankfurt a,. M., die zweite von Dr. E. Iv 1 i b a n s k y in Breslau herausgegeben. Von der ersten Reihe erschien: A. Galliner, Max Liebermann, der Künstler und der Führer (Doppelheft. 64 S. und zahlreiche Bildertafeln) und H. Freudenberger, Im Kampf um die Menschenrechte (54. S. mit Bilderbeigaben; enthält Stücke aus Emanzipationsschriften von Manasse bän Israel, Montesquieu, Dohm, Mendelssohn, Mirabeau, G. Riesser u. a.;; ‘ von der zweiten Max Brod, David Reubeni in Portugal (aus dem