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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1927-01-01 · Heft 4 · p. Seite 234

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
71 (1927)
Issue
Heft 4
Article
[Rezension]
Date
1927-01-01
Page
Seite 234 (sequence 2)
Language
German
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biblischen und palästinensischen Geschichte von der Zeit um 1400 v. Chr. an bis hinab in die ersten nachchristlichen Jahrhunderte. Die am Schluß des Atlas stehende Karte zeigt ״das heutige Palästina,“ (vgl. auch Nr. 14 I), insbesondere die Siedlungsverhältnisse des Landes in unseren Tagen. Um gleich bei dieser Karte ein wenig zu verweilen, sei einerseits die meisterhafte Zeichnung des Geländes und die Genauigkeit der arabischen Ortsbezeichnungen hervorgehoben; andererseits kann jedoch die Bemerkung nicht unterdrückt werden, daß das jüdische Siedlungswerk nicht genügend berücksichtigt worden ist. Während z. B. das ganz unbedeutende arabische Dorf Mfalul in Untergaliläa eingetragen ist, fehlt die unweit davon errichtete große und schöne jüdische Kolonie: N ahal al, wie überhaupt von der Besiedlung des Emek- Jesreel keine Notiz genommen wurde. Es wäre dringend zu wünschen, daß m einer hoffentlich bald' nötig werdenden Neuauflage diese Mängel beseitigt werden. — Neu hinzugekommen sind die Karten auf Fol. 2a: der Boden Jerusalems vor der Besiedlung (1 : 14 000 mit Höhenkurven von 5 zu 5 m) und die beiden Nebenkarten: Umgehung von Sichern und Samaria. Da bei den letzteren auch die alten historischen Namen eingetragen worden sind, so sollte neben B a 1 ä t ä auch P 1 a t a n u s (ZDPY 1912, 38 f.) stehen. — Bezüglich der Umgebung Samarias möchte ich dem Wunsch Ausdruck geben, daß (etwa auf Karte Nr. 3) die wichtigsten und sicher festzustellenden Orte der Ostralca von S. eingetragen werden (vgl. Albright JPOS Y, 38 ff.) — Prachtvolle Karten sind Folio Nr. 5 und Nr. 19 zu finden. Freilich kann die kleine Karte (II): Palästina nach 70 kein erschöpfendes Bild der Siedlungsverhältnisse nach dem Aufhören des jüdischen Staates bieten. Es fällt auch auf, daß hier fast nur gräzisierte Namen erscheinen, während die alteingesessene jüdische Bevölkerung, die zum größten Teil im Lande verblieb., sich nur der hebräischen Namen bediente, was aus zahlreichen Stellen der Mischna und Tosefta klar zu ersehen ist. Den tatsächlichen Verhältnissen wurde mehr Rechnung getragen bei der Beschriftung der sehr schönen Spezialkarte Nr. 13: Galiläa. Auf Einzelheiten kann ich mit Rücksicht auf den mir zur Verfügung gestellten Raum nicht eingehen1; doch möchte ich bemerken, daß bei der Ansetzung der in der talmudischen Literatur genannten Ortschaften die neuesten Forschungen mehr Berücksichtigung verdienten (vgl. Dalmans Orte und Wege Jesu, ■3. Auflage, und des Referenten Palästina-Studien Heft I—II). Vielleicht wäre es angebracht, . in einer Neuauflage die S y n ׳a g 0 g e n r u i ■n e n Galiläas und des Ostjordanlandes (wie dies auf der von B r a w e r-Jerusalem im Vor- Jahre erschienenen hebräischen Karte geschah) durch ein besonderes Zeichen kenntlich zu machen. Diese kleinen Ausstellungen wollen natürlich nicht den überragenden Wert dieses im Inhalt wie in technischer Ausführung gleich glänzenden Werkes herabsetzen. Man legt den Gutheschen Bibelatlas mit dankbarem Gefühl •aus der Hand, um immer wieder zu ihm zurückzukehren. S. Klein. -שמעין ברנפלד, כפר הדמעות, מאורעות הגזרות והרדיפות והשמדות. כרך ראשון מזמן אנטיובום אפיפגם עד גרוש היהודים מאנגליה. כרך שיני מזמן גזרת רינדפלייש עד שרפת האנוסים. באנקוגה 3נ״ח—שי״ו לאלץ הששס. הוצאת "אשכול" ברלין תרפ״ד. Der Verfasser beabsichtigt, wie er in der Einleitung־ bemerkt, mit diesem. Buch die Martyrologie des jüdischen Volkes zu schaffen. Er will nicht eine historische Darstellung geben, sondern die ursprünglichen Erzählungen selber sprechen lassen, die in unserer historischen und poetischen Literatur enthalten sind, ״jene Naturlaute, die aus dem vor Schmerz sich zusammenkrampfenden und erbebenden Herzen dringen“. An erster Stelle kommen mit Recht die Blutzeugen aus der Zeit der Hasmonaer und des Bar Kochba zu Worte, die Prototypen des mittelalterlichen Märtyrertums. Darauf folgen aus dem Arabischen übertragene Berichte über die Leiden der arabischen Juden zur Zeit Mohammeds. Das ist eine kleine Abweichung von der ge״ stellten Aufgabe, die jüdischen Stimmen sprechen zu lassen. B. wollte aber die Lage der Juden unter der Herrschaft des Islam charakterisieren, bevor er zur Geschichte des jüdischen Martyriums im christlichen Mittelalter überging, welcher der Hauptteil des ersten Bandes und der ganze zweite Band gewidmet ist. Man muß fragen, warum es so ganz an Aeußerungen;aus 1 Eine topographische Frage: ,,Der Berg Asamon“ soll in einem besonderen Aufsatz besprochen werden.

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