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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1927-01-01 · Heft 3 · p. Seite 157

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
71 (1927)
Issue
Heft 3
Article
Geschäftsbericht [der Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaft des Judentums] für das Jahr 1926
Date
1927-01-01
Page
Seite 157 (sequence 2)
Language
German
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157 Ferner hat Herr Professor Dr. Berkowitz, Bielitz aus Gesundheitsrticksichten sein Amt niedergelegt und als seinen Nachfolger Herrn Rabbiner Dr. Bauin Z y w i e c vorgeschlagen. Die Herren Vertrauensmänner nehmen mit anerkennenswertem Eifer die Interessen unserer Gesellschaft wahr. Es sei ihnen auch an dieser Stelle unser aufrichtigster Dank ausgesprochen. Der Vorstand läßt keine Gelegenheit vorübergehen, eitrigst Propaganda für die Gesellschaft zu treiben. So haben wir vor Jahresfrist die Anwesenheit unserer Ausschußmitglieder, der Herren Professor Dr. Blau aus.B u d a p e s t, Bibliothekar A. S. Öko aus Cincinnati und Professor Dr. Schorr aus Warschau benutzt, um mit ihnen die Angelegenheiten der Gesellschaft zu besprechen. Ebenso haben die Herren Sobernheim und Elbogen bei ihrer Anwesenheit in London im Juli 1926 in einer dortigen Versammlung im Hause unseres rührigen Vertrauensmannes Mr. Oscar Philipp unter Vorsitz des Herrn Chief Rabbi Dr. Hertz Fühlung mit unsern Londoner Mitgliedern genommen. Der Herr Chief Rabbi stellte bei dieser Gelegenheit in Aussicht, die Zahl der Mitglieder in London auf mindestens 100 zu :steigern — was sich freilich bisher leider noch nicht hat in die Tat umsetzen lassen. Hingegen hat die mit Herrn Öko verabredete Propaganda in den Vereinigten Staaten bereits ihre Früchte getragen. Vom Hebrew Union College in Cincinnati ging ein Betrag von 100 Dollar, von der Gemeinde Anshe Ghesed in Erie, Pennsylvania, 25 Dollar ein und außerdem haben sich eine Anzahl neuer Mitglieder gemeldet. Auch hier sind wir überzeugt, daß die Erfolge sich in naher Zukunft noch verstärken werden. Wir haben uns ferner in Deutschland und Deutsch ־ Oesterreich an nahezu 200 Gemeinden mit Subventionsgesuchen gewandt und haben auch von insgesamt 7$ Gemeinden Beiträge zwischen 15 und 400 Mk., von der Berliner Gemeinde eine besondere Subvention von 1000 Mk. erhalten. Dabei ist zu beachten, daß die Preußischen Gemeinden sich zuiri großen Teil ihrer Beitragspflicht für enthoben halten, weil der Preußische Landesverband jüdischer Gemeinden für derartige Subventionen als zuständig gilt. Tatsächlich hat der Landesverband auch zweimal in seinen Etat Subventionen für die Gesellschaft eingestellt, für 1925/26 =2200 ־־ Mk., für 1926/2ל sogar 5000 Mk. Allein von diesen Beträgen sind bisher im Ganzen 4000 Mk. als Vorschuß an uns gezahlt worden und wir sehen der weiteren Entwickelung der Dinge entgegen. Besser zu funktionieren scheint der Verband der Bayerischen israelitischen Gemeinden, der uns sogar ohne Antrag 500. Mk. bewilligt und auch übersandt hat. Ebenso haben wir uns an sämtliche Bnei Brith-Logen in Deutschland und in der Tschechoslovakei mit Subventionsgesuchen gewandt. Von 112 Gesuchen haben 66 zustimmend geantwortet und Beiträge zwischen 15 Mk. und 300 Mk. gesandt. Unsere Gesellschaft steht im Prinzip auf dem Standpunkt, daß sie aus ihren eigenen Mitteln und nicht aus Subventionen sich erhalten will. Andererseits müssen wir aber eine moralische Verpflichtung der Verbände und Gemeinden, uns zu unterstützen, daraus herleiten, daß wir einer großen Anzahl zahlungsunfähiger Mitglieder den Beitrag vollständig erlassen oder bis zur Hälfte ermäßigen, und daß sich darunter vielfach, sogar vielleicht in der Mehrzahl, Rabbiner kleiner Gemeinden, Lehrer und Lehrerinnen, Studenten der Theologie, Studentenvereine, Lesehallen usw. befinden, daß ferner ständig Gesuche um Subventionierung oder Veröffentlichung von Büchern an uns herantreten, deren Verbreitung im Interesse des Gesamtjudentums liegt. Wie sehr man gerade in dem Kreise der Lehrer unsere Tätigkeit wertet, dafür haben wir sehr schätzbare Beweise, insofern der Verein israelitischer Lehrerin Schlesien auf seiner letzten Hauptversammlung und die Wissenschaftliehe Vereinigung jüdischer Lehrer und Lehrerinnen in Berlin durch eine Notiz in ihren ,,Mitteilungen.“ ihre Mitglieder zum Eintritt in unsere Gesellschaft aufgefordert haben. Auch in den Zeitungen haben wir regelmäßig auf unsere Gesellschaft hingewiesen. Die jüdischen Zeitungen erhalten neuerdings von uns eine kurze Inhaltsangabe des neu erscheinenden Heftes der Monatsschrift mit einem Hinweis auf die Art des. Beitritts zur Gesellschaft. Im letzten Jahre hat uns Herr Hans Lachmann -Mos s e einen Beitrag von 1000 Mk. überwiesen. Er hatte schon früher die Rechte eines Stifters bei unserer Gesellschaft erworben, und hat nun in hochherziger Weise

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