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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1927-01-01 · Heft 3 · p. Seite 146

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
71 (1927)
Issue
Heft 3
Article
Methode Toussaint-Langenscheidt, Hebräisch [Rezension]
Date
1927-01-01
Page
Seite 146 (sequence 2)
Language
German
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Verfasser der hebräischen Unterrichtsbriefe, Prof. Dr. Carl Willing, verfolgt den Zweck, ,,das Studium des Alten Testamentes in der Ursprache den weitesten Kreisen des deutschen Volkes zugänglich zu machen“. Dieses Ziel wird für den einigermaßen fleißigen und ausdauernden Leser in einem Grade erreicht, der weit über das hinausgeht, was durch den bisherigen Schulunterricht (auch auf jüdischer Seite) geschaffen wurde. Obwohl beim Leser nicht mehr als die Beherrschung der deutschen Muttersprache vorausgesetzt wird, erhält er ein tiefes Verständnis für die hebräische Sprache, deren Grammatik der Verfasser entsprechend den neuesten wissenschaftlichen Ergebnissen unter Anwendung der historischen Betrachtungsweise außerordentlich lebendig und anziehend zu gestalten wußte. Ein nicht geringer Teil der hebräischen Bibel wird in den Briefen selber vermittelt. Der Zugang zu den übrigen Teilen ist durch den Erwerb einer exakten Arbeitsmethode, eines: großen Wörterschatzes, weiterhin durch die Erlernung der Wörterbuchbenutzung und des Gebrauchs vieler Hilfsmittel der alttestamentlichen Forschung gesichert. Das Lesen unpunktierter Texte wird vom ersten Briefe ab geübt; die religionsgeschichtliehen und sonstigen sachlichen Erörterungen eröffnen einen weiten Horizont. Originell ist zum Teil die Bezeichnung der Vokale, so z. B. des kurzen Qames, das auch in der sephardischen Aussprache als o gesprochen wird, durch ein Qames-Zeichen, dessen senkrechter Strich durch ein Kreis’chen ersetzt ist. Dies ließe sich vielleicht für alle punktierten hebräischen Drucke, besonders die in der Schule gebräuchlichen, zur Verwendung empfehlen. Zu seiner Rechtfertigung weist der Verfasser darauf hin, daß in manchen älteren hebräischen Handschriften Qames hatuph auch da* wo es nicht unter Laryngalis steht, stets durch das Qames-Zeichen mit Vorgesetztem Söwa wiedergegeben wurde. Del: Verfasser behandelt die Bibel nach den. Gesichtspunkten der Christliehen Bibelkritik. Dieser Umstand mahnt auf jüdischer Seite zu einer gewissen Vorsicht im Gebrauch der Unterrichtsbriefe, die in methodischer Hinsicht, wie sämtliche Langenscheidtschen Unterrichtsbriefe nur zu empfehlen sind. Zur Erlernung des Neuhebräischen ist das Werk nicht geeignet. Dies widerspricht durchaus nicht der Absicht des Verfassers, obwohl er an einigen Stellen, zum Teil sehr eingehend, auf die Unterschiede zwischen der Grammatik des biblischen Hebräisch und des.Neuhebräischen hinweist. Er selbst verweist im Abschnitt 320, 4 auf das Werk von Moses Rath, ש&ת עמנו als vorzüglich geeignet zur Erlernung des Neuhebräischen. Vielleicht wird sich der Langenscheidtsche Verlag einmal entschließen, nach seiner hervorragenden Methode auch das Neuhebräische zu bearbeiten. Dr. E. Schorsch. Flavins Josephus: Die Belagerung und Erstürmung Jerusalems, mit 48 Holzschnitten von K a r 1 Rössin g, 0. C. Recht Verlag, München 1923. Das vorliegende Buch ist als erster Handpressendruck des O. G. Recht und des Orchis-Verlages München in den Münchner Buchwerkstätten Dr. Noethe & Co. auf der Handpresse abgezogen. Die Titel, Initialen und Bchlußstpcke wurden von Karl Rössing geschnitten und abgezogen; Diese Holzschnitte geben dem Werke einen besonderen Wert. Die Uebersetzung selbst (des fünften und sechsten Buches von Josephus’ jüdischem. Krieg) ist zwar frei, tut aber dem Original keine Gewalt an. Der Gedanke des Josephus %ird immer im Sinne des; Originals wiedergegeben, wiewohl die Worte nicht genau, d. h. wortgetreu übersetzt sind. Die Uebersetzung zeichnet sich durch ihre lebhafte Sprache, durch s,ehr lebendige Wiedergabe der Bilder und Vergleiche und wird so dem Josephus durchaus gerecht. Sie nennt, wohl absichtlich, weder Buch, noch Kapitel, noch Paragraphen des Originals und liest sich wie eine flott geschriebene, selbst erlebte Kriegsschilderung. Der ganze Ton in der Sprache, die rechte Färbung in den Reden ist sehr gut getroffen. Es darf aber nicht unerwähnt bleiben, daß hierbei Ausdrücke unterlaufen sind, die Josephus sicher nicht gemeint hat, wie auch Bilder, die wegen des Anschlusses an das Original löblich, sonst aber zu kühn sind. So kommt mir die Vorstellung merkwürdig vor (S. 85): Die Sehnen der Römer aber stählte der Blick auf ihren Ruhm, veranlaßt durch Josephus V, 488 rPa>^atoy<; l׳t 0 vca a e v euÖeh; B0£7]<;; schief dürfte auch folgendes Bild sein (S. 115): ,,Er aber schoß wie ein We t t e rs t r ah l, bald dahin, bald dorthin“, wo. Jos. $tc^T.c»v hat• Wendüngen wie (S. 64) pardonnieren,. oder. (S. 111) entpuppte sich, oder ($. 159)

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