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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1927-01-01 · Heft 3 · p. Seite 145

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
71 (1927)
Issue
Heft 3
Article
[Rezension]
Date
1927-01-01
Page
Seite 145 (sequence 2)
Language
German
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Fragen, die Chronologie des Alten Testamentes betreffend, ein, indem er hier verschiedene vorliegende Schwierigkeiten und die dazu geäußerten Theorien bespricht. Unter den vom Verf. wiedergegebenen und besprochenen keilinschriftliehen Quellen sind zweifellos die beiden Arten der sog. assyrischen Eponymenlisten, die wir eigentlich nach dem assyrischen Worte limu (Bezeichnung eines Beamten, der an den apywv eictovujioc der Griechen erinnert) limu-Listen nennen müßten, von der größten Bedeutung. Dieselben bringen die Namen der ״limu“ genannten Beamten vom Jahre 893—667 v. Chr., in der 2. Gattung dieser Listen überdies Anmerkungen über die wichtigsten Ereignisse jedes einzelnen Jahres. Da ist nun das Jahr, das nach dem limu Purilusagalle benannt ist, für uns von einer ganz besonderen Bedeutung geworden. Zu demselben finde t sich nämlich in der 2. Gattung unserer limu-Listen die Bemerkung, daß in diesem Jahre eine Sonnenfinsternis stattfand. Die Astronomen haben nun ausgerechnet, daß diese nur die Finsternis vom Jahre 763 v. Chr. sein kann. Damit haben wir in diesen limu-Listen auch ein Jahr in unserer Aera verankert, und da zu anderen Ereignissen der einzelnen limu-Jahre Parallelen aus der alttestamentlichen Königsgeschichte vorhanden sind, so geben uns diese limu-Listen auch sichere Anhaltspunkte für die israelitisch-jüdische Chronologie. - Das Buch ist infolge von Publikationen der letzten Jahre etwas veraltet. Ich nenne nur die von Langdon jüngst herausgegebenen chronologischen Texte der Weld-Blundell-Collection, Yol. II, Oxford 1923. — Trotzdem wird diese Arbeit ihren bleibenden Wert behalten und hoffentlich bald in einer neuen und erweiterten Auflage erscheinen. Breslau. _ A. Jirku. , ׳ ׳ ■f Altorientalische Bibliothek, hrsg. von Franz M. Th. Böhl, Bruno Meißner, Ernst Fr. W e i d n e r. I. Bd.: Die Inschriften der alt assyrischen Könige. Bearbeitet von E. E b e 1 i n g, B. Meißner, E. F. Weidner. Durch viele Jahrzehnte hindurch war die ״Keiiinschriftliche Bibliothek“ (Bd. 1—6) d a s Sammelwerk, das die assyrischen und babylonischen Keilschrifttexte in möglichster Vollständigkeit in Umschrift und Uebersetzung sammelte und dieselben dadurch jedermann bequem zugänglich machte. Vor dem Kriege versuchte die ״Vorderasiatische Bibliothek“ an die Stelle der schon veralteten ״Keilinschriftlichen Bibliothek“ zu treten, welches Unternehmen aber infolge der schwierigen äußeren Verhältnisse der letzten 10 Jahra nicht über die ersten Anfänge hinauskam. So ist es nur dankbar zu begrüßen, wenn die oben genannten Herausgeber uns einen schon lange notwendigen Ersatz für die ״Keilinschriftliche Bibliothek“ schenken wollen. Der I. nunmehr vorliegende Band der neuen Sammlung bringt:dih? In- Schriften der altassyriseben Könige von den ältesten Zeiten bis Sälmänassar 1. (13. Jhd. v. Chr.) in Umschrift und Uebersetzung, versehen mit historischgeographischen und philologischen Fußnoten; gerade die Sammlung und Neu- Herausgabe dieser Inschriften ist von großem Werte, da sich ihre Zahl in den letzten Jahren bedeutend vermehrt hat. Für den am Alten Testamente und der Geschichte Israels Interessierten scheint mir nur eine Stelle in diesen Inschriften bedeutungsvoll zu sein. Sie findet sich in einer Inschrift Sam§i־Adads I. (VIII, 1; Rs. 12ff.), wo es heißt: ״Meinen großen Namen und meine Steininschriften habe ich im Lande Laban an der Küste des großen Meeres fürwahr aufgestellt.“ Wenn das hier genannte Land Laban wirklich, wie schon die Herausgeber annehmen, das Gebirge Libanon sein sollte, so läge hier die älteste Bezeugung dieses Landschaftsnamens vor. Desgleichen hätten schon damals die assyrischen Könige am Mittelländischen Meere ihre Bildsäulen aufgestellt, was uns für die spätere Zeit durch die Denkmäler am Nahr-el-Kelb so schön bezeugt ist. Breslau. , Jirku. Methode Toussaint>Langenscheidt, Hebräisch. Zu den bisher nach der Methode Toussaint-Langenscheidt für das Selbst- Studium Erwachsener behandelten zahlreichen Sprachen hat die Langenscheidtsehe Verlagsbuchhandlung nun auch die hebräische Sprache gefügt, Der Monatsschrift, 71 י Jahrgang. Iß

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