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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1925-01-01 · Heft 6 · p. Seite 398

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
69 (1925)
Issue
Heft 6
Article
[Nachricht]
Date
1925-01-01
Page
Seite 398 (sequence 2)
Language
German
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398 zu kennen, — von iranischen Einflüssen (S. 151, 6) ohne Erwähnung von Reitzensteins Erlösungsmysterium usw. Daher konnte er den alphabetischen Index der ersten Auflage nebst Seitenzahlen ruhig abdrucken: die paar (im Index nicht erwähnten) Anspielungen auf Boussets Schulbetrieb (S. 56, 2; 87, 2; 164, 1; 262, 8) enthalten keine Auseinandersetzung. Wer sich über den Stand der Forschung orientieren will, wird nicht zu dem Buche greifen dürfen. Der kleine Blockhaus, Handbuch des Wissens in einem Bande. Lieferung 2—7 (Boltzmann—Primas), Leipzig, F. A. Brockhaus, je 80 S. mit zahlreichen Karten, bunten und einfarbigen Abbildungen zu 1,90. M. Franz Dornseiff, Das Alphabet, 2. Aufl. Leipzig (Teubner) 1925,195 Seiten. Es ist sehr erfreulich, daß das MGWJ. 1928 S. 279 besprochene Buch schon eine 2. Aufl. erlebt hat. Sie unterscheidet sich von der ersten nur durch eine Vermehrung der Nachträge; auch manches Jüdische ist, namentlich auf Grund von Mitteilungen Eislers, hinzugefügt; immerhin bleibt noch manches zu ergänzen und zu berichtigen. Hans Meyer, Geschichte der alten Philosophie, München (Kösel & Pustet)' 1925, 510 Seiten. Das Buch bildet den 10. Bd. der katholischen ,,philo« sophischen Handbibliothek“. Damit mag es Zusammenhängen, daß die reiigionsphilosophischen Bestandteile der Systeme eingehend gewürdigt, dem jüdischen Hellenismus eine besonders verständnisvolle Würdigung zuteil wird und daß die Darstellung des Aristoteles entsprechend seiner besonderen Bedeutung für die Scholastik einen sehr breiten Raum einnimmt. Liegt hierin für den jüdischen Leser, zumal den an der Geschichte der mittelalterlichen Philosophie interessierten, nur ein Vorteil, so ist besonders an zuerkenne 11, daß die Fehler zahlreicher katholischer Darstellungen bei diesem Buch sich nicht finden und daß der Verfasser (z. B. S. 276,1) von den Versuchen, die Scholastik in Aristoteles hineinzudeuten, entschieden abrückt. Das faßlich geschriebene und mit gut gewählten Literaturangaben versehene Buch kann durchaus empfohlen werden. Samuel Nirenstein, The problem of the existence of God in Maimonides״ Alanus and Averröes, A study in the religious philosophy of the, twelfth Century. Philadelphia 1924. Die drei Denker, deren Gottesbeweise Nirenstein behandelt, sind von ihm als Repräsentanten der jüdischen, christlichen und muhammedanischen Philosophie des 12. Jahrhunderts ausgewählt. Dabei hätte er freilich nicht übersehen dürfen, daß der Tractat ,,De arte catholicae Fidei“, nach dem er die Gotteslehre des Alanus darstellt, seit der eingehenden Untersuchung Grabmanns (Geschichte der scholastischen Methode II, S. 459 ff.) allgemein nicht dem Alanus sondern seinem Zeitgenossen Nicolaus von Amiens zugesprochen wird, der darum statt des Alanus zu nennen gewesen wäre. Für den Zweck der vorliegenden Arbeit, der es um den Tractat und nicht um seinen Autor zu tun ist, macht dies Versehen indessen wenig aus. Bedenklicher ist es, daß die Gottesbeweise des Averröes nur nach seiner ,,Philosophie und Theologie“, die allein die populären Argumente bringen will, behandelt werden und die ,wissenschaftlichen Beweise seiner eigentlichen Lehrschriften ganz; unberücksichtigt bleiben. Vor allem aber begnügt sich Nirenstein mit einem zwar im allgemeinen korrekten aber sehr äußerlichen Referat über die Ansichten der drei Philosophen, ohne eine tiefere Analyse ihrer gedanklichen Motive oder eine Einordnung ihrer Beweisführung in die geschichtliche Entwicklung des Problems zu versuchen, die allein ihre Vergleichung hätte lohnend machen können. Wie die mittelalterlichen Gottesbeweise problemgeschichtlich zu behandeln sind, hätte dem Verf. neben Grunwalds ״Geschichte der Gottes beweise im Mittelalter“ vor allem der ihm scheinbar ganz unbekannt gebliebene meisterhafte Ueberblick über die Entwicklung der verschiedenen Argumente in Bäumkers Witelo zeigen können. J. G. S. Rothschild, Die Abgaben und die Schuldenlast der Wormser jüdischen Gemeinde 1563—1854. Ohne Ort und Jahr (Worms 1925), V und 43 S. Im Anschluß an sein Buch ״Beamte der Wormser jüdischen Gemeinde“ (vgL MGWJ 1921, S. 187 ff.) bringt der Verf. lehrreiches Aktenmaterial über die ordentlichen und außerordentlichen Abgaben der Wormser Juden im Mittelalter und zu Anfang der Neuzeit, sowie über die sehr gewaltsamen Mittel, deren sich die Städte zum Eiiitreiben dieser Abgaben bedienten. Ende des

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