Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 69 (1925)
- Issue
- Heft 5
- Article
- Bemerkungen zum Verbum denominativum im Hebräischen
- Date
- 1925-01-01
- Page
- Seite 230 (sequence 8)
- Language
- German
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230 Zahn (nicht bei G.), Q. Dt 3214; Pi, Hithpo, Ps 7321. Gesäß, Targ. u. Syr. asti weben. Arab. von hinten stoßen. עתל Urin H. (nicht bei G.) I S 2522 u. ö. nb Sabb. 134 ro. Psalm 110. Von Hermann B a n e t h in Gablonz a. N. Den in der Ueberschrift genannten Psalm hat kein anderer als Dawid selbst gesungen. Er sang ihn, bevor die Schlacht am Gilboa geschlagen wurde, in welcher sich Saul und Akisch gegenüberstanden1. Dawid steht mit Herz und Seele auf seiten Israels, wenn er auch diesem nicht mit der Waffe in der Hand beistehen kann. Sorge erfüllt ihn um den Ausgang des bevorstehenden Entscheidungskampfes, von dem das Glück des Volkes abhängt, über das er selbst einmal herrschen wird2. Er kennt einerseits die Kampfstärke der Philistäer, andererseits aber auch das Alter und die krankhafte Gemütsstimmung Sauls, die diesen zur Führung eines Heeres weniger geeignet machen. Um seine Besorgtheit zu verscheuchen, singt er nun sein Lied. Und da sind es in der Hauptsache zwei Gedanken, bei welchen er Trost und Beruhigung sucht. Saul ist ihm der von Gott selbst eingesetzte König, so . daß Gott ihn nicht im Stiche lassen wird. Dazu kommt die andere Tröstung, daß der Entscheidüngskampf in derselben Gegend stattfinden soll, in welcher bereits früher zwei Schlachten gegen übermächtige Feinde zu Gunsten Israels entschieden worden waren, die eine durch. Barak gegen Sisera, die andere durch Gideon gegen die Midjaniter. Wie Gott dort auf wunderbare Weise Israel beistand, so werde er ihm auch hier beistehen. Daß aber Dawid gerade aus diesen beiden Siegen Israels frohe Zuversicht schöpft, darf umsoweniger wundernehmen, als noch viel später der Dichter des 83. Psalms (V. 10 ff.) auf jene und nur auf jene sich beruft. Der Psalm zerfällt deutlich in zwei Teile (1—4 und 5—7), von denen jeder mit der Zuversicht beginnt, daß Gott den Angeredeten schützt. Im ersten Teil zerstreut Dawid seine Furcht, daß Saul wegen seines Alters3 sich zum siegenden Heerführer nicht mehr eigne, im zweiten die Sorge, die ihm die Stärke des Gegners einflößt, der von langer Hand den Kriegszug gegen Israel vorbereitet hat. 1 I Sam 29. 2 Als der vom Propheten gesalbte Nachfolger Sauls muß er wünschen, daß das Volk, das er dereinst führen werde, frei sei und nicht geknechtet. Daß er aus dem Heere der Philistäer entlassen wurde, dürfte er eher mit Genugtuung begrüßt, denn als Kränkung hingenommen haben, trotz I Sam 298. Hatte er sich doch das kluge Wort Abigails (das. 2531-ff.) zu eigen gemacht und danach gehandelt (das. 278 ff)! 3 Wie alt Saul geworden ist, läßt sich einwandfrei nicht mehr bestimmen. Mehr als 60 Jahre wird man ihm kaum geben dürfen. Aber auch diese Zahl scheint mir zu hoch gegriffen mit Rücksicht auf V. 3 unseres Psalms, der an Saul hervorhebt, daß ״Jugendtau“ auf ihm liege.