Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 69 (1925)
- Issue
- Heft 3
- Article
- Protokoll der Hauptversammlung [der Gesellschaft zur Förderung des Judentums] vom 18. Februar 1925 [Nachricht] / Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaft des Judentums
- Date
- 1925-01-01
- Page
- Seite 127 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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Nach Erledigung der geschäftlichen Angelegenheit hält Herr Rabbiner Dr. Vogelstein-Breslau einen Vortrag über: ,,Religion und Staat im nachexilischen Judentum.66 An die Sitzung, die um 9'%-Uhr zu Ende ist, schließt sich ein geselliges Beisammensein. gez. Sobernheim. gez. Elbogen. Protokoll der Ausschußsitzung vom 18. Februar 1925, abends 9% Uhr, im Logenhaus, Berlin W., Kleiststraße 10. Anwesend: Baeck, Elbogen, Guttmann, Karger, Mittwoch, Nathan- Hamburg, Sobernheim, Vogelstein-Breslau, Weil, Weiße. Der Ausschuß konstituiert sich. Der Vorstand wird in seiner bisherigen Zusammensetzung einstimmig wiedergewählt. Schluß der Sitzung %10 Uhr. gez. Sobernheim. gez. Elbogen. Aufruf Wir werden um die Veröffentlichung folgenden Aufrufs gebeten: Der 9. Juni 1925 ist Gustaf Dalmans siebzigster Geburtstag. Viele über die ganze Welt hin werden an diesem Tage dankbar seiner gedenken als eines Allmeisters der Palästina-Wissenschaft, die einen als seine unmittelbaren Schüler, die anderen, weil sie durch seine Werke seine Schüler und Verehrer geworden sind. Die Unterzeichneten haben sich in dem Wunsche zusammen gefunden, daß ihm der Dank diese r großen Schar von Freunden, Verehrern und Schülern zum Ausdruck gebracht, und daß diesem Dank eine bleibende Gestalt gegeben werden möchte. Dalman selbst hat an der Greifswalder Universität in den letzten Jahren die Anfänge eines Palästina-Institutes ins Leben gerufen; hier ist die Stätte, wo er durch besonderen Lehrauftrag der preußischen Regierung auch nach seiner Emeritierung noch lehrend wirkt. Gegenwärtig steht das Institut noch in sehr bescheidenen Anfängen. Es wird für ihn keine größere Freude geben können, als wenn aus Anlaß seines siebzigsten Geburtstages eine Möglichkeit geschaffen wird, dies Institut zu stützen und auszubauen. Dazu rufen wir seine Freunde in allen Ländern auf: mit einer ,,Gustaf-Dalman- Stiftung66 sollen sie helien, das Institut zu einem ״Gustaf-Dalman-Institut“ auszugestalten. Das mag der Geburtstagsgruß und der Dank an den Gefeierten sein. In dem ״Gustaf-Dalman-Institut66 sollen dann diejenigen Zweige der theologischen Forschung eine bleibende Pflegestätte finden, in denen Gustaf Dalman bahnbrechend gewesen ist: die Palästinakunde und die Geschichte und Religion des palästinischen Juden* tu ms in ihrem Zusammenhang mit der Bibelwissenschaft. An seinem Geburtstag wird ihm das Stiftungskapital überreicht werden, zugleich mit einer ganz schlichten Geburtstagsadresse, in der nur die Namen derer aufgezählt sind, die durch Beiträge an der Stiftung sich beteiligt haben. Professor Dr. Albrecht Alt (Leipzig); Professor Dr. W. F. Albright, Director, American School of Oriental Research (Jerusalem); Professor Dr. Erik Aurelius (Lund); Professor Dr. Franz M. Th. Böhl (Groningen); Professor Dr. Lyder Brun (Kristiania); Professor Dr. G. Adolf Deissmann (Berlin); Professor Dr. Ismar Elbogen (Berlin); Dr. Joh. de Groot (Haag); Professor Dr. F. W. Grosheide (Amsterdam); Lic. Hertzberg, (Jerusalem); Professor Dr. Arthur Hjelt (Helsingfors); Professor Dr. Paul Kahle (Bonn); Professor Dr. Gerhard