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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1925-01-01 · Heft 3 · p. Seite 123

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
69 (1925)
Issue
Heft 3
Article
[Rezension] / Warschauer, Adolf
Date
1925-01-01
Page
Seite 123 (sequence 1)
Language
German
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IRI
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123 M. Läuberts Die Verwaltung der Provinz Posen 1815—47. Breslau, Priebatsch 1923. 8°. Kap. 23: Das Judenwesen. Der Verfasser hat in den letzten zwanzig Jahren eine kaum übersehbare Fülle von größeren und kleineren Abhandlungen aus der Geschichte der Provinz Posen in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts veröffentlicht. Diese Tätigkeit krönt er gewissermaßen durch das vorliegende zusammen fassen de Werk, das ursprünglich auf drei Bände berechnet war, unter dem Einfluß der jetzigen Verhältnisse aber auf einen mäßigen Band zusammerigeschrumpft ist. Unter dem Zwange, den ungeheuren, auf sorgfältigen archivalischen Studien sich aufbauenden Stoff in einen so engen Rahmen einzuspannen, hat die Darstellung eine taciteisch anmutende Kürze angenommen, in der die Sätze knapp die Gedanken decken. Auch das uns hier besonders interessierende Kapitel über das Judenwesen ist trotz seines erstaunlichen Inhaltes auf 10 Seiten erledigt. Einleitend wird die Organisation des Judenwesens im Netzedistrikt, in Südpreußen, und zuletzt im Herzogtum Warschau behandelt, wo mit dem Code Napoleon die Gleichberechtigung zwar eingeführt, kurze Zeit darauf aber für 10 Jahre suspendiert wurde. Weiterhin führt uns der Verfasser mit kundiger Hand durch die verwickelten, bisher noch von keinem Vorgänger beleuchteten Pfade, welche in die berühmte Flottwellsche Sondergesetzgebung für die Juden des Großherzogtums Posen vom 1. Juli 1833 einmündeten. Es folgen kulturhistorisch besonders interessante Abschnitte über die Schwierigkeiten der Ausführung dieses Gesetzes, das die Juden zu einem deutschen Ferment der Bevölkerung umgemodelt hat, über die Zänkereien, die das Gemeindeleben, vornehmlich bei den Rabbiner• wählen beherrschen, über die Stimmung der Christen gegen die Juden, die Entwicklung der Frage ihrer Dienstpflicht, ihre Freizügigkeit u. a. m. Den Schluß bildet die Entstehungsgeschichte der Sonderbestimmungen für die Posener Juden in dem allgemeinen preußischen Judengesetz vom 23. Juli 1847, mit denen die Umwälzungen des Jahres 1848 ebenfalls aufräumten. A. Warschauer. Zeitschriftenschau (Auszüge) a) Zeitschriften in hebräischer Sprache. הצופה, Jahrgang ix, Heft. 1: A. •Schwarz. :העדות והארות למסכת יומא; A. Kaminka. מחקרים ליסודי• ההלכה הכתובה במשנה וחופפתא; W. Rabinowitz, פליסה סופרים ושלוח הלשון : s.Assaf^'t שרידים מספד הדינין לרב האיי גאון; A.Kahana, 1;מתוך פירוש מדעי לספר איוב. Goldberger. האשגרה וההלכה למ-צה מסיני; Dr. M. Klein und Dr. Mnlner, הראבייד בתור חיקד דברי ימי ישראל; s. ch. Kuk, לתולדות ד' משת ב״ד חסדאי תקו; Dr. med. Preis, .העדות לפדק אלו טרפית קריה ספר, Jahrgang I, Heft 4: Bibliographische Uebersicht: M. Wilenski, אפיזו-ה ספרותית; g. Schoiem, הערות וחקונים לרשימת כתבי היד שבמינכן; j. Rivkind, ספרי סלוניקי; A. Tauber, (דפוסי קארעץ (המשך; ans den Handschriften der. Bibliothek: S. Assaf, .מפנקס ובלודובד; b. Dinaburg: מארכיונו של שיייר המשך)); Bemerkungen. b) Zeitschriften in anderen Sprachen. Wir haben zunächst die Freude, das Neuerscheinen zweier Zeitschriften zu begrüßen. Unter dem Titel ״ J ü d is c h e Familienforschung66 gibt die ,,Gesellschaft für jüdische Familienforschung66 in zwanglosen Heften eine Zeitschrift heraus, deren erstes Heft im Dezember 1924 erschienen ist. Es enthält u. a.: M. Stern, Die Ephraims in der Berliner Liste der im Jahre 1812 angenommenen Familiennamen; L. S. Porta, Die erste Nobilitierung eines deutschen Juden; E. Klibansky, Frankfurter Judenstättigkeitsliste vom Jahre 1802. Das Heft ist für 1 Mark durch E. Wolff, Berlin, Neue Königstraße 70, zu beziehen. Gratis erhalten es die Mitglieder der genannten Ge- Seilschaft* welche durch Gründung eines Archivs, Zusammenarbeit und Zusammenkünfte der Mitglieder die jüdische Familienforschung zu fördern sucht. Die Anmeldung als Mitglied (Jahresbeitrag 3 Mark) bei dem Vorsitzenden, Dr. med. Czellitzer, Berlin, Pötsdamerstraße 5, kann aufs wärmste angeräten werden. . -

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