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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1925-01-01 · Heft 3 · p. Seite 119

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
69 (1925)
Issue
Heft 3
Article
[Rezension]
Date
1925-01-01
Page
Seite 119 (sequence 2)
Language
German
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119 und N. Brüll, die aber keineswegs alle Fehler des Textes berücksichtigen► Im übrigen schickt der Herausgeber eine Einleitung voraus (S. I—XXIV), die eine Biographie des Verfassers, eine Würdigung des Buches Juchasin und seiner Quellen sowie eine Uebersicht über die Bearbeitung und die Ausgaben des Buches enthält. Zu begrüßen ist das Register der im Juchasin zitierten Namen und Werke (S. XXVII —XXXVII). Für seine Mühe sind wir dem Herausgeber zu Dank verpflichtet. Berlin. _ _ I. Elbogen. A. Mok, weiland 0. ö. Professor der Orientalischen Sprachen an der Universität Basel: Die Renaissance des Isläms. Heidelberg 1922. Carl Winters Universitätsbuchhandlung. IV u. 494 S. Wie der Herausgeber dieses Werks, der verstorbene Professor Recken* dorf (Freiburg i. B.j in einer kurz gehaltenen Einleitung erwähnt, hat sich nach dem Tode Professor Mez’ ein fast vollendetes Manuskript von ihm vorgefunden. Die letzte Hand hatte Mez noch nicht an das Werk gelegt, vor allem fehlt der Index, den R. in sehr gekürzter Form nachgetragen hat. Bedauerlieh ist, daß er nicht auch ein Verzeichnis der angeführten Quellen anfertigte. Dem orientalistisch gebildeten Leser wird es zwar meist nicht schwer fallen, das jeweils angezogene Werk auch nach der kurzen Titel- oder Autorangabe zu finden, aber eine Aufführung der Quellen mit einer kurzen Würdigung wäre sicherlich allgemein von großem Nutzen gewesen. R. teilt uns in seiner Einleitung mit, daß Mez selbst den Titel ,,Renaissance des Isläms“ nicht gebilligt hat, und in der Tat handelt es sich für ihn nicht um die Schilderung einer Wiedergeburt des Isläms im 4. Jahrhundert der Hedjra, sondern um eine Auseinandersetzung der Wirkungen des Isläms in den ersten 4 Jahrhunderten sowie um eine kritische Zusammenstellung der Resultate dieser Wirkungen und um eine Beschreibung der Lage, in denen sich nunmehr die Länder des Isläms befanden. Es werden die Wandlungen dargestellt, die in ihren politischen, religiösen, kulturellen und wirtschaftlichen Verhältnissen vor sich gegangen sind. Die Größe dieser Aufgabe, auch wenn sie nur ihrer Lösung nähergebracht wird, setzt eine ungeheure Kenntnis der einseblägigen Literatur sowie eine eminente Fähigkeit, aus ihrer Lektüre Schlüsse zu ziehen und diese zu einem übersichtlichen Bilde zusammenzufügen, voraus. Und es scheint mir fraglos, daß 'Mez’ Buch nicht nur vortreffliches Material bringt, sondern auch die Grundlage zur islämitischen Kulturgeschichte in dieser Periode im weiten Sinne aufbaut. Das Lesen seines Buches ist, wie etwa bei Goldzihers ״Muliaftimedanische Studien46, ein Studium für sich. Denn eine Nachprüfung und Ergänzung der Quellen ist selbstverständlich erforderlieh. Darin aber scheinen die Rezensenten des Buches einig zu sein, daß die angeführten Stellen, soweit sie bisher geprüft werden konnten, richtig aufgefaßt und übersetzt sind. Ueber Staat und Politik handeln die ersten 10 Kapitel: Das Reich. Die Chalifen. Die Reichsfürsfcen. Christen und Juden. Die Schi‘a (als politischer Faktor geschildert). Die Verwaltung. Der Wezier. Die Finanzen. Der Hof. Der Adel. Die Sklaven. Die folgenden 8 Kapitel behandeln Religion und Wissenschaft: Die Gelehrten. Die Theologen. Die Rechtsschulen. Der Qadi. Die Philologie. Die Literatur. Die Geographie. Die Religion. Die nächsten Kapitel betreffen Kulturgeschichtliches: Die Sittlichkeit. Die Lebenshaltung. Städtewesen. Die Feste. Zum Schluß folgen: Industrie Handel und Verkehrswesen. Die Warenerzeugung. Die Industrie. Handel. Flußschiffahrt. Landverkehr. Seeschiffahrt. Das ganze Buch beschreibt das pulsierende Leben des Reiches und gibt sich weniger mit politischen, kulturellen oder ökonomischen Theorien ab. Die aus der Literatur angeführten Stellen über einzelne Ergebnisse lassen ein großes Mosaikbild vor unseren Augen erstehen. Es wird in dem ganzen Buche stets mit Beispielen gearbeitet, aus denen Schlüsse gezogen werden. Die Synthesis wird durch Analyse klargelegt, eine Behauptung stets durch ein Beispiel dargestellt und daraus dann wieder Folgerungen gezogen. Die Leser dieser Zeitschrift dürfte im besonderen das 4. Kapitel interessieren, das von den Christen und Juden handelt. Wenn es auch richtig ist, daß zwischen den islamischen und christlichen Reichen im Mittelalter darin ein großer Unterschied bestand9 daß jene eine religiös verschiedene Bevölkerung

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