Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 68 (1924)
- Issue
- Heft 4
- Article
- Protokoll der Ausschußsitzung [der Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaft des Judentums] am 12. November 1924 [Nachricht] / Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaft des Judentums
- Date
- 1924-01-01
- Page
- Seite 342 (sequence 1)
- Language
- German
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342 Protokoll der Ausschußsitzung vom 12. November 19.24 in .der Wohnung von Herrn Professor Sobernheim, Charlottenburg, Steinplatz 2, nachmittags 6 Uhr. Anwesend: Baeck^ Blbogen, Guttmann, * Karger, Mittwoch, Sobernheim, Weil, Winter-Dresden. E n t schuldigt: Goldschmidt־Hamburg, Heinemann-Breslau, Rabbiner Jacob Hörovitz-Frankfurt a. M., Lucas-Glogau, Nathan-Hambürg, Rothschild-Frankfurt a. M., Schwarz-Wien, Seeligmann-Amsterdam, Vogelstein-Breslau, Weisse-Berlin. Der Vorsitzende eröffnet die Sitzung um 6 Uhr. Er gedenkt in warmen Worten der letzthin verstorbenen Herren Professor Kalischer und Porges, die seit Begründung der Gesellschaft Mitglieder des Ausschusses gewesen sind, und sich eifrig an den Arbeiten beteiligt haben. Die Anwesenden erheben sich zu Ehren der Verstorbenen von den Plätzen, v 1. Er berichtet dann: a) Der Kassenstand der Gesellschaft ist zur Zeit ziemlich befriedigend. Das ist besonders darauf zurückzuführen, daß der Gesellschaft im letzten Jahre vom Kultur-Dezernat-des American Joint Distribution Committee (künftig wegfallende) 940 Dollar, von der Jüdischen Gemeinde Berlin ein Jahresbeitrag von 2500,— Mk. und von der ״Emergency Society for German and Austrian Science and Art“ auf Veranlassung von Herrn Professor Boas, New York, durch die Notgemeinschaft der Deutschen Wissenschaft 200 Dollar überwiesen worden sind. Dadurch erhielt die Gesellschaft die Möglichkeit, einer Anzahl ihrer ־wirtschaftlich schwachen Mitglieder die Monatsschrift zu einem bedeutend ermäßigten Preise bezw. unentgeltlich zur Verfügung zu stellen. ־ b) Die Beiträge derjenigen Mitglieder, die trotz der persönlichen Mahnung im Juni d. J. nicht bezahlt haben, werden jetzt durch Nachnahmen eingezogen. Eine Anzahl (etwa 50) haben ihren Austritt aus der Gesellschaft erklärt bezw. die Einlösung der Nachnahmen verweigert. Sie sind daraufhin aus der Liste der Mitglieder gestrichen worden, soweit sie nicht ihr Interesse an der Gesellschaft zu erkennen gegeben und um Fortführung ihrer Namen gebeten haben (vgl. la). c) Seit der letzten Sitzung sind erschienen: E 1 b 0 g e n: Der jüdische Gottesdienst in seiner geschichtlichen Entwickelung, II. Auflage. Ferner die 2. Auflage von Caro: Sozial- und Wirtschaftsgeschichte der Juden im Mittelalter und der Neuzeit, Band I. d) Ein neues Schriftenverzeichnis ging allen Mitgliedern mit Heft 4/6 der Monatsschrift 1924 zu. 2. Beitrags zalilungen der Mitglieder, Immerwährenden Mitglieder und Stifter: Denjenigen Mitgliedern, die nicht in der Lage sind, ihren Beitrag zu zählen, wird er, auf Grund der Zuwendung der Emergency Society (vgl. lä) auf 4,50 Mk. ermäßigender vollständig erlassen. Der Ausschuß beschließt, die . Liste der lebenden Stifter und Immerwährenden Mitglieder daraufhin zu prüfen, ob dieselben auf der dauernden Zusendung der ihnen satzungsgemäß zustehenden Veröffentlichungen der Gesellschaft bestehen, oder ob sie bereit sind, eine Nachzahlung zu leisten. 3. Monatsschrift: Die Monatsschrift soll 1925 in 6 Zweimonatsheften erscheinen. 4. Schriften: a) Im Verfolg einer Anregung des Herrn Seeligmänn- Amsterdam wird beschlossen, die Kommission für das Corpus Tannait ic um wieder ins Leben zu rufen, und die Herren Chajes-Wien, Ginzberg- New York, Joseph Horovitz-Frankfurt a. M., Mittwoch-Berlin, Weil-Berlin, Winter-Dresden-zu kooptieren. x ~ b) Ebenso soll die Kommission für die G e r m.a nia Judaica recht bald erneuert werden. Es werden für Vorarbeiten für den zweiten Halbband zunächst 1000.—־ Mk. zur Verfügung gestellt. , c) Es wird ferner beschlossen, eine Kommission bestehend aus den Herren Baeck-Berlm, Elbogen-Berlin, Guttmann-Berlin; Karger-Berlin, Lukas- Glogau, Nathan-Hamburg, Winter-Dresden um Prüfung des Planes für den Grundriß und der Frage, in wieweit derselbe heute noch durchführbar ist, und welche Gelehrten für die Fortsetzung gewonnen werden können, zu ersuchen. ״ '־ ־ r