Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 68 (1924)
- Issue
- Heft 4
- Article
- [Rezension]
- Date
- 1924-01-01
- Page
- Seite 336 (sequence 2)
- Language
- German
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336 Die Schrift von N. wird dadurch besonders wertvoll, daß ihr eine Reihe־ schöner, bezeichnender Notenbeispiele beigegeben sind. Sie ist jedem jüdischen Musikfreund warm zu empfehlen.. Sie wird ihnrviel Anregung und Belehrung' geben. Breslau. . . ■ ._ A. Pinezower. Antikritik (betr. Gesenius-Buhl). Im vorletzten Heft der Monatsschrift (S. 169—173) ist eine Be״- sprechung der 16. Auflage des Hebräischen Wörterbuchs von Gresenius- Buhl erschienen. Der Leser dieser Besprechung muß den Eindruck er*״ halten, daß das Buch ״übrigens sehr nützlich und gründlich“ sei, aber doch ein gewisses Mißtrauen rechtfertige, da mit ״auffallender Inkonsequenz“־ bei der. Erschließung von voces und der Angabe von Etymologien und mit ״gar oft“ unbegründeter .Gewißheit bei der Mitteilung nur einer erschlossenen Form verfahren worden sei — dies der einzige expressis verbis gemachte- Vorwurf, während andere implicite erhoben werden. Zum. Beleg gibt Rez. nach einer Liste von Druckfehlern1 eine Reihe von Verbesserungen, die im Folgenden etwas näher untersucht werden sollen. Rez. hält es beispielsweise für möglich, zu den Pluralen כימ& und ימניים beide defektiv geschrieben und beide in der Bedeutung zu Stämmen 3. inf.. gehörig, andere Singulare als und rjb* zu erschließen; im ersteren Falle schlägt er sogar "אן, wenn nicht gar direkt אין“ vor. Zum Beleg dient פר, das nach Rez. zu |/פררי־ gehört. Gegen die Parallelen aus anderen semitischen Sprachen zu פרד/ן, die bei Ges. stehen, wird ein Beweis nicht ein■״ mal versucht. Genau so könnte נדי!** und מכה* postuliert werden, da ja auch צנה) den Plural שנים habe. Ges. steht auch Worten wie כפילים/ מ3ןחות, מפזרים nicht ״ratlos gegen׳* über“. Bei ersterem sehr unsicheren Wort ist alle Vorsicht angebracht; denn es hat keinen Sinn, Vokabeln anzusetzen, deren Form je nach der angenommenen Bedeutung ganz verschieden sein kann. Der Singular מר!ח* wäre zu beweisen; hier liegt der kollektive feminine Plural vor, der im Zusammenhang mit der Syntax genau untersucht werden muß, bevor wir sagen können, ob überhaupt ein Singular erschlossen werden darf. Was כפירים bedeutet, wissen wir nicht: es ist aber das Sicherste, es formal als eine Art Volksname aufzufassen, ähnlich wie ךפאים u. dergl. Schon diese Fälle zeigen, daß Ges. mit Ueberlegung in der Erschließung von voces verfahren ist. Nicht viel anders steht es mit den Flüchtigkeiten, die Rez. im Wörterbuch konstatiert, allerdings ohne das Wort zu gebrauchen.. Daß z. B. ״die ganze Vox גדלות“ fehlt, ist durchaus nicht ״auffällig“,, da sie nicht existiert. Das כתיב Ps. 1456 bezeichnet deutlich den Plural von ך£די|. —• Aus dem Umstand, daß ממד* bei Barth § 162 a nicht verbotenus steht, folgt nicht die Veranlassung zu einem Monitum, wie jeder Kenner der Stelle zugeben wird. Dagegen hat ממויסים* mit Barth § 163 b nichts zu tun, da es ein Intensivum ist, solche dort aber nicht erwähnt werden. Die ziemlich positiv ausgesprochene Behauptung, אלמ1ן* sei primär gegenüber אךמ1ן, ist gänzlich unbewiesen und außerordentlich unwahrscheinlich, wenn man bedenkt, daß אךמ1ן sehr oft und in den verschiedensten Formen vorkommt, während אלמנוית* nur dreimal belegt ist, und zwar Jes 1?22,. wo einige Handschriften באךמנ1תיו haben, ferner an der verderbten Stelle Ez. 197, so daß nur eine wirklich sichere Stelle übrig bleibt. Daß Ibn -Gannäh im Kitäb al-usül, das übrigens von Neubauer und nicht von D 6 r e ntbourg (s. S. 172) ediert ist, אךמ1ן s. v. אלמוין nicht erwähnt, hat weder Quellenwert noch autoritative Bedeutung. Die Etymologie selbst ist genötigt, mit einer ganz willkürlich angenommenen ״allerdings differenzierten“־ ' 1־ Die Verbesserungen zu den S. .371, 432 und 704 sind auszuscheiden,, da es sieh hier um andere Auffassungen und nicht um Druckfehler handelt.