Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 68 (1924)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Zur biblischen Fauna und Flora
- Date
- 1924-01-01
- Page
- Seite 161 (sequence 2)
- Language
- German
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lßl in eines zusammenliest, ergibt sich ל ע & ל צ י י ם. Im Arabischen ist {*amallas) lupus dirus/ also könnte ״amallasi ״wolfsartig“ bedeuten und den H a i f i s c h bezeichnen. Allerdings entspricht arabisches u׳־׳ (s) sonst nicht hebräischem צ. Da es sich jedoch um ein altes mythologisches und — wofür der vierkonsonantische Stamm spricht — nichtsemitisches Wort handelt, wäre der auffallende Zischlaut hinlänglich erklärt. Als ich Löw diese Vermutung mitteilte, schrieb er mir (30. Dez. 1923): ״Mit D; לעמלצי (so zu lesen, nicht לעמלציים) können Haifische gemeint sein, aber nicht als die wolfsartigen, sondern als die ,'S■ schuppenlosen Tiere, zu arabisch JjCoj Camlasu) ,-,glatt“.- Es gibt auch Haie, die keine Chagrin-Haut haben, sondern glatt sind, z. B. der Heringshai. עמלצי ים sind also die Glatten des Meeres. Zum gleichen Stamm gehört auch Ps 119x03 מה נמלצו ״wie gleitet durch meinen Gaumen dein Wort gleich Honig in meinem Munde!“1 Wir haben hier also einen schönen Beleg für die xabbinische Deutung von Prov 27172. Ein weiterer Beleg dafür, wo umgekehrt Löw die erste Anregung gab und ich dieselbe weiterzuführen suchte, bringt an unerwarteter Stelle einen Pflanzennamen zum Vorschein. Am 4. April 1924 teilte mir Löw-folgende Vermutung mit ״Ps6615 קטדת אילים ist unmöglich,denn das würde stinken, nicht wohlriechen. Selbst Mendelssohn: Widderduft! Es fehlt nach קטלת das Wort סמים, mit אילים beginnt (= Targum) ein neuer Satz. Targum מי ן Dl קטלת ב wie Ex 30ד für* סמים 'p, doch auch für קטלת allein Ex 30x“. Ich stimme mit Löw darin überein, daß אילים hier nicht paßt und auch dem Targum nicht Vorgelegen hat. Doch vermute ich, daß mit Wechsel von י und!אהלים 3ל dafür zu lesen ist: ״Räucher- ״ ד ז werk von Aloe holz“. An anderer Stelle4 erwähnt Löw selbst, daß im Altertum und Mittelalter Aloeholz als Räucherungsmittel verwendet wurde. Liturgisches. Von Ludwig A. Rosenthal in Berlin. Am Schlüsse von Joma (87b) und Tosefta V14 finden wir die Bestimmung, daß beim Gottesdienste des Versöhnungstages der Einzelne das Sündenbekenntnis nach der Tefilla beten müsse, während der Vorbeter (wohl als der bevorzugte Vertreter der Gemeinde) es in das Gebet einschiebt. (היק אומלו? יחיל אחל תפלתו 1 Falls Löw Recht hat, wäre das ע in J oder besser in א zu andern (nach איתן/ אכזכ, אכזר) und im Hinblick auf den Bibelvers und IV ~ Fehlgeburt haben (B610t) eher die Dahingleitenden zu übersetzen. Aber die Werwölfe des Meeres sind wohl einleuchtender. I. H. 2 bTaanith 7a. Bereschit R. 69. 3 Vgl. meine Analekten z. Textkritik d. AT. (München 1895), S, 51 zu Rieht 1137. 4 Aram. Pflanzennamen 295. Monatsschrift, 68. Jahrgang. 11