Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 67 (1923)
- Issue
- Heft 6
- Article
- Nachtrag zu obiger Besprechung [Rezension]
- Date
- 1923-01-01
- Page
- Seite 290 (sequence 2)
- Language
- German
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290 in beider Namen ebenfalls 300 Denare fordert.und daher gleich C 150 erhält, von denen sie an A, die ja den Anspruch auf 100 mit ihr teilt, 50 abgibt (vgl. S. 41 [86] Mitte).“ ' , N• W. Ljungbergs Die hebräische Chronologie von Saul bis zur babylonischen.:: Gefangenschaft. •Leipzig, Verlag von M. W. Kaufmann. . Ein Buch bibelwissenschaftlichen Inhalts ist zumeist schon zur Zeit seines-, Erscheinens teilweise veraltet. Gelingt es doch dem Verfasser fast nie, die ganze Fülle des während seiner Arbeit von anderen Forschern Geleisteten und der von ihnen gewonnenen Ergebnisse zu berücksichtigen und .zu verwerten. Um so mehr muß vorliegendes Buch als veraltet bezeichnet werden, das mehr als 50 Jahre nach des Verfassers Tod erscheint :und dessen Herausgabe daher mit Recht vom Herausgeber״ einem Freunde des Verfassers; als ״Pflicht der Pietät“ bezeichnet wird. Verfasser versucht die vielfachen Widersprüche in den Zahlenangaben der biblischen Chronologie auf die übliche Weise durch Textkorrekturen zu beseitigen und die Fehlerquellen zu finden. Ausdrücklich lehnt er den Ausweg ab,, der auch der neueren Forschung als der glücklichste und am öftersten zum Ziele führende erscheint, nämlich die Annahme einer Doppelzählung des letzten Regierungsjahres der einzelnen Könige. Anders als seine Vorgänger legt er seinen Berechnungen die Jahresreihe der israelitischen Könige zugrunde, als weniger verdorbene Angaben, und sucht nach ihr die judäischen Angaben richtig zu stellen. . Die Ergebnisse sind teils durch neuere Funde: widerlegt, — so regiert: Pekach nach Ansicht des Verfassers bloß 731—730 v. Chr., während nach assyrischen Quellen der syrisch-epliraemitische Krieg ins Jahr 734 v. Chr. zu; setzen,׳ist—ל teils sind die Korrekturen, auf denen sie fußen, doch gezwungen und wenig begründet. Als Kuriosum sei hier angeführt, daß Verfasser aus,.!,Reg. 3ד nicht etwa auf ein jüngeres Alter Salomos schließt, sondern lediglich,. Rechabeäm müsse erst später geboren worden sein. Geistreich, wefin auch nicht zwingend,'ist die Verwertung von II Reg. 209—n, Jes. 388 — das Zurückgehen der Sonnenuhr um 10 Grade — für die Annahme des Verfassers, daß Ghiskija nur 19 Jahre (nicht 29, wie II Reg. 182 arigibt) regiert hätte. Mag auch das Buch nichts für die heutige Forschung wirklich Bedeutungsvolles bringen, so bleibt die Arbeit als Beispiel eines großzügigen, oft ideenreichen. Versuchs, inein recht verworrenes Gebiet Ordnung zu bringen beachtenswert. S. S. Nielsen* Detlef: Der dreieinige Gott in religionshistorischer Beleuchtung*- Band 1: Die drei göttlichen Personen. Kopenhagen, Gyldendalscher Veriag. XV, ,472 S. Mit 70 Abbildungen. Der Verf. geht davon aus, daß das Christentum ia dem Augenblick, in dem es den palästinischen Boden verläßt, zu einer anderen Religion wird. Die ' fremden Elemente, die sich ihm zuzugesellen beginnen,־ entstammen nicht, wie häufig angenommen, einfach dem Hellenismus, sondern wichtige unter ihnen stellen sich als Erbe des vorchristlichen semitischen Polytheismus dar. Dabei ist aber nicht in erster Linie an die altbabylonische Religion zu denken;/1 diese selbst״ ist nur die sekundäre Weiterbildung einer einfacheren Naturreligion, deren Kern die Verehrung dreier Götter bildet. Insbesondere die - südarabischen Inschriften lehren uns diese Religion' kennen, in welcher eine Trias von Vater, Mutter und Sohn göttlich verehrt wurden, Göttergestalten, die in vergeistigter Form in der Volksreligion Syriens noch zu Jesus und Paulus ♦Zeiten weiterlebten. Der erste hier vorliegende Band stellt die verschiedener!' Phasen dar-, welche diese Gest alten im Lauf der geschichtlichen Entwicklung d'urchgemacht haben, während der zweite der Untersuchung der drei Gott׳•־ Keiten auf ihre naturhaften Grundlagen gewidmet sein soll.. *Auf eine Ein eitung - methodischen; Inhalts folgt ein kurzer erster Teil,: in welchem das christliche Abendmahl auf das ursemitische Opfer, die •Taufe; aufT die altsemitische Wassertaufe, Weihnachten’ auf das Geburtsfest des Sonnengottes, Ostern auf das nomadische ־ Frühlingsfest zurückgeführt wird.: Das eigentliche Thema des Bandes aber wird erst in dem ungleich umfangreicheren zweiten1 Teil in Angriff genommen 2?,־Die semitische Götterdreiheit: und den dreieinige Gott“. Diese DreiheiV erschließt Nielsen; vor• allem! aus den•