Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 67 (1923)
- Issue
- Heft 5
- Article
- Drei Ortsnamen in Galiläa
- Date
- 1923-01-01
- Page
- Seite 205 (sequence 4)
- Language
- German
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a ־and o. Deshalb kann es nicht auffällig sein, wenn נצרת in den Evangelien als Na£aps&(a#)־er(ar), Na&pa,, also mit a in der ersten Silbe, erscheint. JVaC«|0a ist genau so zu erklären, ־wie יטבה Die Richtigkeit der Vokalisation!נצלו kann nach dem Obigen kaum mehr bezweifelt werden1.; i 2. Aato/K — שרחץ - אשוחין♦ Die Identität von Acrcoxts und des in tannaitischen Texteti häufig genannten כפל ש') שיחין), zuweilen auch שיידוים geschrieben, habe ich in meinen Beiträgen S. 66 ff. nachgewiesen, ohne die sehr auffällige Umschrift des Jos ephus erldären Zu können 2 3. Näher führt uns der Lösung des Rätsels, die in der obeil genannten Geniza-Handschrift angewandte Schreibart: שוך|ין V cias heißt שרחין. Der Name ist zweifellos vom biblischen ״; שוחהGrübet abzuleiten4 *; das Wort hat auch die Nebenform שיחה* die in der tannaitischen Literatur in der Maskuliriform שיח, Plural ]שיחי erscheint 6. Bekanntlich gebraucht dafür B e n - S i r a (503) die Form אשיח (im Sinne von ״Wasserbecken"), zu .welcher־'Form, die! Meschainschrift die Variante 6אשוח bietet. Aus diesen Förthen אשיח — אשוח ist nun zweifellos die Umschrift des galiläischen Ortsnamens bei J osephus abzuleiten: Aaay£1 entspricht dem hebr. (7אשוחמן, dem er noch, wie es seine Art ist, die griechische Endung —s beifügte8. Jedenfalls ist A0(0z1s — אשוחין ein sehr alter Ort, wie der ursprüngliche hebräische Name dies beweist, und es ist bloßer Zufall, daß er nicht schon in der Bibel anzutreffen ist9. __ (Schluß folgt.) Die Genuß-Symbolik in den rituellen Bräuchen. Von Br. V. Kurrein, Karlsruhe (Baden). Güdemann zitiert (Gesch. d. E. III, S. 14) das Wort des EL Jakob Tarn: ״Anders denken Narren,über Brauch und anders Weise". Die in Nachstehendem gesammelten Riten dürfen nicht als unverbrüchliehe Religionsgesetze aufgefaßt werden, schon deswegen weil ihr Geltungsbereich zum Teil nur recht begrenzt gewesen ist; 1 Klausner a. a. 0. 237 behauptet, die richtige Vokalisation sei נצרת und beruft sich auf den Reim in der XVIII. Strophe der gälirschän Kinah (s. meine Beiträge S. 99). Doch kann dort der Reim ebensogut ת— wie ת~ gelesen werden. Die Berufung auf die Peschitta ist auch nicht ausschlaggebend gegenüber den im Text angeführten Beweisen; Der Uebersetzer der Peschitta besaß keine einwandfreien Traditionen betreffs der paläst. Ortsnamen. Nachträglich fand ich in ZNW 1922, 126 die Worte W. C asparis: ״Der Stadtnanxe [Nazareth] läßt sich wie . . . דברת usw. auf fassen.“ 2 Schiatters Erklärung ZDPV XIX, 224, ebenso auch die B e - z 0 I d s (Beiträge S. 69, Anm. 1) befriedigt nicht. t 3 Seite 84 v. g; ebenso, 17, tr 4 S. Beiträge, S. 69. 1 6 z. B. Mischnah Schehiit III, 10; Baba k. V, 5. 6 Zeile 9 und 23. 7 Möglicherweise wurde auch statt (אשוחי - אשוחיןגם gesagt, wie dies bei צפורים - צפורץ - צפורי der Fall war (s. Beiträge S. 26 Ende, Anm. 4); vgl. auch Wb' - מודיעים Mciäseijt (s. Schürer4 I,1 201,. Anim. 41). 8 Vgl. 9 ־־־ צפורי S. D al m an a. a. O., S 52.