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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1923-01-01 · Heft 4 · p. Seite 132

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
67 (1923)
Issue
Heft 4
Article
Zwei liturgische Psalmen
Date
1923-01-01
Page
Seite 132 (sequence 3)
Language
German
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132 heit zum Danke die .Abendfeier des Pesachopfers war. Und mit. dem Morgengottesdienste der Sabbate und Festtage hingen diese Stücke vielleicht deshalb zusammen, weil der z ur Z e i t eintreffende Regen auch כלילי שבתות (Sifri 242) erwartet wurde und am Morgen danach der Dank folgen sollte. Was für den Sabbat, gilt auch für die Feste. Raschi zur Psalmenstelle bringt auch den Schlußsatz הודו לאל השכים׳ mit diesen Auffassungen in Verbindung, da vom Himmel der Wassersegen kommt. Die Stellung der Amoräer zu diesen Stücken ist auch bezeichnend: Die Palästinenser, R. Jochanan und sein Kreis, R. Abahu, Samuel bar Nachman, wollen beide Psalme, weil im ersten der Regen, * dessen sie so sehr bedürfen, geradezu erwähnt ist. Die Babylonier, R. Chanina, der dort geboren, Raw, der zuerst und später dort gelebt und Juda bar Jecheskel, der dort immer gewirkt, begnügen sich mit dem zweiten Psalm. (R. Seira in seiner Vorliebe fürs heilige Land und dessen Lehrweise schließt sich als Babylonier an die Palästinenser an.) So stark sind Jugendeindrücke. Mitteilungen zur Geschichte und. Literatur aus der Geniza. Von A. Marmorstein in London. (Fortsetzung1) 2. Ein Fragment der הלכות קטועות Vor mehreren Jahren, bei der Durchsicht und Prüfung der Adlerschen Geniza-Fragmente, hat Nr. 2639 dieser Sammlung unsere besondere Aufmerksamkeit erregt. Abgesehen von der altert ümliehen Schrift, hat das Fragment selbst zu einer Abschrift und Untersuchung herausgefordert. Das Fragment hat vier Seiten. An der Spitze steht eine Aufzählung gewisser Talmudtraktate, die, wie die Anmerkungen zeigen sollen, nicht wenige Materialien zu einer Einleitung des Talmuds liefern. Die Ordnungen und Traktate werden in zwei Teile geteilt. Der Anfang fehlt bedauerlicherweise, so können wir nur vermuten, daß der erste Teil eine Liste aller Traktate erhielt, der zweite Teil hingegen nur jene Traktate, die zu des Verfassers Zeiten gelehrt und studiert wurden. Die Zahl der Kapitel sind auch recht beachtenswert. Hierauf folgen die Halachoth mit einer arabischen Üebersetzung. Dieselben müssen wohl zu den Fragmenten gehören, die Poznanski REJ 63, 232-244-־־ besprochen hat und als ,,L’orginal arameen des Halachot Pesoukot“ bezeichnet. Eine genauere Vergleichung derselben mit den Hai. Ged. einerseits und den Hai. Pes. scheint wünschenswert, besonders nach der Erfahrung! die das vorliegende Fragment uns lehrt. Das Fragment bespricht erstens das Verbot von Fett und Blut nach Lev 317 und b. Hullin 93a. Der zweite Satz behandelt das Fettverbot nach Lev 3!4 und Talmud. Die nächsten zwei Sätze sind ebenfalls dem Talmud entnommen und stimmen beinahe wörtlich mit 1 s. MGWJ, 67 (1923) pp. 59—62.

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