Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 66 (1922)
- Issue
- Heft 3
- Article
- [Rezension]
- Date
- 1922-01-01
- Page
- Seite 244 (sequence 2)
- Language
- German
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־.־! , 244 und industriellen Unternehmungen Amerikas bewundert haben, zeigt sich jetzt in ähnlichen Dimensionen auf sozialem und humanem Gebiete; Was aber besonders hervorgehoben zu werden verdient, ist die Tatsache, daß Dr. Wise mit bewundernswürdigem Weitblick schon, im J ahrel 91 5 einen jüdischen Kongreß im Interesse des ganzen Judentums forderte. Die Reden werfen klares Licht auf die Tagesfragen unserer Zeit und bekunden einen höchst klaren und praktischen Sinn. Bezeichnend sind hierfür die Worte der letzten Rede: ״We believe that the American Jewish Gongress can render Service to the Jews, but it were the part of the demagogue pure and simple to intimate that the Gongress can or will achieve miracles. Immeasurable and even miraculous hurt may be done in an hour, but laborious years alone achieve unmiraculous good.“ ' . .• Breslau. Michael Guttmann. Bücherschau. (Von der Mitteilung der Preise ist absichtlich abgesehen) M. Blanckenhorn. Die Steinzeit Palästina-Syriens und Nordafrikas, 3. Teil. Leipzig, Hinrichs, 1921, 46 S. C h a j i m Bloch, Gottes Volk und seine Lehre, Leipzig, G. Engel, 27 S. Sehr weitschweifig gedruckt, großenteils Allbekanntes. Gatalogue, Hebrew Union College 1922/3, 70 S. Prospekt und Jahresbericht des H. U. G. in Cincinnati. Dr. Samuel Grünberg, Zum Ursprung des Magen-David. Auszug aus ,,Jüd. Presse“ 1922, 28/9, 8 S. MD ==. doppeltes ד in althebr. Schrift Unterschrift König DavidsI Dr. Michael Friedländer, Die jüdische Religion. Einzig berechtigte ... Uebersetzung aus dem Englischen von Josua -Friedländer. Frankfurt . (Kauffmann) 1922, 429 S. Der hochverdiente langjährige Leiter des Jews . College bespricht die Glaubens- und Pflichtenlehre des Judentums mit umfassender Kenntnis des gesamten jüdischen Schrifttums, in schlichter, zu Herzen gehender Form. Von ausgesprochen konservativem Standpunkt aus wird weitgehende Pietät gegen das geheiligte Herkommen (333, 21), aber auch Duldung gegen Andersdenkende (184), eine universalistische Ethik (23Q über Zins!) gefordert und der Wunsch des weiblichen Geschlechts nach gründlicher religiöser Ausbildung bedingungslos gebilligt (384). Die Uebersetzung ist vortrefflich und mit guter biographischer Einleitung versehen. Auch das dankenswerte Bücherverzeichnis am Schluß hat der Uebersetzer vervollständigt. Hermann Gunkel, Meisterwerke hebräischer Erzählungskunst I: Geschichten von Elisa. Berlin W., Carl Gurtius, 100 S. Bespricht die Er- Zählertechnik folgender Geschichten: Elisa Nachfolger des Elia, Die Suna- . mitin, Naeman, Die Belagerung Samariens, Der Aufstand des Jehu. Die Aufsätze werden auch den Leser methodisch anregen, der die Freiheit der Erzähler gegenüber dem Stoff nicht so hoch einschätzt wie G. David Koigen, Der moralische Gott. Berlin, Jüdischer Verlag, 1922, 219 S. Anknüpfend an frühere kulturphilosophische Untersuchungen bespricht Vf. die Beziehungen zwischen Religion und Kultur und versucht,'