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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1922-01-01 · Heft 2 · p. Seite 160

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
66 (1922)
Issue
Heft 2
Article
[Nachricht] / Groß, Isidor
Date
1922-01-01
Page
Seite 160 (sequence 2)
Language
German
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IRI
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160 Zeilen 27—28 irrtümlich dem Bauer angehängt wurden, wie ich dies in meinem Artikel klar dargelegt habe. Aus der ganzen Beschreibung der Königszüge im Altersgedichte des IbnEsra hören wir die Regeln der Rochade heraus ואם ירצה ידלג בתחלד, לכל עבר שלש במפלה. (Zeile 49—50.) Wenn er will (der König), kann er zu Anfang (so er noch nicht gezogen), nach jeder Seite hin (auch rechts, und links U) ins dritte Feld springen. ויזהר בעת שבתו.וצאתו להלחם ובמקום תחכותו. (Zeile 51—52.) Kr hüte sich aber, in einem Schach zu stehen, vor einem Schach ■v orbeizugehen und in ein Schach hineinzugehenl, was zu dem Schlüsse berechtigt, daß sich die unbegrenzte Rochade unmittelbar aus dem Königssprunge entwickelt, hat; Ibn Esra hat also in dem einen Gedichte die Regeln des Königssprunges,, in dem anderen aber die unbegrenzte Rochade, das fast gar keine Rochaderegeln enthält, beschrieben. Will nun Herr Marx etwa die Autorschaft Ibn Esras auch beim Altersgedichte wegen der darin enthaltenen Rochaderegeln anzweifeln? Ich will * es kaum annehmen. Isidor Gross. Berichtigung. In meiner Besprechung von S. Kleins Jüd.-pal. corpus inscriptionum (im letzten Heft der Monatsschrift S. Jl) hatte ich versucht, den Schluß einer bei Klein S. 102 genannten Inschrift zu erklären; die Schwierigkeit lag dort in dem Worte e0st1e7uüJ0av; nun teilt mir Herr Dr. S. Klein freundlicherweise mit, daß dort der Text einen argen Fehler aufweist, es muß nämlich i&e1isX׳u>3av heißen; dann dürfte der Sinn klar sein, und die Über- Setzung ,,gegründet haben“ wohl das Richtige treffen. Gleichzeitig möchte ich bemerken, daß Exemplare von Kleins Buch nur noch beim Verfasser (Rabb. Dr. S. Klein, Nove Zämky, Slov.) erhältlieh sind. Halle a. S. . A. Posners Besprechungen. Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft. XIV. Frankfurt 1921. J. •Kauffmanns Verlag. Preis br. Mk. 25,—, geb. Mk. 40,—. Das Jahrbuch zeichnet sich auch diesmal durch interessante und wertvolle wissenschaftliche Beiträge aus. Die schweren Nachkriegszeiten, die auch für die jüdische Wissenschaft ihre bedauerlichen Folgen haben, machen sich nur nach der stofflichen Seite hin bemerkbar. Der Umfang ist nahezu, auf die Hälfte gesunken. Zusammenhängende hebräische Texte blieben fast ganz weg. Solche sind bloß als Anhang in einigen Beigaben der gediegenen und wertvollen Monographie Löwensteins zu finden. Den inneren Gehalt betreffend, ist das Jahrbuch den älteren Jahrgängen ebenbürtig. Außer Anzeigen und Nachtrag gibt das Jahrbuch acht Aufsätze. Die ersten zwei sind größere Monographien, die anderen sechs setzen sich aus kleineren Artikeln zusammen. Nicht weniger als sechs Aufsätze haben talmudische Studien zum Gegenstände. Es sind dies a) die größere Monographie über R. Simon b. Lakisch 1 Ich will nur noch bemerken, daß die Umstellung der Verszeilen 27—28 im Altersgedichte berechtigter erscheint, wenn statt dem Worte עבר Seitei עבד Knecht gelesen wird, wodurch ויעזור אח עבדיו auf ידלג לבל עבד sprachlich, besser folgt.

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