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Esra · 1919-01-01 · Heft 5 · p. 157

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Esra
Volume
1 (1919-1920)
Issue
Heft 5
Article
Ein Buch für die Jugend
Date
1919-01-01
Page
157 (sequence 3)
Language
German
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Freiheit allmählich erzogen hat, der zu den Verfolgten nicht nur hinuntergestiegen, sondern sie dann auch zu seiner Höhe emporgehoben hat, von Esra, der eine verstoßene Volksmasse in die leere öde Heimat zurückzuführen beschlossen, von Raschi, dem großen Wisser, dessen Klarheit und Klugheit noch nach Jahrhunderten weiterleuchtet, von Jehnda Halevi, der dem alten Lande den Kuß aufdrückte, welcher symbolisch die nie erlöschende Liebe aller Zeiten zum Boden der Ahnen ausdrückte, von Benjamin von Tudela, dem frühen Reisenden, von dem Gaon von Wilna, der die im tiefsten Elend lebenden Juden des Ostens gelehrt hat, jüdisches Wissen ungemein hoch einzuschätzen, von Theodor Herzl, dem Wiedererwecker, den die Schwachen uud Zaghaften einen Träumer nannten und der den Grundstein zur reellen Tat gelegt, an der neunzehn Jahrhunderte nie verzweifelt haben, von Edmund Rothschild, den von allen jüdischen Reichen etwas sehr Seltenes auszeichnet: Der große Gedanke, von der jüdischen Besiedlung Palästinas, von Josef Izraeli, dem großen Maler, der in seinen Bildern die Tiefe des Leidens und die Größe der Seele des Sohnes des alten Volkes ergreifend wahr und schön wiederzugeben verstand und von vielen Anderen, die groß und unser waren. Vielleicht könnte der Wunsch nach einem solchen Jugendbuche verwirklicht werden. Ein großer Preis und die besten Erzähler unseres Volkes werden sich an die Arbeit machen. Das soll ein Gedicht in Prosa werden, das der ganzen Welt menschliche Größe in jüdischer Hülle und jüdisches Wollen in menschlicher Beschränkung geben soll, eine symbolische Zusammenfassung des Schicksals, des ewigen Volkes, eine Epopöe. Das ist ein Appell an die Reichen? Wird ihn einer erhören l Prof. Dn MAX MARMOREK Zu dieser Angelegenheit wäre zu bemerken, daß die längst geplante Ausschreibung eines Preises für ein wirklich jüdisches Jugendbuch unterbleiben mußte, da die Kurzsichtigkeit der Geldbesitzenden zu groß ist, um die Mittel zur Verfügung zu stellen, die' ein solches Unternehmen benötigt. Es wird wohl späteren Tagen vorbehalten bleiben müssen, die jüdische Jugend jüdisch zu machen, nicht durch Organisationen, Sammlungen und Propagandaschriften, sondern durch jüdische Geistigkeit und die Wiederproklamierung jüdischer Jugendlichkeil. HOEFLICH RUNDSCHAU BÜCHER .Kulturarbeit (Vom Bezalelmuseum)1 Unter diesem Titel fand ich in einer jüdisch-nationalen Zeitung folgende Notitz : 157

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