Esra
- Journal
- Esra
- Volume
- 1 (1919-1920)
- Issue
- Heft 3
- Article
- Zwei Hymnen aus dem Buche Rasiel
- Date
- 1919-01-01
- Page
- 85 (sequence 2)
- Language
- German
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Alle Pflanzen freuen sich seiner Worte, Singen freudig — seine Worte duften aus ihnen. Steigen auf, kreisen herrlich in freudigen Flämmchen, Freudig preisen sie den Friedlichen, Den lieben König, der sich über Urwelten erhebt, Furchtbar, erhaben , . 2. Gelobt sein Name, gepriesen in Schönheit seine Macht. Gelobt durch Schätze voll Schnee, gepriesen in Flammenflüssen. In glänzenden Nebeln, sprühenden Palästen. Gelobt der über Himmeln reitet, gepriesen durch Heerscharen Gelobt von der Flamme Geheimnis — Gepriesen durch Donnerstimme, durch eilende Blitze. Die Erde preist, der Abgrund preist, des Meeres Wellen preisen. Gepriesen des Einzigen Name auf dem Thron Durch jede Seele und Geschöpf, ewig für und für. (Nachdichtung von Meir Wiener) KABBALISTISCHE HYMNEN 1. Ich trauriger Scherben mehrte Sünde, Veruntreute Einzigkeit. Brachte Mängel in des Himmels Heiligkeit. Trübte Bäche. Des Quells Sprudeln versiegte* Da verhülltest Du erschreckt dein Angesicht. Des Nordens König dehnte seine Grenzen aus, Sprengte die Herden auseinander, Steckte den Garten in Flammen . . , 2. Du weiltest auf der Heide, im Beduinenzelt, Erklimm den Karmel, siehst du den Baschanberg? Zum heimlichen Garten Schöne, erhebe dein Auge, Sieh dein Blumenbeet, daß es voll Rosen ist. 85