Esra
- Journal
- Esra
- Volume
- 1 (1919-1920)
- Issue
- Heft 3
- Article
- Wichtige Aufgaben
- Date
- 1919-01-01
- Page
- 69 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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- IRI
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usw. in das Hebräische zu übersetzen*). Aus jener Zeit, wo ich in Palastina unterichtet habe, weiß ich aus Erfahrung, wie bald die jüdischen Schulkinder gezwungen waren, zu Büchern in fremder Sprache zu greifen, weil der Lesestoff für die Jugend in der hebräischen Sprache ein sehr beschränkter ist Das scheint mir die wichtigere Aufgabe, aus fremden Sprachen ins Hebräische zu übersetzen, als das, was bisher in der hebiäischen Literatur geschaffen wurde, der großen Allgemeinheit zugänglich zu machen* Zu diesem Zwecke könnten sich diejenigen, die dafür Interesse haben, organisieren, sammeln. Es ist nicht schwer, eine spezielle Abteilung für diese Ar>eit zu schaffen und ich kann ver* sichern, daß nadi allem, was wir wissen, es an Verlegern hiefür nicht fehlen wird. Die Büdier werden sicher den Weg zum Drucker finden und sid^er großen Nutzen stiften können* Eine andere Aufgabe, die der Erfüllung harrt, ist beispiels* weise die Schaffung eines deutsch=hebräischen Wörterbuches. Was bisher vorhanden ist, verdient kaum der Erwähnung. Das ist eine Aufgabe, die der Einzelne nidnt machen kann. Es ist sehr oft an verschiedene Gelehrte herangetreten worden, ein solches Werk zu schaffen. Der Einzelne kann das nicht, wenn er nicht sein ganzes Leben einer solchen Arbeit widmen will, die nicht Jeden geistig vollkommen befriedigen wird. Kann er sich aber auf einen Stab von willigen Mitarbeitern stützen,denen es beispiels* weise übertragen werden kann, das Material aus vorhandenen jüdisdvdeutschen Wörterbüchern, das Material aus bestimmten Teilen, den besten Teilen der jüdischer^ Literatur zu exzerpieren, so wäre es möglich, in relativ kurzer Zeit ein solches Werk zu schaffen, das von großer Bedeutung für die weitere Entwicklung * des hebräischen Gedankens sein könnte. Dasselbe gilt beispiels* weise für eine Bibelausgabe.. Ich weiß nicht, ob es allgemein bekannt ist, daß es eine moderne wissenschaftliche Ausgabe der Bibel nicht gibt. Der einzelne Forscher, der an eine solche Auf* gäbe herantritt, sieht sich genötigt, verschiedene Hilfsunter* suchungen anzustellen, Material zu sammeln, das ihm dann so über den Kopf wächst, daß er nicht zum Abschluß der Arbeit gelangen oder nur einen Teil fertigstellen kann, während doch das Ganze ein dringendes Bedürfnis ist. Es wäre unter anderem notwendig, daß sämtliche biblische Parallelstellen zusammen *) Wobei aber nicht außeracht gelassen werden darf, daß keinesfalls wahllos übersetzt werden darf. E« H. 69