Mannheim
Compact Memory

Jüdische Schulzeitung · 1938-09-01 · 9 (1.9.1938) · page 8

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Schulzeitung
Volume
14 (1938)
Issue
9 (1.9.1938)
Date
1938-09-01
Page
– (sequence 8)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
95% known words query
IRI
…/2825247-2825394-2825403--1342-2827032
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

Seite 8 Jüdische .S chul^ eitung - -\ -. Nummer 9" clierren Dr. R o t-h s c h i I d - Frankfurt und Dr. B i s c h o f s - Werder-BerlinTDem Bericht eines Teilnehmers entnehmen wir das folgende Stimmungsbild: Prof. Dr. Weil war uns in seiner Hingabe und Geduld rasch ans Herz gewachsen. Frau Dr. Göld'schmidt in ihrer temperamentvollen Art und ihr Gatte in seiner philosophischen Ruhe gaben uns Wertvolles, Lektor Mr. Roberts und Miß Bower erweiterten unser Wissen in sprachlicher und 'volkskundücher Hinsicht. Während uns Herr Dr. Rothschild vom jüdischen Museum in Frankfurt a. M. in das Wesen der englischen Baukunst und Malerei einführte, gab uns Herr Dr. Bischofswerder vom Hilfsverein aus eigenem Erleben heraus wichtige Aufschlüsse über die Sozial-, Schul- und Bildungsverhältnisse in U.S.A. Das gute Einvernehmen zwischen Lehrern und Kursteilnehmern ließ uns schon nach wenigen Tiagen zu einer Familie zusammenwachsen, die sich in dem schönen Hause an <Ier Gartenstraße geborgen fühlte. Eine erfreuliche Abwechslung bot die Vorführung einer Anzahl in England lebender Schulkinder, die in englischer Sprache über ihre Erlebnisse im fremden Land, das ihnen zur Heimat werden soll, eifrig und drollig plauderten, wie auch die teilweise echt amerikanischen Humor atmenden Lieder, die wir sangen, wesentlich zur Entspannung nach ldes Tages Last bei- trugen. Immer wieder betonte Herr Dr. Gustmann, daß Sprache Musik sei. Er konnte das mit vollem Recht sagen, da „sein Englisch" sich wirklich wie Musik anhörte. Wenn man ihn sprechen hört, verliert sich der Gedanke, die englische Sprache sei hart, spröde, schlecht klingend.,So flogen uns die arbeitsreichen und doch oft heiteren Stunden rasch dahin, so daß uns der Abschied von Stuttgart schwer wurde. Bereichert an Eindrücken lebensmäßiger und sachlicher Art kehrte ein jeder an den .Ort seiner Arbeit zurück. Aus dem Lehrerverband Unter Vorbehalt der polizeilichen Genehmigung findet am Donnerstag, den 13. Oktober in Berlin eine Vorstands- und Ausschußsitzung des Reichsverbandes' der jüdischen Lehrery ereine und des Jüdischen Lehrer Verbandes in Preußen statt. Tagesordnung: 1. Die durch Satzungen vorgeschriebenen Neuwahlen. 2. Evtl. Satzungsänderungen. 3. Rechnungslegung. 4. Dringende Schul- und Berufsfragen. Dr. Stern ' Reschke. Literarisches M. Abraham und I. B. Levy: Tora w'chajim. II. Teil. Verlag M. Lehrberger & Co., Frankfurt ä. M. 1938; 2 RM.. Wir möchten hier auf das Erscheinen dieses wichtigen Hilfsbuches für den Unterricht im Hebräischen mit der Bemerkung hinweisen, daß eine fachgerechte Besprechung in der Oktoberausgabe unseres Blattes folgen wird. Wir entnehmen dem Vorwort das Folgende: „Der zweite Teil unseres Lehr- und Uebungsbuches will den Schülern insbesondere mit den Kai-Formen der verschiedenen Verbklassen vertraut machen. Die Beispiele der Texte werden durch die zahlreichen, sorgsam ausgewählten P'ssukim, die nebenbei in biblische Gedanken und Ausdrucksweise einführen, mannigfach erweitert und unterstützt. Klare Einsicht in die fertige und gewordene Form gewinnt man besonders durch die Notwendigkeit, selbst solche Gestaltungen zu vollziehen. Darum ist ein ansehnlicher Raum der Anbahnung hebräischer Ausdrucksfähigkeit durch die Vorübung von Uebertragungen ins Hebräische bereitgestellt." Jüdische Auswanderung. Korrespondenzblatt für Auswanderungs- und Siedllungswesen. Herausgegeben vom Hilfsverein der Juden in Deutschland. Sommer 1938. Preis RM. 1,50,: Verlag Schmoller & Gordon,"Berlin.; > \ Dieses Mal bringt das nun schon volkstümlich gewordene stattliche Heft umfangreiches Material über die Vereinigten'- Staaten, Cuba und die Philippinen. In großen und inhältljcli reichen Einzeldarstellungen werden.die Leser xüber alle Fragen, unterrichtet, die für die Einwanderung von Belang sind. An der Spitze stehen . genaue. und erschöpfende Angaben über die Einwanderungsbestimmungen. Wenn sie auch von Zeit zu Zeit Modifikationen erfahren, so geben sie. doch Aufschlüsse über außerordentlich wichtige und grundlegende Sachverhalte^ über deren Sinn und Beschaffenheit viel falsche Auffassungenverbreitet sind. Das gilt insbesondere von den Bestimmungen über die Beschaffung der Bürgschaften, die in einem ausgezeichneten Aufsatz über den „Sinn der amerikanischen Einwanderungspolitik" dargestellt sind. Es folgen in gleicher Gründlichkeit Abhandlungen über die Länder und ihre Wirt-\ schaft, über die Lebenshaltung und Löhne und über das jüdische Leben. Briefe von Auswanderern beschließen die drei großen Abteilungen des Heftes., Es ist schon zum wiederholten Male auf die Bedeutung dieser Korrespöndenzblätter des Hilfs-. Vereins auch für die Schularbeit hingewiesen worden. Sie bieten sich nicht nur als willkommene,Hilfsbücher für den Erdkundeunterricht dar, sondern enthalten reiches Material auch für den Naturgeschichts-, den Geschichts- und den Rechenunterricht. Es darf angenommen werden, daß nicht nur die meisten Lehrer im Besitz aller bisher erschienenen Hefte sind, sondern auch eine größere Anzahl von Eltern der Schüler. So ergibt sich die Möglichkeit, die Hefte in der Klasse in mannigfaltiger Weise zu benutzen, so wie seit langem auch, die „Aiija"-Hefte für den Unterricht in Palästinakunde gebraucht werden. Didaktik der jüdischen Schule. Im Vortrupp-Verlag wird unter diesem Titel in nächster Zeit ein Buch erscheinen; das für die jüdischenXehrer bestimmt ist. Der Vorsitzende unseres Verbandes, Mittelschulrektor Dr. H. Stern, hat es in Gemeinschaft mit zehn jüdischen Fachlehrern bearbeitet. Dank der finanziellen Unterstützung seitens der Reichsvertretung, und des Landesverbandes konnten 4ie Drucklegung und Herausgabe des Werkes sichergestellt werden. Es ist in der Hauptsache auf die Bedürfnisse der jüdischen Volksschule zugeschnitten, befaßt sich aber auch mit Fragen, die die andern Schularten angehen. Aus dem Inhalt seien folgende Kapitel genannt: Allgemeines und jüdisches Bildungsproblem, das 9.-* Schuljahr, Methodische Grundsätze, Biblische Geschichte4. Palästinakunde, das jüdische Lied. Das Buch wird 4,50 RM. kosten. Es wird in einer der nächsten Ausgaben dieses Blattes eingehend gewürdigt werden. Das Juliheft des ^Morgen" bringt in einem Leitartikel „Evian oder der Wille, zum Leben" die Wünsche und Hoffnungen für die Konferenz zum Ausdruck. Drei größere Arbeiten erheben Anspruch auf besondere Beachtung: Martin B u bers. Antrittsvorlesung vor der Universität Jerusalem: „Die Forderungen des Geistes und die geschichtliche Wirklichkeit", Suse Michael „Umgang mit Kindern", „Ein Beitrag zum Erzie^ hungsproblem", Hans Bach, „Moritz Heimanns Leben und Werk". LEHRER ver* kauft seine Bücherei (Jüd. und andere Werke) billigst. Ang.u.Nr.799an Jüdische Schul? zeitung, Lud* . wigshafen a.Rh., Schulstraße 14 Sprachlehrplatten englisch, spanisch, französisch, mit bewährtem Lehrgang, ht* sonders zur Erlernung der Umgangssprache. Leichtes Ler» nen und Einprägen. Mustersendung franko gegen-franko. =J. Lachmann, Berlin-Wilmersdorf Mainzer Straße 15 Ruf 861158 158 Zwischen ^«fiule und jSeru/ fignungspra/iing Psychotechnisches Laboratorium Kuhn Berlin W 50, Ansbacher Straße 1 — Telefon Nr. itf1733 Verantwortlich für den redakt. Teil: Dr. Siegfried Braun, Köin-Sülz, Unkelerstraße 17. Für die Anzeigen verantwortlich: Fritz Neubauer, Ludwigshafen a. Rh. — D.-A. 2.Vj. 638 Exemplare. — Druck und Verlag: Gebr. Neubauer, Ludwigshafen a. Rh. Gültige Anzeigenpreisliste Nr. 3 vom 1. Januar 1936.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.