Die Kreatur
- Journal
- Die Kreatur
- Volume
- 2 (1927-1928)
- Issue
- Heft 1
- Date
- 1927-01-01
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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Das kein Traum uns mehr entreißt, hier ist unser bittres Gut: Schrei, der Gott zum Herzen dröhnt, heilige Not. IV Qual, zerbrich die alten Mauern, ströme, unermeßlich Trauern, Uber strahlende Altäre in die seligen Bilder ein! Fernste Angst, geheimstes Hoffen, alles Feld des Herrn liegt offen, Keine Grenze mehr der Gnade, keine Kerker mehr der Pein. Wenn wir ineinander legen Hand zu Hand, erglüht ein Segen, Der in keinem Ring befriedet innen zehrt, wen er durchfließt. Bis nicht jedes Herz im Bunde, brennt er uns wie offne Wunde, Und das Heil weicht aus dem Kreise, wenn der Kreis zu früh sich schließt. Streckt die Hände aus ins Dunkeln! Jede offne Hand wird funkeln. Jede leuchten dem Genossen, der die Botschaft noch nicht weiß. Wenn sich aller Hände fänden, alle sich ins Eine bänden, 0 so müßten Gottes beide Hände schließen unsern Kreis. o