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KC-Mitteilungen · 1928-07-05 · Heft 6-7 (5.7.1928) · p. Seite 57

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Journal
KC-Mitteilungen
Volume
1928
Issue
Heft 6-7 (5.7.1928)
Date
1928-07-05
Page
Seite 57 (sequence 9)
Language
German
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M. f. C.: X F. M. f. T.: Kbr. Ernst Guttmann, Thur., i. a. B. E. R. E. R.: X, a V. Kosak, XXX, Kbr. Guttmann, Kbr. Philipps, a. B. Sachs. Die Wartschaften wurden in cumulo bestätigt. Im Lauf des Semesters meldete sich noch Lerr stud. med. Lerbert Swarsensky alls Marienfliesz i. P. aktiv; unserem a. F. Otto Laos gewährten wir den ehrenvollen Austritt. — Unserem l. A.L. Lennhoff sprechen wir an dieser Stelle unsere herzlichsten Glückwünsche zu seinem erfolgreich bestandenen Assessorexamen aus. Die Psingstferien führten die Aktiven in verschiedenen Gruppen an den Rhein und in den Spessart. Die Spessartwanderer nehmen noch einmal Veranlassung, i l. A. L. Alfred Münz in Kissingen für seine überaus herzliche Aufnahme zu danken, während die Besucher von Bonn und Köln gern der Stunden gedenken, die sie mit dem gastfreundlichen Kbr. Kbr. der K. V. K. V. Rheno-Silesia und Rheno-Guestphalia verbringen durften. Das Ende der Ferien vereinte einen großen Teil der Aktivitas in Darmstadt, wo wir bei dem Stiftungsfest unserer l. K.V. Viadrina chargierten. Dank der liebenswürdigen Gastlichkeit unserer l. K. V. verlebten wir hier ein paar schöne und vergnügte Tage, in denen es uns gelang, die freundschaftlichen Beziehungen zu unseren süddeutschen K. V. K. V. weiter auszubauen und zu vertiefen. Inzwischen hat der regelmäßige Verbindungsbetrieb wieder voll eingesetzt. Ein großer Teil derAttiventrainiert bereits eifrig für die kommenden Lochschulmeisterschaften, bei denen wir in verschiedenen Disziplinen Meldungen abgeben werden. Fechten und ein wöchentliches Schwimmoffizium runden das Bild der körperlichen Ausbildung. Daneben tritt jedoch das geistige Leben innerhalb der Verbindung nicht zurück. In literarischen und musikalischen Abenden geben die Bundesbrüder einander künstlerische und geistige Anregung. Auch die uns vom Studentenbund gebotenen Vortragsabende besuchen wir regelmäßig, so die jetzt im Nahmen einer hochschulpolitischen Schulungswoche veranstalteten Abende. Daß schließlich auch das gesellschaftliche Element lebendig ist, zeigte ein Abendessen mit anschließendem Tanz, zu dem unsere Verkehrsdamen einluden, und das überaus heiter und nett vetlief. Ferner rüsten wir bereits zu dem kommenden Kilianisest am 7. Juli, zu dem wir möglichst viel Kbr. Kbr. und einen großen Teil unserer A. L. A. L. erwarten. * Dem Zuge der Zeit folgend, haben wir den Trinkzwang und Trinkkomment außerhalb der offiziellen Kneipe durch B. C.-Beschluß einstimmig abgeschafft; wir glauben so. wenn auch noch unvollkommen, am besten den Anforderungen einer neuen Zeit zu genügen. Nassovia, Frankfurt a. M. Es ist sehr schwierig, in einerStadtwieFrankfurt einen strammen Verbindungsbetrieb durchzuführen. Gerade Frankfurt ist ein besonderer Typ, als eine Stadt, in der durch die große Anzahl von Kaufleuten der Verbindungsstudent mit der bunten Mütze wenig gilt. Wir versuchten es, in den Offizien uns dem Leben hier auzupassen, ohne das Wesen der Tradition ganz aufzugeben. Wir glauben, durch Vortragsabende den Bbr. Bbr. neue Anregungen geben zu können. Durch Besuch der guten Frankfurter Bühnen halten wir Schritt mit der modernen Kunst. Gar oft sind wir auf unserem gemütlichen Läuschen zusammen, um auch die fröhliche Feuchtigkeit nicht zu vergessen. Und wenn wir den Staub der Großstadt einmal wieder meiden wollen, cxbummeln wir gemeinsam zu den netten Vororten Ginnheim und Schrauheim oder zur Gerbermühle, um auch unseren Mann im Aeppelweinkonsum zu stellen. An freien Tagen bietet uns die Schönheit des Taunus reichliche Abwechslung. Das wichtigste im Semester ist ja die Larmonie unter der Aktivitas, und die ist dieses Mal hier sehr gut. Wir sind jung zusammen. Wir stählen unseren Körper im Sport und auch die Fechtfreudigen finden bei uns genügend „schlagende" Betätigung. Wir freuen uns, daß wir noch Studenten sind. Die Frankfurter Philister haben viele hübsche Couleurnnd Verkehrsdamen, sodaß wir auch in dieser Beziehung unseren l. K. V. K. V. nicht nachzustehen glauben. Wir hoffen alle, daß das Semester für uns auch weiterhin einen befriedigenden Verlauf nimmt. Statistisches: Es meldeten sich bis jetzt 6 Füxe aktiv: 1. stud. jur. Lans Falk, Kaiserslautern 2. stud. jur. Kurt Levi, Wiesbaden - Biebrich 3. stud. rer. pol. Julius Maas, Mühlhausen i. Th. 4. stud. jur. Walter Mayer, Gelnhausen 5. stud. rer. pol. Erich Marx, Frankenberg 6. stud. jur. Lans Rosenberg, Bad Lomburg. Es besteht begründete Loffnung auf weitere Aktivmeldungen. Eine l. K. B. Rheno-Silesia beurlaubte ihren a. B. Steinhauer, eine l. K. V. Sprevia ihren a.B. Singer. Die definitiven Chargenwahlen hatten folgendes Ergebnis: X a.B. Steinhauer XX a.B. Schwarzschild XXX a.B. Goldenberg F. M. f. C. X F.M.f.T. i.a.B. Simonsohn. Viadrina, Darmstadt. Obwohl unsere Verbindung zurzeit nur aus 8 Bundesbrüdern besteht, konnten wir mit "Unterstützung unseres A. H. V. die 25. Wiederkehr der Gründung unserer Verbindung in einer Weise feiern, die in höchstem Maße geeignet war, werbend für den K. C.-Gedanken in Darmstadt zu wirken. Das Zusammengehörigkeitsgefühl der A. H. A. H. zur Verbindung kam darin zum beredten Ausdruck, daß weit mehr als die Hälfte der in Deutschland sich befindenden A.H. A. H. es sich nicht nehmen ließen, diese Festtage gemeinsam mit ihrer Verbindung zu verbringen. Fast sämtliche aktiven Verbindungen entsandten Abordnungen zu unserem Feste, einige erschienen sogar vollzählig. Die Beteiligung und das Interesse der Philisterschaft zeigte sich nicht nur darin, daß diese dem Festkommers und der Enthüllung der Gedenktafel zu Ehren der im Krieg gefallenen Bbr. Bbr. beiwohnten, sondern kam auch dadurch zum Ausdruck, daß die Couleur-Damen der Verbindung eine neue Fahne widmeten, deren Weihe in feierlicher Weise durch unseren l. A. H. Rabb. Dr. Lazarus vorgenommen wurde. Am Sonntagabend vereinigten sich die Festteilnchmer zu einem Festessen mit anschließendem Ball in sämtlichen Räumen des Hotels Zur Traube, an welcher Veranstaltung sich auch die der Vereinigung Frankfurter K. C.er ungehörigen Kartellbrüder rnit ihren Damen in erfreulicher Anzahl beterligten. Erst in der frühen Morgenstunde trennten sich die Teilnehmer, um nach kurzer Rast bereits Montag-Mittag den geplanten Exbummel in die Bergstraße zu unternehmen, der uns das Stiftungsfest in den altehrwürdigen Räumen des Auerbacher Schlosses in feuchtfröhlicher Stimmung beenden ließ. Wir danken auch an dieser Stelle unseren l. K.V. l.K.V. Nassovia, Bavaria, Rheno-Palatia, Rheno-Guestphalia, Sprevia, Rheno-Silesia, Licaria, Vineta, Friburgia, sowie den Vertretern der freischlagenden Verbindung Salia; letzteren insbesondere für ihre Kranzniederlegung bei der Enthüllung der Ehrentafel. Die Erinnerung an dieses harmonisch, in glanzvoller Weise verlaufene Stiftungsfest wird in unseren Reihen nie erlöschen.

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