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KC-Mitteilungen · 1928-05-20 · Heft 5 (20.5.1928) · p. Seite 41

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Journal
KC-Mitteilungen
Volume
1928
Issue
Heft 5 (20.5.1928)
Date
1928-05-20
Page
Seite 41 (sequence 9)
Language
German
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41 Mit den hiesigen Verbindungen „Salia" und „Weda" stehen wir in gutem (Einvernehmen und kommen wir bei Sport und Kneipen mit diesen Verbindungen öfters zusammen. Besonderen Wert legen wir in diesem Semester auf die Abhaltung von Vorträgen und auf musikalische Abende. Den Anfang in dieser Hinsicht machte unser l. a. V. Harry Pollak mit seinem Vortrag über „Die Amsterdamer Olympiade 1928". Ferner besuchten wir gemeinsam den im Deutschen Studentenbund gehaltenen Vortrag von Dr. Leo Weismantel über: „Die Grenzlagen und Aebergänge zwischen Fachbildung und Allgemeinbildung in akademischen Berufen". Fn dem hiesigen Deutschen Studentenbund sind wir im Vorstand mit einem Sitz vertreten. Dineta, Eharlottenburg. Wenn man am Ende eines Semesters, rückwärts schauend alle Ereignisse und Erlebnisse noch einmal betrachtet, so ist eine eine Freude, daß über kleine und kleinste Arbeit hinweg der Weg aufwärts geht. Es fing gleich schwer an, bei wenig Keilfüchsen hatten wir große Schwierigkeiten. 2 Krasse waren der Erfolg. Mit ihnen hatten wir 13 Aktive, und unterstützt von unseren Inaktiven durchlebten wir ein frohes Semester. Ansere wissenschaftlichen Veranstaltungen waren gut besucht und brachten anregende Diskussionen. An den Vorträgen der letzten Wochen beteiligte sich u. a. unser A.H. Dr. Bernhardt, der über ein technisches Problem sprach, ferner fast ausnahmslos unsere Bundesbrüder, die über Wesen, Sinn und Form der Verbindung und andere akute Fragen diskutierten. Sportlich betätigten wir uns hauptsächlich in der Turnhalle, wo wir gemeinsam mit einer l.K. V. Sprevia schon das Training für den Sommer einleiten, um vorbereitet und erfolgreich an den Wettkämpfen teilzunehmen. Hochschulpolitisch war die Arbeit im W. S. sehr schwierig durch die Anruhe, die der Erlaß Becker und seine Ablehnung in der Studentenschaft hervorgerufen hatte. Wir waren beteiligt an der Gründung der Freiheitlichen Studentenschaft, in der wir auch heute noch führend Mitarbeiten. Wir chargierten aus verschiedenen Anlässen in der Technischen Hochschule und auch zum Stiftungsfest eines verehrlichen A. 2. G. D. mit dem uns — wie auch mit anderen jüdischen Korporationen Berlins — ein freundschaftliches Verhältnis verbindet. Das Einvernehmen zwischen e. l. K.V. Sprevia und uns war in besonderem Maße freundlich und kartellbrüderlich und vereinigte uns in verschiedenen Offizien. Ansere Bbr. Bbr. Heinz Brodnitz und Ernst Katz bestanden ihr Diplomexamen. Wir inaktivierten unsere Bbr. Bbr. St. Cohn, Eisenstadt, Frank und rezipierten unsere Brander a.F. a.F. Dannenberg, Radi. Samuel, Schermann, Tuerk und Woog. Für Ferienkommission wurden gewählt a. B. a.B. Woog X Dannenberg XX Schermann XXX Es fanden mehrere Keil- und andere Offizien statt, die die in Berlin weilenden Bbr. Bbr. zu fröhlichen Stunden vereinigten. Mit unserer l. K.V. Sprevia zusammen veranstalteten wir einen sehr interessanten und gut besuchten Vortrag, in dem Dr. Max Deri über Kunstpsychologie sprach. An den Vortrag schloß sich ,wie fast immer, eine anregende Diskussion, die uns noch geraume Zeit mit Dr. Deri zusammen hielt. Wir beteiligten uns am jüdischen Hallensportfest, an dem wir auch einige Erfolge erringen konnten. Am 17. April begannen wir das neue Semester mit dem Antrittskonvent. Die interimistischen Chargenwahlen hatten folgendes Ergebnis: X a. B. Samuel XX a.B. Radi XXX a. B. Dannenberg F. M. f. C. i. a. B. W. Cohn F.M.f.T. i. a. B. Lakobh Fechtwart i.a.B. Friedemann Schriftwart a.B. Tuerk. Die Keilfüchse sind im Sommersemester für uns sehr dünn gesät. Trotzdem haben wir einige Keilaussichten und hoffen auf mehrere Aktivmeldungen. Der Verbindungsbetrieb hat in jeder Hinsicht schon der gute Begjnn voll eingesetzt, und läßt auf einen weiteren schönen Verlauf hoffen. Wir weisen ganz besonders auf das heutige Inserat der Iuweliersirma Wilhelm Hülse hin. Llnser in diesem Lause tätiger Kartellbruder l)r. Chapp steht mit jeder gewünschten Auskunft und Beratung gern Persönlich zur Verfügung. Auch Mecklenburg und Braunschweig gegen die Deutsche Studentenschaft. Wie wir soeben erfahren, hat das Mecklenburgische Kultusministerium die Zwangsbeiträge für die Deutsche Studentenschaft gesperrt. Der Braunschweigische Minister für Volksbildung hat angeordnet, daß keinerlei Zwangsbeiträge für die sogenannte Deutsche Studentenschaft an der dortigen Technischen Hochschule erhoben werden. Damit haben sich alle deutschen Länder mit Ausnahme von Bayern, Württemberg und Thüringen gegen die Vertretung ihrer staatlich anerkannten Studentenschaften durch die Deutsche Studentenschaft ausgesprochen. 2400 österreichische Studenten treten dew Deutschen Studenten-Verband bei. Entsprechend einem Beschlüsse des Verbandstages des Verbandes der sozialistischen Studenten Oesterreichs hat der Vorstand des Verbandes beschlossen, die Anmeldung des gesamten Verbandes bei dem Deutschen Studenten-Verband, „der Kampf- und Abwehr-Organisation der sozialistischen und republikanischen Studenten Deutschlands und Oesterreichs", zn vollziehen. Damit sind 2400 österreichische Studenten neben vielen Hundert anderen, die bereits aus Oesterreich Mitglieder sind, dem Deutschen Studenten-Verband beigetreten, dessen Kampfkraft dadurch immer stärker wird. Der Vorstand des D. St. V. hat außerdem den öfterreichischen Verbands-Vorsitzenden Bohmann in den Lauptausschuß des D. St. V. berufen. einseitig

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