KC-Mitteilungen
- Journal
- KC-Mitteilungen
- Volume
- 1925
- Issue
- Heft 5 (15.5.1925)
- Date
- 1925-05-15
- Page
- Seite 36 (sequence 2)
- Language
- German
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36 flkademifche und öligem. flacfiricfttsn IDBIDI Ludwig Haas (Frib.-Ghib. Bad.-L.) zum fünfzigsten Geburtstag. Am 16. April ist Ludwig Laas 50 Jahre alt geworden. Viele Tageszeitungen haben aus diesem Anlaß seiner gedacht, in der C. V.-Zeitung beglückwünschte ihn unser Freund Jakob Marx, in seinem Laus häuften sich Telegramme und Briefe aus allen Schichten des Reiches. Da dürfen natürlich auch diese Blätter nicht unter den Gratulanten fehlen. Was sollen wir alten K. Cer, die hier in Karlsruhe alle Phasen des Werdeganges von Ludwig Laas miterlebt haben, viele Worte machen. Wir sahen ihn hier, in Badens Residenz als Stadtrat vor fast 20 Jahren seine politische Laufbahn beginnen. Wir freuten uns mit ihm bei seiner Wahl zum Reichstagsabgeordneten. Wir sahen ihn als einen der ersten, mit dem E.K.I. ausgezeichnet, aus den Schlachtfeldern von Flandern in die Leimat kommen, dann in den Revolutionstagen als Minister des Innern, als Staatsrat und sehen ihn heute als einen der Führer der deutschen Demokratie. Sein Wirken in der schweren Zeit des Zusammenbruchs, bei der Rettung des Reiches und insbesondere seiner Leimal Baden, gehört der Geschichte an. Sie wird ihn als einen der treuesten, lautersten und besten Söhne der deutschen Demokratie nennen. Wir aber. Deine Freunde vom K. C., lieber Laas, wollen es Dir an Deinem 50. Geburtstage zurufen: Wir sind stolz darauf, daß Du einer der unseren bist, sei es noch viele Zahre! Du wirst mich wegen dieser Zeilen mit derben Worten schelten, lieber Laas, aber trotzdem per multos annos. Dr. Ludwig Kander (Bad.-Bav.) Aus dem Hochschulring deutscher Art. Eine Illustration zu der Unparteilichkeit des H.D.A. gibt folgender Auszug aus einem Bericht der Verbindung Falkenstein—Frankfurt a. M. im Mai-Heft der „Schwarzburg": „Was das Hochschulleben anlangte, so zeigte es sich, daß wir mit unserem Austritt aus dem Hochschulring recht hatten. Nach wie vor treibt der Hochschulring in seinem einseitig parteipolitischen Fahrwasser weiter (gemeint ist natürlich nur der Frankfurter). Am 18. Januar, am Tage der Reichsgründung, war im Schumanntheater eine Feier der vaterländischen Verbände, zu der ein bekannter Redner der deutschnationalen Partei erscheinen sollte. Obwohl für denselben Tag von Sr. Magnifizenz eine Feier in der Aula der Universität angesagt war, beschloß der Hochschulring, im Schumanntheater zu chargieren. In einer Sitzung des Ringes der nichtschlagenden Korporationen erklärten wir, daß wir in der Aula chargieren wollten. Sämtliche nichtschlagenden Korporationen schlossen sich uns an. Und was tat daraufhin der Waffenring, der die Mehrheit im H.D.A. hat? Um einer Blamage zu entgehen, erhob er den Beschluß der nichtschlagenden Korporationen zu einem Hochschulringbeschluß und ließ ein Chargieren im Schumanntheater sein. Der Vorsitzende des H.D.A., zugleich Vorsitzender der Studentenschaft, mußte sein Amt niederlegen. Im übrigen ist in Frankfurt das Chargieren fast zur Unsitte geworden, so daß die Korporationen in den Augen vernünftiger Menschen als Karnevalvereine oder dergleichen erscheinen. Am 25. Januar fand eine Kundgebung in der Aula statt für die Sudetendeutschen, vorher eine pompöse Fahrt der Chargierten durch die ganze Stadt. Cs wäre wohl besser gewesen, das hierfür ausgeworfene Gew den bedrängten Deutschen in der Tscheche! zu schicken. Wir haben uns nicht an der Wagenfahrt beteiligt." . Der akademische Nachwuchs. In den Besuchsziffern der deutschen Hochschulen sind im Verhältnis zur Vorkriegszeit sehr wesentliche Verschiebungen eingetreten. In der letzten Zeit machen sich neuerliche Veränderungen bemerkbar. In welcher Richtung die Entwicklung geht, ist aus nachstehenden Übersichten zu erkennen, die auf Grund von Veröffentlichungen der Amtlichen Akademischen Auskunftsstelle Leipzig angefertigt wurden. Es betrug in Deutschland die Zahld. Studierenden der: 1914 SomnHtf-Sem. Somrm 1924 %*) Rechtswissenschaft. 9375 21 016 17247 + 84 Volkswissenschaft .; 2089 14265 11028 + 428 Landelswissenschast' 1929 5 923 4591 + 138 Chemie.i| 2413 W.-S. 1922/23 6 311 5349 + 122 Architektur ....;! | 1809 1067 - 41 Bauingenieurwesen 2245 1765 — 21 Maschineningenieur-! wesen.! 2756 W.-S. 1922/24 7 496 6730 + 142 Elektrotechnik . . .! 589 W.-S. 1922/23 4520 3832 + 550 Bergbauu. Lütten< ca.836 W.-S. 1923/24 2 382 2257 + 170 Schiffs- und Schiffs-! Maschinenbau . .! 175 W.-S. 1922/23 279 221 + 26 Landwirtschaft . . j 2399 6 902 5210 + 118 Forstwissenschaft . j 418 721 653 + 56 Pharmazie . . . . | 1235 S.-S. 1923 1435 1689 + 36 Theologie . . . .! 4182 W.-S. 1922/23 2373 1956 - 53 Philologie . . . . 11846 W.-S. 1918/19 15000 8695 - 27 Naturwissenschaft. * I 6699 W.-S. 1919/20 8000 4239 - 37 Zahl der in- und ausländischen studierenden Frauen 1914 1924 V) an den Aniversitäten ...... I 4056 74b7 + 84 an den technischen Lochschulen. . 70 370 + 430 an den landwirtschaftl. Lochschulen 9 28 + 211 an den Landelshochfchulen ... II 173 473 + 173