KC-Mitteilungen
- Journal
- KC-Mitteilungen
- Volume
- 1924
- Issue
- Heft 10 (1.12.1924)
- Date
- 1924-12-01
- Page
- Seite 7 (sequence 7)
- Language
- German
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7 Deutscher Hochschulkalender 1925* Sachsenwald. Verlag, Leipzig. Der hübsch ansgestattete Wochcn-Abreistkalender bringt gute Bilder aus allen deutschen Hochschulstädten mit knappen -Angaben über Geschichte, Slndentenzahlcn und Bedeutung der Hochschulen und Schilderungen der Städte. Er wird sicherlich weite Verbreitung finden. „Die jüdischen Flieger im Weltkriege". Von Felir vl. Theilbaber. Verlag „Der Schild", Berlin W l5. Kursiirstendamn» 200. Geb. 2,75 9)1. „ Schon wieder ein Kriegsbuch!" wird der eine sagen. — „9!och ein Werk der -Abwehrliteratur" der andere und dabei werden beide zweifeln, ob sie dieses „Noch ein" bedauern oder bewundern sollen. Wahrscheinlich werden sie dem Bedancrn zuneigeu, aber nur, wenn sie nicht in das Werl hineinblicken. -Auch nur konnten bisher nicht mehr als einen Blick in die prächtigen -Aushänge, bogen tun, aber sie beweisen genug. Den flüssigen Stil, die liebenswürdige -Art zu schreiben leimen »vir aus des Verfassers anderen Schriften. Hier fesselt Zeile für Zeile. Die Flieger, diese Volkülicblinge des Krieges, baben eine umfangreiche Literatur hervorgerufei», der siidischen Flieger hat bisher keiner gedacht, nur geschmäbt, verleugnet hatte man sie. War.es schon schwer, über die Beteiligung der Juden am Kriege zu schreiben, so müsite man verzweifeln, wenn man aller der -Arbeit' aller Schwierigkeit gedenkt, die übenvunden werden musite, um dieses Buch zu verfassen. -Alles das konnte nur eine überlegene Feder, die mit Liebe ans Werk ging. Das Werk ist gelungen. Versunken geglaubte Stiii». mungen werden wieder wach, Erinnerungen tauchen auf, jeder Frontsoldat musi dieses Buch zur Hand nehmen, dieses Kriegsbuch, das doch mehr ist, dieses -Abwehrbuch, das dock keines ist. Durch das Buch zieht nicht die: Stimme lauten Selbstlobes, sondern die Stille der Verse . eines gefallenen jüdischen Fliegers, Malter Hcymann, der sang: Kennt keiner das Buch, in den» geschrieben steht. Das; dieser falle und jener heil bcimwärts geht? Doch später ist in Stein und Lied zu lesen. Die im Kampfe sielen, sind unsere Vesten gewesen... Wo aber steht es geschrieben, frag, ich, das; vor allen Ich übrig bleiben soll — ein andrer für mich fallen? Wenn einer von euch fällt, der stirbt gewis; für mich, Und ich soll übrig bleiben? Warun» denn ich ... -Aber gerade, weil Kriegseriunerung mit Schilderung sich vereint und nur schwache Abwehrgedanken durch, klingen, anklagcnd nicht nur verteidigend — verteidigen doch die -Tatsachen des Buches besser als Worte - darum steigt seine Wirkung und wird Freunde werben in allen Lagern. Wir danken dem Frontbund und dem Verfasser für dieses Werk. H. V. DaS Herbstheft deS Piper-Voten für Kunst und Literatur wird soeben vom Verlag R. Piper & Eo. in München versandt. Es ist ebenso reichhaltig wie seine Vorgänger, die die Zeitschrift weit über das Niveau eines BerlagkatalogS emporhebeu. -Alte und neue Kunst, Dichtung und Phi« tosophie, Europa und -Asien begegne» sicb. Im Mittelpunkt steht ein lebensprühender -Aussatz Meier-Graefes über Lovis Corinth. Alfred Kubin hat mit einen» -Aufsatz über „Rhythmus und Konstruktion" einen »vertvollcn Beitrag zur Psychologie des künstlerische» Schaffens gegeben. Julius Kurth schreibt über den Japanischen Holzschnitt in der allgemeinen Kunst, gcschichte. Benno Reisenberg würdigt in der Be. trachtung über „Barbaren und Klassiker" das gleich, uainige Werk Hauseusteius über die Bildnerei erotischer Völker. Ein einleitender Aussatz aus der Feder des Verlegers: „Wesbalb »vir Bücher über Kunst brauchen" schildert den Umschwung, den die Vervollkommnung der Reproduktionstechnik für die Wirkungsmöglichkeit der bildenden Kunst im Gefolge hat. Peter den Grossen, den getvaltlätigcn Schöpfer des n»odcrnen Russland, schildert Dimitri Mereschkowüki in einem Kapitel aus „Peter-und -Alcrei". Bilder von Corinth, Kubin (Bilder zur Bibel) und Tiutoretto, japanische .Holz, schnitte von Sharaku nnd Tohokumi, die ergreifende »vcineirde Madonna eines Frühitalieners bilden den illustrierten Teil. Eingegangen sind ferner folgende Bücher, deren aussührliche Besprechung Vorbehalten bleibt. Kant der Netter der Menschheit. Bon A. Ritter. Eoneordia Verlagsanstalt Engel und Tocche, Berlin. Walther Nathenaü, der Kopf. Bon Dr. Kurt Szternberg. Moderne Gedanken über Staat und Erziehung bei Plato. Bon den» gleichen Verfasser. Beide Werke in» Verlage Dr. Walther Rothschild (Ghib.), Verlin-Grunewald. Im Siegeswagen des Dhonhsos. Ein Nietzsche. Roma»» von Walter vor» Hauff. Eoneordia Deutsche Vcrlagsa»»stalt E»»gcl und Toeche, Berlin. 3,50 M. Die Arbertsgesinnnny unserer industtiellen Massen. Von Dr. zxinz Marr. Verlag Euglert und Schlosser, Frankfurt an» Main. 0,50 M. Das Wesen des Antisemitismus. Von Dr. Felir Goldnrann (Th., Sar.-Bav.). 2. A»»flage. Philo- Verlag. -—.| K.G.-VerQnftg[iungen p— -- (Ankündigungen für die am 1. Januar erschcine»»de Nummer sind bis 20. Dez. an die Schrislleitung c'rnzusenden.) L=r-,v:,l Berlin. L-: :: , 3 A. A. s- Sprrvia. Kprrola. Jeden 3. Dienstag in» Monat Sprevenabend im Pschorrbräu, Tanentzicnstraste. Jede»» Montag, Mitttvoch, Do»»nerstag bst. Fechten. Montag 9 c. t. Konvent. Dienstag '/» 6 s. t.. Sonntag 10 s. t Fechten. Mittwoch 9 c. t. Bierabend. . Sonnabend, 6. Dezeindcr, 8 c. t. Damcnoffiziun». Donnerstag, 11. Dezember, 9 e. t. Spielkneipe. MitNvoch, 17. Dezernber, 9 e. t. B»erabe»»d. Sonntag, 28. Dezember, 1.2 c. t. Frühschoppen im Spatenbräu. Donnerstag, 8. Jaincar, 9 c. t. Exburnmel ins Spatendräu. A.Z.U. AUimgia. AlN ersten Freitag jeden Monats 6 8.1. Zusammenkunft »in Restaurant Paycnhofcr, Friedrichstr. Ecke Taubenstr. 13. bis 14. Dezember Stiftungsfest. A.H.U. Makarra. A»n ersten Freitag jeden Monats Bierabend i,n Restaurant Patzenhofer, Friedrichstraße Ecke Taubenstr.