KC-Mitteilungen
- Journal
- KC-Mitteilungen
- Volume
- 1924
- Issue
- Heft 7 (15.8.1924)
- Date
- 1924-08-15
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
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6 Die jahrzehntealten Beziehungen zum Kaffee Kopf mußten wir aufgeben. Ansere Adresse ist jetzt Katharinenstraße 18. Vradrina, Darmftadt. Anser 21. Stiftungsfest vereinigte wieder eine stattlicke Anzahl A. L. A. L., K. Br. K. Br. und Bbr. Bbr. um uns. Zu dem Stiflungsfestkommers konnten wir auch viele Darmstädter Philister bei uns begrüßen. Mit einem Damenfest am Sonntag schlossen wir die Reihe der wohl ge- . lungenen Veranstaltungen ab. — Ansere Aktivitas besteht zurzeit aus 1 Für und 5 Burschen. Neuaufgenommen. wurde Lerr Großmann aus Berlin-Zehlendorf. Dem a. F. Otto Gumbel wurde das Austrittgesuch genehmigt. Rezipiert wurden die Brander Alfonso Wolf, Leinz Wolff und Fritz Lehmann. Inaktiviert wurde a. B. K. Kreielsheimer. Das Semester nahm im übrigen seinen gewohnten Verlauf. Wir hielten regelmäßig unsere Offizier ab, fochten fleißig, und auch der Sport und das Schwimmen kamen nicht zu kurz. Verursacht durch den Berliner Schulungskurs wurde die Einrichtung von Tendenzburschenstunden beschlossen, -und wir hoffen im nächsten Semester diese Anregung ausführen zu können. Wir beendeten das Semester am 23. Juli mit einer internen Semesterscklußkneipe und beginnen wieder am Montag, den 20. Oktober 1924. — Die Ferienpost ist weiter an unsere Semesteradresse zu schicken: Bürgerverein, Saalbaustraße 67. Auf dem Generalkonvent, der anläßlich unseres.. Stiftungsfestes tagte, befaßten wir uns eingehend mit allen Fragen, die das innere und äußere Leben der Verbindung im nächsten Semester betreffen. Insbesondere war eine ausfiihrliche Aussprache über unsere Beziehnngen zur hiesigen Studentenschaft, mit der wir seit der letzthin stattgefundenen Sonnenwendfeier, in einen offenen Konflikt geraten sind. Die Erledigung dieser Angelegenheit wird von uns mit allem Nachdruck betrieben werden, um. eine endgültige Klärung der Zustände an der hiesigen Lochickule herbeizuführen. Naffovia, Frankfurt. Wir beendigten des Semester mit dem Schlußkonvent. Den Chargierten und dem Fuxmajor wurden die Kreuze verliehen: Wir inaktivierten die a. B. a. B. Wertheimer (Lie. i. a. B.) Kaiser (Stauf, i. a. B.) und Simon. F. C. X Wilh, Ostermann, Leipziger Straße 45 F. C. XX Lelm. Blank (XX) Leipziger Straße 34 F. C. XXX i. a. B. Sichel und i. a. B. Schloß. Anschrift: Cafe Goldberg. ' Das Wintersemester beginnt am Montag, 21. Oktober, mit einem Frühschoppen im Cafe Kaisergarten. . Wir fochten eine Partie Säbel s. s. 15' und stachen im 26. Gang ab, und eine Partie s. 15' und paukten aus; beide Partieen gegen den B. B. Saxonia, Heidelberg. Badenia, Karlsruhe. Wieder ist ein Semester vergangen, und wieder haben wir trotz nur 3 aktiven (2 B., 1 F.) den Verbindungsbetrieb aufrechterhalten, und immer noch behaupten wir unsere an der Lochschule mühselig erworbenen Rechte. Doch schwerer denn je lastet der Druck der antisemitischen Studentenschaft auf dem hochschulpolitischen Leben. And es wäre Arbeit in Lülle und Fülle zu leisten, Arbeit, die unbedingt positive Ergebnisse fördern würde. Das wäre gerade hier an der Südwestecke unseres deutschen Vaterlandes, am Rande des besetzten Gebietes, von ganz besonderer Bedeutung. Aber — die Lände sind gebunden! — was können wir mit 3 Leuten tun, von denen noch 2 im Examen stehen; Es muß doch jedem K. C.er einleuchten, daß hier mehr denn je Lilfe im K. C.-Intereffe nottut. Zn großer Sorge um das Fortbestehen der in Karlsruhe heute so nötigen K. C.-Verbindung wenden wir uns daher noch einmal an alle K. C.er mit der dringenden Bitte, sich nach Karlsruhe zum Studium beurlauben zu lassen, bezw. für uns zu keilen. Die Studienverhältnisse in Karlsruhe sind die denkbar günstigsten. Die Lochschule ist sehr gut, die Lehrkörper lassen nickts. zu wünschen übrig. Es können hier Chemiker, Bauingenieure, Elektrotechniker,- Architekten, Maschinenbauer und Mathematiker bis zum Doktor promovieren, Nationalökonomie kann bis zum 4. Semester studiert werden. Die Lilfseinrichtungen, Vergünstigungen, Zahlungserleichterungen sind vorzüglich, sowohl hinsichtlich wirtschaftlicher als auch finanzieller Natur. „Zudem besteht hier eine jüdische Mensa academica, in der wir ein gutes L o t e l e sse n im ersten hiesigen jüdischen Lotel für 20Pfg. und weniger bekommen. Eine eigene Kneipe trägt dazu bei, das Zusammengehörigkeitsgesühl aller hiesigen K. C.er zu stärken, und das Verhalten zur Philisterschast ist das denkbar beste, wie ja alle Kbr. Kbr., die einmal bei uns waren, bezeugen können. Nicht unerwähnt dürfen die allsonntäglichen Skitouren bleiben, die während des W.-S. in den schönen Schwarzwald führen. Zudem sind in Karlsruhe eine große Anzahl ortsansässige Kbr. Kbr., die der Verbindung regstes Interesse entgegenbringen.; Alle Vorbedingungen zu einem schönen und im K. C.- Interesse fruchtbaren Studium sind hier also gegeben. Deshalb, liebe Kbr. Kbr., kommt zu uns nach Karlsruhe! Sapo-Bavavia. Leipzig. Da die Kassenverhältniffe der Verbindung sich noch immer nicht derart gebessert haben, als daß wir Semesterberichte versenden könnten, bitten wir die auswärtigen Bbr.. Bbr. .sich mit unseren Mitteilungen an dieser Stelle begnügen zu wollen. Der Verbindungsbetrieb hat durch die geringe Zahl der Aktiven und dadurch, daß ein großer Teil der Bbr.' Bbr. sei es durch Vorbereitung zum.Examen, sei es durch längere Krankheit an der Mitarbeit verhindert war, nicht so durchgeführt werden können, - wie wir es gewünscht hatten. Trotzdem istes uns gelungen, das Semester in befriedigender Weise zum "Abschluß zu bringen. Am 10. Juli veranstalteten wir in Schloß Rheinsberg ein Sommerfest, dessen Ausklang eine Stechkahnpartte auf der Pleiße bildete. Wir veranstalteten am 19. Juli unsere Semesterschlußkneipe, bei der. wirzu unserer größten Freude auch mehrere Bbr. Bbr. aus Berlin begrüßen konnten. Anser lb. Bbr. Nemrow bestand das medizinische Staatsexamen; wir hoffen, daß er, auch wenn er nicht mehr unter uns weitt, stets der Verbindung dasselbe rege Interesse wie bisher entgegenbringen wird. Bbr. Hochheimer bestand in Göttinger: die Referendarprüfung. Wir inakttvierten unseren a. B. Rackwitz und beurlaubten a. B. Altschul zu einer b. K. V. Sprevia. Dem a. B. Buxbaum wurde für den Schluß des Semesters Generaldispens gewährt. Aus dem K.C.-Tag wurde die Verbindung von a.V. Merländer Vertreter:. Wir hoffen, daß wir im nächsten Semester recht viele Kbr. Kbr. bei uns begrüßen und den alt gewohnten Betrieb wieder werden aufnehmen können. Zum F. C. X würde a. B. Buxbaum, Leipzig, Mittelstraße 22 gewählt. Rheno-Guestpyalia, Köln. Auch das 2. Sommer- Halbsemester verlief harmonisch und befriedigend. Akttv meldete sich noch Herr stud. rer. pol. Karl Heinz Baum aus Krefeld, so daß wir mit 3 Brandern in die Ferien gehen konnten. Wir mattierten die a. B. a. B. Walter Leopold und Albert Spanier, außerdem a. B. Heinz Manasse (Alb.), nachdem Manasse wieder als a. B. in die Verbindung eingetteten war. Ansere Sport- und sonstigen Officien pflegten wir eifrig, und konnten wir während des Semesters des