KC-Mitteilungen
- Journal
- KC-Mitteilungen
- Volume
- 1924
- Issue
- Heft 5 (10.6.1924)
- Date
- 1924-06-10
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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5 immerhin durch eine scheinbar starke Strömung innerhalb einzelner Verbindungen. Dabei sei allerdings bemerkt, daß der CV, soweit es sich aus dieser Schrift ergibt und wie aus der Praxis erwiesen, Iudenhetze schlimmster Art nicht mitmacht. Dies ergibt sich am klarsten aus dem Programm, das für die innere Arbeit aufgestellt ist. Es kann unseren Verbindungen nur empfohlen werden, diese Schrift wie überhaupt die Darlegungen der Grundsätze und Organisation der übrigen studentischen Verbände eifrig zu verfolgen. Außenpolitische Rundbriefe der deutsch e n Z u g e n d. . Wir hatten bereits verschiedentlich Gelegenheit, auf. den Iugendausschuß beim Arbeitsausschuß deutscher Verbände hinzuweisen. Neuerdings gibt dieser Rundbriefe heraus, um die Frage der außenpolitischen Einstellung und Erziehung in der deutschen Jugend zu behandeln und Stoff und Anregungen zu dieser politischen Erziehungsarbeit zu geben. In dem erstem Lest, das vorliegt, nehmen Vertreter der Iugendbünde der verschiedensten Richtungen grundsätzlich zur Außenpolitik Stellung. Beiträge über Ost- und Westfragen, die Arbeitsdienstpflicht vom außenpolitischen Gesichtspunkt aus, :über praktische Aufklärungsarbeit gegen Kriegsschuldlüge und Friedensdiktat ergänzen den Stoff,'so daß solch ständiger außenpolitischer Rundbrief das bisher vorliegende Schrifttum der, Jugendbewegung in Richtung auf eine wahre politische Auslandskunde hin wirksam ergänzen kann. Darunter ein interessanter Aufsatz über die Stellung des Windhorstbundes, zu dem Iugendausschuß. Bei dem außerordentlich geringen Verständnis, mit dem viele der Erwachsenen heute den Strömungen in der deutschen Jugend gegenüberstehen, verdient eine solche alle Richtungen berücksichtigende Veröffentlichung, insbesondere wenn sie, wie es geplant ist, regelmäßig erscheint, die größte Beachtung gerade der deutschen Akademikerschatt. Besonders für unsere K. C.- Verbindungen ist es eine selbstverständliche Pflicht, die Frage der politischen Einstellung der deutschen Jugend zu so grundlegenden Problemen zu verfolgen, denn diese wird, wenn auch nicht heute und morgen, ihre Nachwirkung in der großen Politik sicherlich zu verzeichnen haben. Freie Stellen Vertretnngen Niederlassnngsmoglichkeiten melde man dem KX-ArbeltsniicM Die Schrift ist durch den Iugendausschuß, Berlin bllV. 6, Luisenstr. 31 a zum Preis von Mk. 0,50 zu beziehen. „Handelsgesetzbuch und Wechselordnung" von I. Basch, Verlag L. W. Müller, München, Preis Mk. 4,-. Bei der sich jetzt ständig überholenden Gesetzgebung wird wohl jedem Praktiker der Wunsch aufgetaucht sein, endlich einmal einen Gesetzestext in die Land zu bekammen, per alle Neuerungen enthält. Dies ist in der vorliegenden Ausgabe des Handelsgesetzbuches der Fall, das alle Nebengesetze in der neuesten Fassung wiedergibt einschließlich der Vorschrift über Goldmark-Wechsel, Goldbilanzverordnung usw. Die Anschaffung dieses Buches kann daher nur empfohlen, werden. „Der Arbeitgeber", Zeitschrift der Vereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände, Sonderheft über die deutsche Studentenschaft. Berlin, März 1924. Das^ Left enthält folgende für unseren Leserkreis interepante Aufsätze: Geheimrat Duisberg: „Die Wirtschaftshilfe der Deutschen Studentenschaft und der deutsche Werkstudent. Bachmann: „Völkisch-nationale Erneuerung und studentische Jugend". „Die L y ch sch u l g em e in sch a ft". AmtlichesNächrichtenblatt der Deutschen Studentenschaft, Charlottenburg, Berliner Straße 171. Das amtliche Nachrichtenblatt der Deutschen Studentenschaft erscheint zweimal monatlich als Zeitschrift unter dem obigen Namen, der die amtlichen Nachrichten bei'gesügt sind. Die „Lochschulgemeinschaft" bringt außerordentlich lesenswerte Aufsätze aus dem Gebiet der deutschen Studentenpolitik aus der Feder von Mitarbeitern, die auf dem Boden der verschiedensten Richtungen der deutschen Studentenschaft stehen. Wir halten es für unbedingt erforderlich, daß unsere Verbindungen diese Zeitschrift ebenso wie die „Deutsche Akademische Rundschau"-Göttingen, laufend verfolgen. „Aufbau", Blätter des jüdischen Nationalfonds, Berlin W. 15, Meinickestraße 10. Diese Zeitschrift ist eine Tendenzzeitschrift und will es sein. Sie bringt Bilder und Aufsätze sowie statistische Angaben über den Aufbau Palästinas zum Zwecke der Werbung von Interessenten für den jüdischen Nationalsonds. Es ist hier nicht der Ort, um uns grundsätzlich mit den Bestrebungen des Nationalfonds auseinanderzusetzen, ganz unabhängig davon, daß dies schon oft genug geschehen ist. Änd weny wir diese Zeitschrift als Tendenzzeitschrift werten müssen, so verdient sie doch allgemeines Interesse. Bemerkt sei übrigens, daß die Zeitschrift kostenfrei allen Interessenten zugesandt wird. „Der Piper bote für Kunst und Literatur". Verlag Piper & Co., München, Vierteljahrszeitschrift, jedes Left Mk. 0,25. Von den Neuerscheinungen des Philoverlages, Berlin liegen uns zur Besprechung vor die Schriften: Ludwig' Förder: „Antisemitismus und Justiz". Lujo Brentano: „Der Judenhaß", „lieber den Austritt aus dem Judentum". Ein Briefwechsel mit Abraham Geiger. L. S. Simones: „Zum alten jüdischen Zivilrecht. .Wir werden auf diese Schriften noch zu späterer Zeit zurückkommen.