Mitteilungen des Gesamtarchivs der Deutschen Juden
- Journal
- Mitteilungen des Gesamtarchivs der Deutschen Juden
- Volume
- 5 (1914)
- Article
- Das Erfurter Judenbuch
- Date
- 1914-01-01
- Page
- Seite 81 (sequence 80)
- Language
- German
- Belongs to
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— 81 - Anno domini M^CGCC0 secundo, quando Conradus Napff, Hartungus 1402 Leichberg et ceteri 1 proconsules fuerunt, infrascripti Judei civificati sunt: Mosche von Ysenache.2 BL 56 3 Exaccio Judeorum sab anno XG0 VIII0 1398 Heller* Zcephia, Mosche, Mordachei, filii eorum, et Lebelange C flor. Ouch habin unser herren Zcephian und ore sone begnadit, daz sie or sechsteteil an dem parnosis, an deme uffrufin in der schule 5 und allem gemeynen gotis geilde und an allem gemeynen geilde und an andirme gemeynen dinge habe sullin. 6 Item habet V agros vineti in Salmansborn.7 Meyer von Aylsfelt et uxor LX flor. Michel de Northusen cum filio XL flor. Gumprecht Lozers son von Dornborg XVI flor. Mater dicti Gumprechtis XXXIIII flor. Ester Davitis Lozers sons wetewe IUI flor. Adilkind Ester tochter XI flor. Mosche von Northusin XXXIIII flor. Abraham Froydils brudir XIIII flor. Draszda die Meydeburgin XIIII flor. Bl. 5& Moschman Froydils son XII flor. Grunam und Merian sin swestir XXX flor. Zcadia von Wynen und sins sons leint XXX flor. Gnenchin von Gasla VII flor. 1 Vgl. Seite 80 Anm. 6. Kämmerer: Siegfried Zigler und Dietrich Königsee (Bau rechnungsauszüge BL 698). 2 Der ganze Absatz durchstrichen. 3 Bl. 54', 55, 55' leer gelassen. 4 S. 84 Meister genannt; bekannt aus Cod. dipl. Sax. I B II S. 514 (1397). 1406 ist er vom Pate anerkanntes Oberhaupt der Judengemeinde (Millwitzbuch Bl. 1048). Am 27. März 1416 ernennt ihn Markgraf Wilhelm II. zum Judenmeister von Thüringen (ebenda III S. 353 nr. 424). Er war ein damals sehr geschätzter Gelehrter, im Rechtsgutachten des Moses Minz führt er den Titel „Oberhaupt in der Verbannung1' (3,bi); vgl. Kroner, Festschrift S. 27/28 Anm. 6. Die dort vermutete Gleichsetzung von Heller und Hillel wird durch das Judenbuch bestätigt (vgl. S. 87). K. sieht in ihm einen Schüler des ß. Meir b. Bariich Halevi in Wien. 5 Nach fiüher allgemein üblicher Sitte veipflichteten sich die beim Gottesdienst zur Erfüllung religiöser Ehrenpflichten aufgerufenen Personen (etwa zur Verlesung aus dem Pentateuch) zu einer freiwilligen Spende, die später für die Gemeindekasse eingezogen wurde. <5 Urne etc. Nachtrag von anderer Hand am rechten Bande. 7 Dorf nw. von Erfurt. Von Teilen dieses einstigen Lehens der Freiherren von Bibra haben seit Ende des 13. Jahrhunderts Erfurter Bürger durch Kauf Besitz ergriffen (Mitteilungen d. Ver. f. Gesch. v. Erfurt 1887 Hft. 13 S. 121/2). Durch ihre Vermittelung erhielt wohl Heller das Weinland. (resamtarchiv. V. Jg\ 6